Tag des Rahmkuchens in Island
Am 16. Februar ist der Tag des Rahmkuchens in Island. Bolludagur. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.

Stellen Sie sich vor: Ein ganzer Montag, an dem Kinder ihre Eltern mit bunten Stäben necken und überall im Land Berge von gefüllten Sahnebrötchen warten. Genau das ist Bolludagur – ein Feiertag, der Genuss, Humor und Tradition vereint.
Was steckt hinter Bolludagur?
Bolludagur wird jedes Jahr am Montag vor Aschermittwoch gefeiert. Er markiert den Auftakt zur Fastenzeit und ist Teil einer ganzen Festwoche, die in Island mit „Sprengidagur“ (Dienstag) und „Öskudagur“ (Aschermittwoch) weitergeht.
Der Name leitet sich aus dem Dänischen und Norwegischen ab und wurde im 19. Jahrhundert in Island übernommen. Im Mittelpunkt stehen die luftigen Bollur – kleine Brötchen aus Brand- oder Biskuitteig, gefüllt mit Sahne, Marmelade oder moderneren Varianten wie Beerencreme oder Karamell.
Kinderlachen und bunte Stäbe
Ein besonderer Brauch macht Bolludagur unvergesslich: Kinder basteln farbenfrohe „Bolludagsvöndur“, kleine Holzstäbe mit buntem Papier. Am frühen Morgen schleichen sie ins Schlafzimmer der Eltern, tippen sie an und rufen: „Bolla! Bolla! Bolla!“
Jeder Ruf bedeutet ein Brötchen als Belohnung. Diese spielerische Tradition sorgt für Schmunzeln und verbindet Generationen.
Ein Fest, das das ganze Land bewegt
Nicht nur Familien, auch Büros, Schulen und Cafés sind an diesem Tag voller Bollur. Die wohl häufigste Frage lautet:
„Hast du heute schon ein Brötchen gegessen?“
Bäckereien backen tausende Sahnebrötchen
Viele Familien probieren eigene Rezepte
Klassisch mit Schokolade oder kreativ mit Vanille, Beeren oder Karamell
Schätzungen zufolge werden am Bolludagur über eine Million Brötchen verzehrt – eine beeindruckende Zahl für ein Land mit etwas mehr als 300.000 Einwohnern.
Historischer und kultureller Hintergrund
Bolludagur ist eng mit der christlichen Fastenzeit verbunden. Während in Mitteleuropa Karnevalsumzüge dominieren, entwickelte Island seine eigene, kulinarisch geprägte Tradition. In den langen, dunklen Wintern bot der Tag eine willkommene Gelegenheit, Freude und Gemeinschaft zu erleben. Heute ist er ein Symbol für Zusammenhalt und Lebensfreude – und längst auch ein touristisches Highlight für Island-Besucher.
Kleine Auszeit vom Alltag
Ob mit Freunden, Familie oder Kollegen: Bolludagur schenkt einen Moment Leichtigkeit. Der Duft frischer Brötchen, das Lachen der Kinder und die bunten Stäbe machen diesen Montag zu einem Fest für alle Sinne. Gerade in den dunklen Wintermonaten bringt er Farbe und Wärme ins Leben.
FAQ zu Bolludagur
Wann wird Bolludagur gefeiert?
Immer am Montag vor Aschermittwoch. Das genaue Datum ändert sich jedes Jahr.
Was sind Bollur?
Gefüllte Brötchen aus Brand- oder Biskuitteig, klassisch mit Sahne und Schokolade, heute auch in modernen Varianten.
Welche Bedeutung hat der „Bolludagsvöndur“?
Der bunt verzierte Stab ist ein Symbol für kindliche Freude. Mit jedem „Bolla“-Ruf fordern Kinder spielerisch ein Brötchen ein.
Kann man Bolludagur auch außerhalb Islands feiern?
Ja, viele isländische Familien im Ausland pflegen die Tradition. Rezepte sind leicht nachzubacken und bringen ein Stück Island nach Hause.
Gibt es ähnliche Bräuche in Europa?
In Skandinavien gibt es vergleichbare „Fastelavn“-Bräuche mit süßem Gebäck, während in Mitteleuropa der Karneval im Vordergrund steht.
Was bringt die Zukunft?
Bolludagur ist mehr als ein Tag voller Sahnebrötchen – er ist ein Stück isländischer Kultur, das Humor, Genuss und Gemeinschaft verbindet. Er zeigt, wie kleine Traditionen große Wirkung entfalten können.
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Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Island, Kulinarische Tage.
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