Hoarding-Tag
Am 27. Mai ist der Hoarding-Tag. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Mai statt.
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Am 27. Mai wird in den USA der sogenannte Hoarding-Tag begangen. Er soll das Bewusstsein für eine psychische Erkrankung schärfen, die lange unterschätzt oder missverstanden wurde: die Hortungsstörung (engl. Hoarding Disorder).
Von exzentrischem Verhalten zur anerkannten Störung
Während das Horten von Gegenständen früher oft als „Eigenart“ oder harmloses Sammeln galt, weiß man heute: Dahinter kann eine ernsthafte psychische Erkrankung stehen. Betroffene haben extreme Schwierigkeiten, Dinge wegzugeben – selbst wenn diese objektiv kaum Wert besitzen. Die Wohnungen füllen sich über Jahre, was zu gesundheitlichen Risiken, sozialer Isolation und enormem seelischem Druck führt.
Ein entscheidender Schritt im Verständnis war die Aufnahme der Hortungsstörung in das DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), das 2013 von der American Psychiatric Association veröffentlicht wurde. Seitdem gilt sie offiziell als eigenständige Diagnose – vergleichbar mit Depressionen oder Angststörungen.
Warum ein eigener Gedenktag?
Der Hoarding-Tag möchte vor allem eines erreichen: Aufklärung und Enttabuisierung. Viele Betroffene und ihre Familien leiden im Stillen, da Scham und Unverständnis groß sind. Ein internationaler Gedenktag hilft, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und über Hilfsangebote zu informieren.
Hortungsstörung im deutschsprachigen Raum
Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Menschen, die an Hortungsstörung leiden. Fachstellen für psychische Gesundheit sowie Selbsthilfegruppen bieten Unterstützung. Erste Schritte können Gespräche mit Hausärzten oder Psychotherapeuten sein, die bei der Diagnose und Behandlung helfen. Für Angehörige ist es wichtig, empathisch und geduldig zu bleiben, da Druck oder Vorwürfe das Problem oft verschlimmern.
Ein Blick in die Geschichte
Interessanterweise ist das Phänomen nicht neu. Schon in alten Schriften, von Dante bis in die frühe Neuzeit, tauchen Figuren auf, die ihr Hab und Gut nicht loslassen konnten. Doch erst die moderne Forschung hat das Horten als komplexe psychische Störung klar erkannt.
Was bringt die Zukunft?
Der Hoarding-Tag erinnert uns daran, wie wichtig Verständnis und fachliche Unterstützung für Betroffene sind. Er zeigt auch, dass psychische Erkrankungen kein Randthema sind, sondern jeden betreffen können – direkt oder im Umfeld.
👉 Was denken Sie: Könnte ein solcher Gedenktag auch im deutschsprachigen Raum helfen, das Bewusstsein für psychische Gesundheit zu stärken?
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Hoarding-Tag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Gesundheit, Kuriose Feiertage, US Feiertage.
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