Weihnachten nach dem Julianischen Kalender

Am 7. Januar ist der Weihnachten nach dem Julianischen Kalender. Warum Millionen Menschen erst heute Weihnachten feiern. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Januar statt.

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Entdecken Sie die einzigartige Tradition von Weihnachten nach dem Julianischen Kalender, wo die Feierlichkeiten am 12. Dezember beginnen, während die Welt den 25.

Haben Sie sich jemals gefragt, warum in vielen Fenstern unserer Nachbarschaft die Lichterketten noch hängen, während andere ihren Weihnachtsbaum bereits im Januar entsorgen? Für Millionen orthodoxe Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz beginnt das eigentliche Fest erst jetzt. Es ist das „Weihnachten der Entschleunigung“, das uns zeigt, dass Zeit mehr ist als nur eine Zahl auf dem Papier.

Der julianische Kalender: Wenn die Zeit stehen bleibt

Die Wurzeln dieses späten Festes liegen tief in der Geschichte. Im Jahr 46 v. Chr. führte Julius Caesar den nach ihm benannten Julianischen Kalender ein. Lange Zeit war er der Standard in Europa. Doch er hatte einen kleinen Fehler: Er war jährlich elf Minuten zu lang. Über die Jahrhunderte summierte sich dieser Fehler zu ganzen Tagen.

Um diesen Fehler zu korrigieren, führte Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 den Gregorianischen Kalender ein, den wir heute fast weltweit nutzen. Doch nicht alle Kirchen zogen mit. Viele orthodoxe Kirchen, etwa in Serbien, Russland oder Äthiopien, blieben aus Tradition und religiöser Überzeugung beim alten System. Heute beträgt die Differenz genau 13 Tage. Deshalb fällt der 25. Dezember des julianischen Kalenders auf unseren 7. Januar.

Stille, Fasten und das Licht der Sterne

In meiner Arbeit als Redakteur für Brauchtum begegne ich oft der Frage: „Ist das nicht einfach dasselbe Fest, nur später?“ Die Antwort lautet: Ja und Nein. Die religiöse Bedeutung ist identisch, doch die Atmosphäre unterscheidet sich oft deutlich vom kommerziellen Trubel im Dezember.

  • Die spirituelle Vorbereitung: Dem Fest geht eine 40-tägige Fastenzeit voraus. Es geht um Verzicht und Besinnung, nicht um den Konsumrausch.

  • Das Heilige Abendmahl: Am Vorabend (6. Januar) wird oft ein Festmahl mit zwölf fleischlosen Gerichten serviert – symbolisch für die zwölf Apostel.

  • Der erste Stern: Das Essen beginnt traditionell erst, wenn der erste Stern am Abendhimmel erscheint – eine wunderbare Erinnerung an den Stern von Bethlehem.

Orthodoxes Leben im DACH-Raum

Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieses „späte Weihnachten“ längst Teil unserer Kulturlandschaft. In Städten wie Wien oder Frankfurt feiern Zehntausende Gläubige in prachtvoll geschmückten Kirchen. Es ist eine Zeit, in der die Vielfalt unserer Gesellschaft besonders sichtbar wird. Es ist keine Trennung, sondern eine Einladung, die Weihnachtsgeschichte ein zweites Mal zu erleben.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum 7. Januar

  • Warum feiern nicht alle Orthodoxen am 7. Januar?

    Einige orthodoxe Kirchen (z. B. die griechische oder rumänische) nutzen den „Neu-Julianischen Kalender“, der bis zum Jahr 2800 dem gregorianischen entspricht. Sie feiern also am 25. Dezember.

  • Wann verschiebt sich das Datum erneut?

    Da der julianische Kalender weiterhin „ungenau“ ist, wird das Fest ab dem Jahr 2100 erst am 8. Januar gefeiert.

  • Gibt es auch ein „altes Neujahr“?

    Ja, wer nach dem julianischen Kalender feiert, begeht das Neujahrsfest oft in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar.

  • Welche Länder feiern offiziell am 7. Januar?

    Unter anderem Äthiopien, Ägypten (Kopten), Georgien, Serbien, die Ukraine (teils) und Russland.

Ein Fest der Kontraste

Obwohl die starre Festhaltung an alten Kalendern die christliche Welt in zwei Termine spaltet und die Organisation in einer globalisierten Welt erschweren kann, bewahrt sie gleichzeitig einen wertvollen kulturellen Anker vor dem Vergessen. In einer Zeit der ständigen Beschleunigung wirkt das späte Weihnachtsfest wie eine heilsame Atempause, die uns zur Ruhe zwingt. Genau das zeigt, dass Traditionen nicht logisch sein müssen, um dem Leben Sinn zu verleihen.

Wird die julianische Tradition in einer zunehmend digitalen Welt bestehen bleiben oder werden sich die Kalender irgendwann angleichen? Die Geschichte lehrt uns, dass Glaube oft beständiger ist als jedes wissenschaftliche Update.

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Weihnachten nach dem Julianischen Kalender im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Kirchenkalender, Österreich.

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