Weltherztag

Am 29. September ist der Weltherztag. Feiern Sie Ihr Herz: Ein Wunderwerk der Natur. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats September statt.

29. September 2025 - Montag
29. September 2026 - Dienstag
29. September 2027 - Mittwoch

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Ergebnis:
Lassen Sie uns gemeinsam für ein gesundes Herz und ein erfülltes Leben sorgen!

Haben Sie sich heute schon bei Ihrem Herz bedankt?

Es schlägt ohne Pause, reinigt, pumpt, passt sich an – und oft nehmen wir all das als selbstverständlich. Doch kaum ein Organ ist so erstaunlich wie das Herz. Im Alter von 70 bis 80 Jahren pumpt es über 2,5 Billionen Mal Blut, genug, um Tausende Eisenbahnkesselwagen zu füllen. Schon zwölf Schläge genügen, um einen Liter Literbeutel zu füllen – ein kleiner Augenblick für uns, ein großer für unser Herz.

❤️ Das Herz – Mehr als eine Pumpe

  • Ihr Herz zieht sich im Leben etwa 2,5 Billionen Mal zusammen.

  • Pro Schlag pumpt es im Ruhezustand etwa 70-80 ml, unter Belastung bis zu 200 ml Blut.

  • Nicht nur Motor, sondern Symbol: Liebe, Mut, Hingabe. Alte Kulturen wie Ägypten und Rom sahen im Herz den Sitz der Seele oder das Zentrum von Leidenschaft.

🌍 Weltherztag – Ein globales Gesundheits-Highlight

  • Seit 2000 wird der Weltherztag von der World Heart Federation und der WHO gefeiert, seit 2011 jährlich am 29. September.

  • Ziel: Aufklärung über Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Förderung der Prävention, Bewusstsein für Herzgesundheit in jedem Lebensalter.

⚠️ Brennende Fragen & Herausforderungen in Deutschland heute

Hier sind zentrale Fragen, die aktuell die Forschung, Politik und das öffentliche Gesundheitswesen bewegen – plus was wir bereits wissen:

  1. Wie kann ein bundesweites standardisiertes Vorsorgeprogramm (z. B. ein Herz-Kreislauf-Gesundheitscheck) implementiert werden, um die „Big Five“-Risikofaktoren (Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Diabetes, Adipositas und Rauchen) frühzeitig zu bekämpfen und die Prävalenz von KHK zu senken?

    Antwort / Stand: Der Herzbericht 2025 hebt hervor, dass fast die Hälfte (49,7 %) der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden Bluthochdruck aufweisen, gefolgt von Fettstoffwechselstörungen (47,3 %), Diabetes (24 %), Adipositas (21,1 %) und Rauchen (19 %).

    Es braucht ein systematisches Programm, das niedrigschwellig, flankiert durch HausärztInnen und kommunale Gesundheitsdienste, regelmäßige Checks ermöglicht – gefördert durch öffentliche Gesundheitskampagnen und verstärkte Finanzierung.

  2. Welche Maßnahmen sind notwendig, um den Rückgang der Bypass-Operationen umzukehren und ältere Patienten mit komplexer KHK optimal zu schützen, angesichts der alternden Bevölkerung?

    Antwort / Stand: Der Herzbericht zeigt, dass die Zahl der isolierten aorto-coronaren Bypassoperationen (ACB) seit 2019 um ca. 15,3 % gesunken ist. Gleichzeitig wächst der Anteil der Bypass-OPs ohne Herz-Lungen-Maschine (OPCAB), was technische Fortschritte widerspiegelt. Experten betonen, dass auch Hochbetagte von Bypass-Operationen profitieren können, wenn die individuelle Situation stimmt.

  3. Warum sind Frauen bei KHK und Herzinfarkt unterrepräsentiert, und wie können gendersensible Versorgungsstrategien die Gleichstellung in Diagnose und Therapie verbessern?

    Antwort / Stand: Männer haben eine deutlich höhere Hospitalisierungs- und Sterberate bei KHK: 837,4 Krankenhausfälle pro 100.000 Einwohner bei Männern vs. 310,5 bei Frauen. Die Mortalität durch KHK liegt bei Männern bei 169 pro 100.000, bei Frauen bei 82.

    Frauen erleben oft erst später (durch hormonellen Schutz), und Symptome bei Herzinfarkt sind bei ihnen häufiger unspezifisch. Versorgungsunterschiede existieren in der Diagnostik und Therapie. Gendersensible Strategien könnten sein: Aufklärung über Unterschiede bei Symptomen, stärkere Berücksichtigung weiblicher Risikofaktoren, Gleichbehandlung bei invasiven Verfahren und Rehabilitation.

  4. Wie wirkt sich Adipositas bei Patientinnen und Patienten mit erworbenen Herzfehlern im Erwachsenenalter (EMAH) auf das Risiko für metabolisches Syndrom und Herzinfarkt aus, und welche spezialisierten Reha-Programme fehlen in Deutschland?

    Antwort / Stand: Spezifische offizielle Daten zu EMAH + Adipositas sind im Herzbericht bislang nicht gesondert ausgewiesen. Es ist aber dokumentiert, dass Adipositas einer der Big Five Risikofaktoren ist (21,1 % bei Rehabilitand:innen) und häufig mit Diabetes und Fettstoffwechselstörungen kombiniert auftritt. Es fehlen bislang flächendeckende, spezialisierte Reha-Programme, die auf EMAH + metabolischen Komorbiditäten zugeschnitten sind.

  5. Inwiefern tragen regionale Unterschiede in der Herzinfarkt-Sterblichkeit (z. B. Berlin vs. Hamburg) zu Ungleichheiten bei, und können Initiativen wie die „Herzwoche“ skalierbar auf alle Bundesländer übertragen werden?

    Antwort / Stand: Der Herzbericht zeigt signifikante regionale Unterschiede: 2023 stieg die Herzinfarkt-Sterblichkeit in Berlin auf 71,2 pro 100.000 Einwohner, Mecklenburg-Vorpommern 66,9, Brandenburg 59,4, Schleswig-Holstein 57,9. Es gibt bereits Senkungen in einigen Bundesländern. Initiativen wie „Herzwoche“ oder lokale Aufklärungskampagnen könnten modellhaft übertragen werden – aber erfordern Anpassung an lokale Strukturen, Finanzierung, Gesundheitskompetenz vor Ort.

  6. Wie kann die Ambulantisierung der KHK-Versorgung (z. B. PCI und CCTA) ausgebaut werden, ohne die Qualität in Zeiten knapper Ressourcen zu gefährden, und welche Rolle spielen digitale Tools wie die HerzFit-App dabei?

    Antwort / Stand: Ambulante Koronarangiographien und -Interventionen sind im Bericht um +26,2 % bzw. +8,5 % zum Vorjahr gestiegen. Aktuell sind etwa 20 % der Koronarangiographien und 4 % der Koronarinterventionen ambulant. Für einen Ausbau braucht es ausreichende personelle und technische Ausstattung, klare Qualitätsstandards, Finanzierung und digitale Unterstützung (Telemedizin, Apps) zur Nachverfolgung, Risikofaktor-Monitoring und Patientenaufklärung.

  7. Welche Rolle spielen Narbengewebe und Stress als Auslöser für plötzlichen Herztod bei jungen, scheinbar gesunden Menschen, und wie kann Früherkennung verbessert werden?

    Antwort / Stand: Für diesen Bereich gibt es bislang noch keine weit verbreitete, belastbare Datenlage im Herzbericht. Die Diskussion in Fachkreisen hebt hervor, dass insbesondere genetische Prädispositionen, Herzmuskelverdickung, unerkannte Rhythmusstörungen sowie psychosozialer Stress als potenzielle Risikofaktoren gelten. Für Früherkennung könnten Screeningprogramme (z. B. EKG in Jugendgesundheitsuntersuchungen), Sensorik und App-Überwachungen hilfreich sein.

  8. Gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen Covid-19-Impfungen und dem Anstieg von Myokarditis-Fällen, insbesondere in Ländern wie Österreich?

    Antwort / Stand: Das Thema wird intensiv diskutiert, aber der aktuelle Herzbericht liefert dafür keine neuen belastbaren Belegen. Myokarditis nach Covid-19-Impfung ist selten und tritt überwiegend bei jüngeren Männern auf. Der Nutzen der Impfung überwiegt nach allen verfügbaren Studien das Risiko.

  9. Erhöht schlechte Mundhygiene (z. B. Parodontose) signifikant das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall durch chronische Entzündungen, und wie kann Prävention integriert werden?

    Antwort / Stand: Auch hierzu gibt es Hinweise in der Literatur, dass chronische Entzündungen wie Parodontose das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Der Herzbericht nennt solche Risikofaktoren noch nicht systematisch unter den Big Five, aber Prävention im Sinne von ganzheitlicher Gesundheitsvorsorge wird als wichtigster Hebel betont.

  10. Wie beeinflussen unbehandelte Erkrankungen wie ADHS das kardiovaskuläre Risiko durch Faktoren wie Impulsivität und Komorbiditäten, und sind Stimulanzien hier sicher?

    Antwort / Stand: Kein direktes Augenmerk in Herzbericht 2025. Einige Studien zeigen erhöhte Risiken bei unbehandeltem ADHS, vor allem über ungünstige Lebensführung, Suchtverhalten, Stress etc. Die Sicherheit von Stimulanzien wird im klinischen Kontext geprüft, aber Langzeitdaten für Herzgesundheit sind noch nicht ausreichend.

💪 Herzgesund leben – Tipps, Inspirationen & Prävention

Ein gesunder Lebensstil ist der beste Begleiter für Ihr Herz. Hier bewährte Maßnahmen:

  • Ernährung: Reich an Obst, Gemüse, Vollkorn, günstige Fette. Weniger gesättigte Fette und stark verarbeitete Lebensmittel.

  • Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderates Training pro Woche oder 75 Minuten intensives Training; schon tägliche Spaziergänge wirken.

  • Risikofaktoren im Blick behalten: Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker regelmäßig checken; Vermeiden von Rauchen und Stress; Gewicht halten.

  • Regelmäßige Kontrollen: Vorsorgeuntersuchungen, EKG, ggf. Herz-CT oder andere bildgebende Verfahren bei Verdacht auf frühere Gefäßverengung.

  • Lebensfreude pflegen: Soziales Umfeld, Hobbys, Schlafqualität und psychische Gesundheit – denn Stress und seelische Belastungen wirken aufs Herz mit.

🌿 Zeit, Ihrem Herzen die Aufmerksamkeit zu schenken

Der Weltherztag bietet den Anlass, innezuhalten: Was leistet dieses kleine Organ für Sie – und wie viel tun Sie für es? Mit Zahlen, Fakten und Emotionen im Blick können wir erkennen: Herzgesundheit ist kein Luxus, sondern eine lebensnotwendige Investition.

✅ Was bringt die Zukunft?

  • Herzkrankheiten wie KHK bleiben in Deutschland eine große Herausforderung – trotz rückläufiger Sterbefälle. Prävention, gendersensible Versorgung, regionale Unterschiede und ambulante wie digitale Versorgung sind zentrale Handlungsfelder.

  • Frage, die Sie zum Nachdenken anregen könnte: Welche dieser brennenden Fragen betrifft Sie persönlich – und was würden Sie sich schon heute von Ihrem Gesundheitssystem wünschen?

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Weltherztag im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Gesundheit, US Feiertage, Welttage.

Was wird zusammen mit dem Weltherztag gefeiert?

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