Welttag der pulmonalen Hypertonie
Am 5. Mai ist der Welttag der pulmonalen Hypertonie. Ein Tag für Sichtbarkeit und Hoffnung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Mai statt.
Am 5. Mai ist der Welttag der pulmonalen Hypertonie. Ein Tag für Sichtbarkeit und Hoffnung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Mai statt.

Stellen Sie sich vor, Sie atmen durch einen dünnen Strohhalm – bei jedem Schritt, rund um die Uhr. Für gesunde Menschen ist das eine beklemmende Vorstellung, für Betroffene von pulmonaler Hypertonie (Lungenhochdruck) oft tägliche Realität.
Am 5. Mai begehen wir weltweit den Welttag der pulmonalen Hypertonie. Dieser Tag rückt eine Krankheit ins Rampenlicht, die oft unsichtbar bleibt, bis es fast zu spät ist. Erfahren Sie hier, warum dieser Tag so wichtig ist, wie Sie die Symptome erkennen und wo Betroffene in Deutschland, Österreich und der Schweiz Hoffnung finden.
Pulmonale arterielle Hypertonie, kurz PAH, ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung der Lungengefäße. Viele Menschen verwechseln sie mit dem bekannten Bluthochdruck, der am Oberarm gemessen wird. Doch PAH ist anders und tückischer:
Das Problem: Der Blutdruck ist ausschließlich im Lungenkreislauf krankhaft erhöht.
Die Folge: Die Blutgefäße in der Lunge verengen sich. Die rechte Herzhälfte muss Schwerstarbeit leisten, um das Blut durch diese engen Gefäße zu pumpen.
Das Risiko: Ohne Behandlung droht eine Überlastung des Herzens, die sogenannte Rechtsherzschwäche.
Die Krankheit gilt als „medizinisches Chamäleon“. Ärztinnen und Ärzte übersehen sie oft, weil die Beschwerden im frühen Stadium sehr unspezifisch sind. Im Schnitt vergehen mehrere Jahre bis zur korrekten Diagnose – wertvolle Zeit, die für eine frühzeitige Therapie fehlt.
Oft werden die Symptome fälschlicherweise als Asthma, mangelnde Fitness oder psychische Erschöpfung (Burnout) fehlgedeutet.
Achten Sie auf Signale Ihres Körpers, besonders wenn diese schleichend auftreten und sich bei körperlicher Belastung verschlimmern:
Unerklärliche Atemnot: Schon beim Treppensteigen oder schnellen Gehen fehlt die Luft.
Chronische Müdigkeit: Ein Gefühl von tiefer Erschöpfung, das durch Schlaf nicht verschwindet.
Schwindel & Ohnmacht: Besonders bei Anstrengung.
Wassereinlagerungen: Geschwollene Beine oder Knöchel (Ödeme).
Blaue Lippen: Eine bläuliche Verfärbung der Lippen oder Haut durch Sauerstoffmangel (Zyanose).
Die ersten medizinischen Dokumentationen der Krankheit reichen bis ins Jahr 1891 zurück. Heute wissen wir dank moderner Forschung deutlich mehr:
Frauen im Fokus: Die Krankheit trifft Frauen zwischen 30 und 60 Jahren besonders häufig. Die idiopathische (ohne erkennbare Ursache) und vererbte Form tritt bei ihnen laut der Pulmonary Hypertension Association doppelt so oft auf wie bei Männern.
Keine Altersgrenze: Auch wenn das mittlere Alter dominierend ist, können bereits Kinder oder Senioren erkranken.
Fortschritt rettet Leben: Vor 25 Jahren gab es kaum Behandlungsmöglichkeiten. Heute stehen spezialisierte Medikamente zur Verfügung, die die Gefäße weiten und das Herz entlasten.
Der Welttag der pulmonalen Hypertonie ist mehr als ein Datum im Kalender. In Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen Patientenorganisationen, Kliniken und Angehörige diesen Tag für Aktionen:
Sport für den Atem: Oft finden symbolische Spendenläufe oder Radtouren statt, um zu zeigen, wie kostbar Bewegung ist.
Blaue Beleuchtung: In vielen Städten werden Gebäude blau angestrahlt – die Farbe der Solidarität für Lungenhochdruck.
Aufklärung: Informationsstände in Kliniken klären über die Wichtigkeit früher Diagnosen auf.
Das Ziel ist klar: Jeder Mensch soll Zugang zu modernen Therapien erhalten, um trotz der Diagnose ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
Ist pulmonale Hypertonie heilbar?
Derzeit ist die chronische Form der PAH meist nicht heilbar, aber sehr gut behandelbar. Mit modernen Medikamenten können Symptome gelindert und die Lebenserwartung sowie Lebensqualität deutlich gesteigert werden.
Ist die Krankheit vererbbar?
In seltenen Fällen kann PAH genetisch bedingt sein. Wenn in Ihrer Familie Fälle von Lungenhochdruck bekannt sind, ist eine genetische Beratung sinnvoll.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Der erste Verdacht ergibt sich oft durch einen Herzultraschall (Echokardiografie). Die endgültige Sicherung der Diagnose erfolgt meist durch einen Rechtsherzkatheter in einem spezialisierten Zentrum.
Der Welttag der pulmonalen Hypertonie mahnt uns, den eigenen Atem nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Er steht für den Kampf gegen das Unwissen und für die Solidarität mit jenen, denen die Luft zum Leben fehlt. Dank medizinischem Fortschritt ist die Diagnose heute kein sofortiges Todesurteil mehr, sondern der Startpunkt für ein Leben, das – gut therapiert – wieder lebenswert ist.
Haben Sie heute schon ganz bewusst tief eingeatmet? Nutzen Sie diesen Moment der Achtsamkeit.
Helfen Sie mit, Wissen zu verbreiten: Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden und Familie oder in Ihren sozialen Netzwerken. Je mehr Menschen die Symptome kennen, desto schneller kann Betroffenen geholfen werden.
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Gesundheit, Welttage.
Ab dem ersten Montag im Mai...
Die Kraft, die Leben begrüßt...
Warum 20 Sekunden Leben retten können...
Día del ortesista y protesista...
Bewusst atmen, informiert handeln...
Kleine Gewohnheit, große Wirkung...
Wenn das tägliche Brot zur Gefahr wird...