
Ein starker Moment vor der Fastenzeit
Wussten Sie, dass die orthodoxe Kirche die Fastenzeit mit einem besonderen Ritual beginnt? Am letzten Tag der Faschingswoche feiern Gläubige den Vergebungs-Sonntag – einen Tag, der nicht nur liturgisch bedeutsam ist, sondern Herzen öffnet und Beziehungen heilt.
Ursprung und Bedeutung
Der Vergebungs-Sonntag ist Teil der christlich-orthodoxen Tradition und markiert den Übergang in die Fastenzeit.
Gläubige bitten einander um Verzeihung – für Worte, die verletzten, für Taten, die enttäuschten, für das, was ungesagt blieb.
Die Botschaft ist universell: Versöhnung beginnt mit Demut und schafft Raum für einen Neuanfang.
Historischer Hintergrund
Der Brauch geht auf die frühe Kirche zurück und ist fest im orthodoxen Kirchenjahr verankert.
In vielen Gemeinden wird der Tag mit einem besonderen Gottesdienst begangen, oft mit dem Ritual der gegenseitigen Verbeugung und dem Satz: „Vergib mir.“
Auch in deutschsprachigen Ländern mit orthodoxen Gemeinden – etwa in Wien, Zürich oder Berlin – wird dieser Tag gepflegt und verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Vergebung im Alltag
Warum bis zum Vergebungs-Sonntag warten?
Schon Jesus mahnte: „Schließ Frieden mit deinem Bruder, solange du mit ihm auf dem Weg bist.“
Vergebung kennt keine Kalendergrenzen – sie kann jederzeit beginnen.
Ein einfaches „Es tut mir leid“ oder „Ich vergebe dir“ kann eine Last nehmen und Frieden schenken.
Vergebung als Haltung
In Matthäus 6,14 heißt es: „Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch auch euer himmlischer Vater vergeben.“
Vergebung ist mehr als ein Ritual – sie ist eine Haltung, die Mut und Aufrichtigkeit verlangt.
Sie befreit nicht nur den anderen, sondern auch uns selbst.
Bedingungslose Vergebung
Petrus fragte einst: „Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben? Bis zu sieben Mal?“
Jesu Antwort: „Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal.“
Diese Zahl steht für grenzenlose Vergebung – ein Ideal, das fordert, aber auch beflügelt.
Moderne Perspektive
Heute wird der Vergebungs-Sonntag nicht nur in Kirchen begangen. Viele Menschen nutzen ihn als Anlass für:
persönliche Gespräche mit Familie oder Freunden
das Klären alter Konflikte
einen bewussten Start in die Fastenzeit oder einen neuen Lebensabschnitt
FAQ – Häufige Fragen
Wann findet der Vergebungs-Sonntag statt?
Immer am letzten Sonntag vor Beginn der orthodoxen Fastenzeit.
Wo wird er gefeiert?
Vor allem in orthodoxen Kirchen weltweit, auch in Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Muss man orthodox sein, um teilzunehmen?
Nein – die Botschaft der Versöhnung ist universell und kann von jedem gelebt werden.
Wie kann ich den Tag begehen?
Durch ein Gespräch, eine kleine Geste oder ein bewusstes „Ich vergebe dir“.
Die Zukunft steht uns offen
Der Vergebungs-Sonntag erinnert uns daran, dass wahre Versöhnung nicht an Kalenderdaten gebunden ist. Jeder Tag kann der richtige sein, um Frieden zu schließen – mit anderen und mit sich selbst.
Vielleicht ist heute der Moment für ein „Es tut mir leid“ oder ein „Ich vergebe dir“.
👉 Teilen Sie diesen Artikel mit Freunden oder in sozialen Medien.
👉 Speichern Sie diese Seite, um keine wichtigen Feier- und Gedenktage zu verpassen.
👉 Entdecken Sie unsere weiteren Artikel rund um Traditionen, Kultur und Feiertage.
Mach mehr aus diesem Tag! 💡
Egal ob für deinen Content, dein Team или deinen Unterricht – dieser Feiertag ist der perfekte Aufhänger. Damit du das ganze Jahr über keine Termine verpasst, haben wir etwas für dich: Unseren interaktiven Monatsplaner mit Direktlinks zu allen Hintergründen. 👉 Jetzt kostenlos herunterladen
Vergebungs-Sonntag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Kirchenkalender, Russland, Ukraine, Volksfestkalender.
Was wird zusammen mit dem Vergebungs-Sonntag gefeiert?
Ein Tag, der Europa veränderte...
Ein Symbol der Einheit und Stärke...
Offizieller Feiertag...








