
Wussten Sie, dass ein kleiner Feiertag in den USA eine ganze Koloniegeschichte erzählt – und bis heute gefeiert wird? Der Maryland Day erinnert an die Ankunft der ersten englischen Siedler am 25. März 1634.
Maryland – Vielfalt auf kleinstem Raum
Von der malerischen Chesapeake Bay über die grünen Appalachen bis zur lebendigen Hafenstadt Baltimore: Maryland wird nicht umsonst „Amerika in Miniatur“ genannt. Hier treffen Küstenlandschaften, Berge und pulsierende Städte aufeinander. Auch kulinarisch ist der Bundesstaat berühmt – besonders für seine blauen Krabben, die als Delikatesse gelten.
Die Ankunft von Ark und Dove
Im November 1633 stachen rund 140 Siedler von England aus in See. Zwei Schiffe, die Ark und die Dove, trotzten Stürmen, Zwischenstopps in der Karibik und einer gefährlichen Atlantiküberquerung. Am 25. März 1634 erreichten sie schließlich St. Clement’s Island im heutigen St. Mary’s County. Dort hielten sie einen Dankgottesdienst ab – der Ursprung des heutigen Maryland Day.
Frieden statt Eroberung
Besonders bemerkenswert: Die Siedler suchten nicht die Konfrontation, sondern den Dialog. Leonard Calvert, Bruder des Koloniegründers Lord Baltimore, verhandelte mit den Conoy-Indianern und schloss ein friedliches Abkommen. Ein seltenes Beispiel für Verständigung in einer Zeit, die oft von Konflikten geprägt war.
Vom Schultag zum Feiertag
1903 führte das Bildungsministerium von Maryland den Gedenktag erstmals in Schulen ein. Seit 1916 ist der 25. März ein offizieller Feiertag. Heute wird er mit historischen Nachstellungen, Bootsfahrten zur St. Clement’s Island und kulturellen Veranstaltungen gefeiert.
Maryland und seine Spuren in der US-Geschichte
Nationalhymne: Francis Scott Key aus Maryland schrieb 1814 das Gedicht, das später zur Hymne „The Star-Spangled Banner“ wurde.
Mason-Dixon-Linie: Im 18. Jahrhundert markierte sie die Grenze zwischen Nord- und Südstaaten.
Eisenbahngeschichte: Mit der Mount Clare Station in Baltimore entstand 1830 der erste Bahnhof der USA.
Was bringt die Zukunft? Ein Tag, der Geschichte lebendig macht
Der Maryland Day ist mehr als ein regionaler Feiertag. Er erzählt von Mut, Hoffnung und friedlichem Neubeginn – Werte, die auch heute noch inspirieren.
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