Menstruationshygienetag
Am 28. Mai ist der Menstruationshygienetag. Warum wir am 28. Mai über ein Tabu sprechen müssen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Mai statt.
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Haben Sie sich jemals gefragt, warum ein biologischer Prozess, der die Grundlage menschlichen Lebens bildet, noch immer mit Scham behaftet ist? Weltweit menstruieren jeden Tag Millionen von Menschen – und doch flüstern wir oft, wenn wir nach einem Tampon fragen. Der 28. Mai, der Menstruationshygienetag, bricht dieses Schweigen. Es ist Zeit, die Fakten auf den Tisch zu legen und zu verstehen, warum dieses Thema uns alle angeht.
Warum ausgerechnet der 28. Mai?
Das Datum ist kein Zufall, sondern reine Biologie. Ein durchschnittlicher Menstruationszyklus dauert 28 Tage. Die Periode selbst umfasst im Mittel etwa fünf Tage. Daher wurde der 28. Tag des fünften Monats gewählt.
Gegründet wurde dieser Aktionstag im Jahr 2014 von der in Berlin ansässigen NGO WASH United. Was als kleine Initiative begann, ist heute eine globale Bewegung. Über 270 Partnerorganisationen setzen sich dafür ein, dass Menstruation als das gesehen wird, was sie ist: ein Zeichen von Gesundheit und ein Menschenrecht.
Die drei Säulen der Menstruationsgesundheit
Um echte Veränderung zu bewirken, konzentriert sich der Aktionstag auf drei zentrale Problemfelder:
Zugang zu Produkten: Niemand sollte sich zwischen Lebensmitteln und Binden entscheiden müssen.
Sanitäre Infrastruktur: Sauberes Wasser und abschließbare Toiletten sind in Schulen und Betrieben weltweit (und oft auch bei uns) keine Selbstverständlichkeit.
Enttabuisierung: Bildung ist die stärkste Waffe gegen Mythen und soziale Ausgrenzung.
Periodenarmut: Ein Problem vor unserer Haustür
Oft denken wir bei mangelnder Menstruationshygiene an ferne Länder. Doch auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist „Periodenarmut“ ein Thema.
Trotz der Senkung der Mehrwertsteuer auf Periodenprodukte (in Deutschland im Jahr 2020 von 19 % auf 7 %) bleiben die Kosten eine Belastung. Rechnet man Schmerzmittel, neue Unterwäsche und Hygieneartikel zusammen, investieren Betroffene im Laufe ihres Lebens oft über 20.000 Euro. Für einkommensschwache Haushalte ist das eine enorme finanzielle Hürde, die soziale Teilhabe einschränken kann.
Globale Folgen: Wenn die Periode die Zukunft stiehlt
In vielen Regionen der Welt hat das Ausbleiben von Aufklärung dramatische Konsequenzen. Laut Daten von UNICEF haben rund 500 Millionen Frauen weltweit keinen ausreichenden Zugang zu Sanitäranlagen oder Produkten.
In Teilen Afrikas und Asiens verpassen Mädchen bis zu 20 % ihrer Schulzeit, weil sie während ihrer Tage schlicht nicht aus dem Haus gehen können. In Nepal führt die Tradition des „Chhaupadi“ – die Isolation in Menstruationshütten – trotz Verboten immer wieder zu gesundheitlichen Notfällen. Das zeigt: Wo die Hygiene fehlt, leidet die Bildung und damit die gesamte wirtschaftliche Entwicklung einer Region.
Nachhaltigkeit und moderne Lösungen
Ein positiver Trend der letzten Jahre ist das wachsende Bewusstsein für ökologische Alternativen. Menstruationstassen, Periodenunterwäsche und waschbare Stoffbinden reduzieren nicht nur den gewaltigen Müllberg aus Plastik und Zellstoff, sondern entlasten langfristig auch den Geldbeutel. Dieser Wandel wird besonders in der DACH-Region von einer kaufkräftigen, umweltbewussten Generation vorangetrieben, die Qualität und Nachhaltigkeit schätzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist das Ziel des Menstruationshygienetags?
Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung einer guten Menstruationshygiene zu schärfen und die weltweiten Tabus sowie die Diskriminierung von Menstruierenden zu beenden.
Wer hat den Menstruationshygienetag ins Leben gerufen?
Der Tag wurde 2014 von der deutschen Nichtregierungsorganisation (NGO) WASH United initiiert.
Was versteht man unter Periodenarmut?
Periodenarmut beschreibt den Umstand, dass sich Menschen aufgrund finanzieller Notlagen keine ausreichenden Hygieneartikel wie Binden, Tampons oder Menstruationstassen leisten können.
Wie hat sich die Besteuerung in Deutschland geändert?
Seit dem 1. Januar 2020 werden Periodenprodukte in Deutschland nicht mehr als „Luxusgüter“ mit 19 %, sondern mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 % besteuert.
Warum ist das Thema für die Gleichstellung wichtig?
Solange Menstruierende aufgrund ihrer Periode Nachteile in der Bildung, im Beruf oder im sozialen Leben erfahren, ist eine echte Gleichstellung der Geschlechter nicht erreicht.
Zwischen Scham und Fortschritt
Während das Thema Menstruation in vielen Teilen der Welt noch immer zu systematischer Ausgrenzung und gesundheitlichen Risiken führt, beobachten wir in der westlichen Gesellschaft einen mutigen Aufbruch hin zu mehr Transparenz und steuerlicher Gerechtigkeit. Dennoch bleibt die finanzielle Last für einkommensschwache Gruppen auch hierzulande eine Hürde, die zeigt, dass biologische Fakten noch längst nicht überall soziale Gleichheit bedeuten. Dies unterstreicht, dass der Weg zur vollkommenen Normalisierung noch weit ist, aber jeder offene Dialog uns diesem Ziel näher bringt.
Wie gehen Sie in Ihrem Umfeld mit diesem Thema um – ist es bereits absolute Normalität oder spüren Sie noch die alten Tabus?
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Menstruationshygienetag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Frauen Kalender, Gesundheit.
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