Dreikönigstag
Am 19. Januar ist der Dreikönigstag. Epiphanie: Wie ein alter Feiertag bis heute Menschen verbindet. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Januar statt.
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Wussten Sie, dass für viele Menschen die Weihnachtszeit erst am 19. Januar wirklich endet? Wenn die Tage stiller werden und der Winter seinen härtesten Frost zeigt, feiern christliche Gemeinden einen der ältesten Feiertage überhaupt: den Dreikönigstag, auch Epiphanie genannt. Ein Fest voller Geschichte, Wärme und lebendigem Brauchtum.
Was wird am Dreikönigstag gefeiert?
Der Dreikönigstag erinnert an zwei zentrale Ereignisse aus der christlichen Tradition:
Die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland in Bethlehem
Die Taufe Jesu im Jordan
Während westliche Kirchen stärker die Heiligen Drei Könige hervorheben, steht in orthodoxen Kirchen die Taufe und das Wirken Gottes im Mittelpunkt. Beide Traditionen teilen jedoch dieselbe Botschaft: Offenbarung, Hoffnung und ein Neubeginn.
Die Taufe Jesu: Beginn eines neuen Weges
Die biblischen Texte berichten: Jesus lässt sich von Johannes im Jordan taufen. Beim Auftauchen aus dem Wasser öffnet sich der Himmel, eine Taube erscheint, und eine Stimme spricht:
„Dies ist mein geliebter Sohn.“
Für viele Gläubige ist dies der symbolische Startpunkt von Jesu Wirken. Die Taufe gilt bis heute als zentrales Ritual des Glaubens – ein Zeichen dafür, dass jeder Mensch einen neuen Weg beginnen kann.
Orthodoxe Traditionen: Mut im eiskalten Wasser
In orthodox geprägten Ländern wie Russland, Griechenland oder Serbien spielt Wasser eine besonders starke Rolle. Flüsse, Seen oder speziell vorbereitete Eislöcher werden gesegnet. Viele Gläubige steigen anschließend in das kalte Wasser – ein eindrucksvoller Moment, der Reinheit, Mut und Erneuerung symbolisiert.
Die Heiligen Drei Könige: Kleine Gaben, große Bedeutung
Caspar, Melchior und Balthasar bringen drei Geschenke mit:
Gold – Zeichen für königliche Würde
Weihrauch – Ausdruck für Verehrung
Myrrhe – Hinweis auf Leid und Menschlichkeit
Ihre Reise steht sinnbildlich für Vielfalt und Offenheit: Menschen unterschiedlicher Herkunft folgen demselben Stern.
Sternsinger: gelebte Nächstenliebe im deutschsprachigen Raum
Die Sternsingeraktion ist eine der größten Hilfsinitiativen von Kindern weltweit. Besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz ziehen Kinder in königlichen Gewändern von Haus zu Haus, singen oder sprechen kurze Verse und schreiben den Segensspruch über die Tür:
20 + C + M + B + 24
(Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus)
Viele Familien freuen sich jedes Jahr auf diesen Besuch. Die gesammelten Spenden unterstützen Projekte für Kinder in vielen Ländern.
Historischer Hintergrund: Wie Epiphanie zum eigenen Feiertag wurde
Bereits im 2. Jahrhundert wurde ein Fest der „Erscheinung Gottes“ gefeiert. Erst später – im 4. Jahrhundert – trennten sich die Feierlichkeiten von Weihnachten. Seitdem steht der 6. Januar für die „Offenbarung“ und die Geschichten, die Hoffnung schenken sollten.
Dreikönigstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Je nach Region hat der 6. Januar unterschiedliche Bedeutung:
Deutschland
Gesetzlicher Feiertag in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt
Gottesdienste, Krippenspiele und Sternsingeraktionen prägen den Tag
In einigen Gegenden endet offiziell die Weihnachtszeit: Christbäume werden abgebaut oder verbrannt
Österreich
In vielen Bundesländern schul- und arbeitsfrei
Bekannte Tradition: „Dreikönigsweihe“ von Wasser, Salz oder Kreide
Mancherorts wird erst jetzt die Krippe abgebaut
Schweiz
In mehreren Kantonen gesetzlicher Feiertag
Beliebt: der Dreikönigskuchen, in dem eine kleine Figur versteckt ist
Wer sie findet, wird für einen Tag „König“ oder „Königin“
Diese Vielfalt zeigt, wie eng Alltag, Kultur und Religion miteinander verwoben sind.
FAQ zum Dreikönigstag
Warum schreiben Sternsinger Kreide über die Tür?
Der Segensspruch soll das Haus im neuen Jahr schützen und an den Besuch der Könige erinnern.
Warum feiern manche Kirchen an diesem Tag die Taufe Jesu?
In der orthodoxen Tradition ist die Taufe Jesu das zentrale Ereignis der „Offenbarung Gottes“.
Was bedeutet „Epiphanie“?
Epiphanie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Erscheinung“ oder „Offenbarung“.
Wann endet die Weihnachtszeit wirklich?
Je nach Tradition am 6. Januar oder am darauffolgenden Sonntag (Taufe des Herrn) oder am 19. Januar (orthodoxe).
Warum gibt es Dreikönigskuchen?
Der Brauch erinnert spielerisch an die Suche nach dem „König“ – eine Tradition, die in mehreren europäischen Ländern beliebt ist.
Mal sehen, was kommt
Der Dreikönigstag ist weit mehr als das Ende der Weihnachtszeit. Er verbindet Menschen über Grenzen hinweg – durch alte Geschichten, mutige Rituale und warme Traditionen. Ob im Duft von Weihrauch, im kalten Wasser eines Flusses oder im Lächeln eines Sternsingerkindes: Die Botschaft bleibt dieselbe – Hoffnung und Zusammenhalt.
Welche Tradition verbinden Sie persönlich mit dem 19. Januar?
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Dreikönigstag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Kirchenkalender, Russland, Ukraine, Volksfestkalender, Österreich.
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