Tag der Konkordanz in Italien

Am 11. Februar ist der Tag der Konkordanz in Italien. Eine historische Wende. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.

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Feiern Sie den Tag der Konkordanz in Italien und gedenken Sie der historischen Unterzeichnung der Lateranverträge.

Der 11. Februar 1929: Wie die Lateranverträge Geschichte schrieben

Stellen Sie sich einen grauen, regnerischen Montagnachmittag in Rom vor. Die Stimmung auf dem Campidoglio ist angespannt, doch gleich wird eine Nachricht die Welt aufhorchen lassen. Es ist der 11. Februar 1929. Francesco Boncompagni Ludovisi, der Gouverneur von Rom, tritt vor die Menge. Er verkündet das Ende eines Konflikts, der Italien fast 60 Jahre lang gespalten hatte.

An diesem Tag wurde nicht nur ein Vertrag unterzeichnet – es war die Geburtsstunde der Vatikanstadt, wie wir sie heute kennen. Doch was genau geschah hinter den verschlossenen Türen des Lateranpalastes?

Das Ende der „Römischen Frage“

Um die Bedeutung dieses Tages zu verstehen, müssen wir zurückblicken. Seit 1870 befanden sich der italienische Staat und die katholische Kirche in einer tiefen Krise. Italien hatte Rom eingenommen und zur Hauptstadt erklärt. Der Papst verlor seinen Kirchenstaat und zog sich aus Protest hinter die Mauern des Vatikans zurück.

Fast sechs Jahrzehnte lang betrachteten sich die Päpste als „Gefangene im Vatikan“. Sie weigerten sich, den italienischen Staat anzuerkennen. Für gläubige Italiener war dies eine Zerreißprobe zwischen ihrer Nationalität und ihrem Glauben.

Ein Händedruck, der die Weltkarte veränderte

Die Lösung brachte ein geheimes Treffen im Lateranpalast. Um Punkt 12:00 Uhr setzten zwei ungleiche Partner ihre Unterschrift unter ein historisches Dokument:

  • Benito Mussolini: Der damalige italienische Ministerpräsident, der sich durch den Pakt politische Legitimation erhoffte.

  • Kardinal Pietro Gasparri: Der Staatssekretär von Papst Pius XI., der die Unabhängigkeit der Kirche sichern wollte.

Diese Einigung ging als die Lateranverträge in die Geschichte ein. Sie beendeten das Schweigen zwischen den beiden Mächten und schufen klare Verhältnisse.

Was stand in den Lateranverträgen?

Die Verträge waren ein diplomatisches Meisterwerk und bestanden aus drei zentralen Säulen, die bis heute nachwirken:

  1. Die Gründung der Vatikanstadt: Italien erkannte die volle Souveränität des Heiligen Stuhls an. Ein nur 0,44 Quadratkilometer großes Gebiet wurde zum unabhängigen Staat erklärt – der kleinste Staat der Welt war geboren.

  2. Finanzielle Entschädigung: Als Ausgleich für die verlorenen Gebiete des ehemaligen Kirchenstaates zahlte Italien eine hohe Summe an die Kirche.

  3. Das Konkordat: Dieser Teil regelte die Rolle der Religion im Alltag, etwa im Eherecht oder im Schulunterricht, und schrieb den Katholizismus damals als Staatsreligion fest (dies wurde später 1984 reformiert).

Warum ist das heute noch wichtig?

Wenn Sie heute den Petersplatz betreten, überqueren Sie eine unsichtbare, aber völkerrechtlich bedeutende Grenze. Dank der Lateranverträge ist der Vatikan kein Stadtteil Roms, sondern ein eigenständiges Völkerrechtssubjekt. Das ermöglicht dem Papst, unabhängig von italienischer Politik diplomatische Beziehungen in aller Welt zu pflegen.

Die Einigung von 1929 wurde nach dem Zweiten Weltkrieg sogar in die Verfassung der Italienischen Republik (Artikel 7) aufgenommen. Sie bleibt das Fundament für das friedliche Nebeneinander von Kirche und Staat in Italien.

Häufige Fragen zu den Lateranverträgen

Warum heißt es „Lateranverträge“?

Der Name leitet sich vom Ort der Unterzeichnung ab: dem Lateranpalast. Er gehört zur Lateranbasilika, der eigentlichen Kathedrale des Papstes als Bischof von Rom.

War der 11. Februar ein Feiertag?

Lange Zeit wurde der Jahrestag als „Tag der Versöhnung“ begangen. Heute ist er kein gesetzlicher Feiertag mehr, bleibt aber ein historisch bedeutsames Datum für den Vatikan und Italien.

Gelten die Verträge noch heute uneingeschränkt?

Der Kern (die Unabhängigkeit des Vatikans) gilt unverändert. Das Konkordat (die inhaltliche Zusammenarbeit) wurde jedoch 1984 modernisiert, um der weltanschaulichen Neutralität des modernen Staates gerecht zu werden.

Die Zukunft steht uns offen

Der 11. Februar 1929 markiert einen Wendepunkt. Aus Feinden wurden Nachbarn. Die Lateranverträge lösten einen komplexen historischen Konflikt und gaben dem Papsttum seinen Platz auf der modernen Weltkarte.

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Tag der Konkordanz in Italien im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Italien.

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