Nationaler Gedenktag der Exilanten und Foibe

Am 10. Februar ist der Nationaler Gedenktag der Exilanten und Foibe. Giorno del Ricordo. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Februar statt.

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Gedenken Sie am Nationalen Gedenktag der Exilanten und Foibe (Giorno del ricordo) der tragischen Ereignisse der Foibe-Massaker und des julisch-dalmatinischen Exodus.

Ein Tag des Erinnerns und Mahnens

Der Giorno del Ricordo (Tag der Erinnerung) ist ein bedeutender italienischer Gedenktag, der jedes Jahr am 10. Februar begangen wird. Er erinnert an die Foibe-Massaker sowie an den Exodus der italienischen Bevölkerung aus Julisch-Dalmatien nach dem Zweiten Weltkrieg. Eingeführt wurde er am 30. März 2004 durch das Gesetz Nr. 92, um „die Erinnerung an die Tragödie der Italiener und aller Opfer der Foibe, an den Exodus der Istrier, Fiumaner und Dalmatiner sowie an die komplexen Geschehnisse an der Ostgrenze zu bewahren und zu erneuern“.

Historischer Hintergrund

Zwischen dem 8. September 1943 – dem Inkrafttreten des Waffenstillstands von Cassibile – und dem 10. Februar 1947, dem Tag der Unterzeichnung der Pariser Friedensverträge, kam es in den Regionen Istrien, Rijeka (Fiume), Dalmatien und angrenzenden Gebieten zu schweren Repressionen. Viele Menschen wurden Opfer der sogenannten Foibe-Massaker – Massenhinrichtungen, bei denen Opfer in Karstschächte gestürzt wurden.

Mit dem Pariser Vertrag wurden große Teile der zuvor italienischen Gebiete – darunter Istrien, der Kvarner, Zadar und der größte Teil von Venezia Giulia – an das damalige Jugoslawien abgetreten. Für Hunderttausende bedeutete dies den Verlust ihrer Heimat.

Die Gedenkmedaille – Symbol der Anerkennung

Ein zentrales Element des Gedenktags ist die Verleihung einer Gedenkmedaille an Angehörige der Opfer. Sie würdigt Menschen, die in der genannten Zeit unterdrückt oder getötet wurden – mit Ausnahme jener, die in nicht-italienischen Formationen kämpften.

Erinnerungskultur heute

In Italien finden am 10. Februar landesweit Gedenkveranstaltungen, Kranzniederlegungen und Bildungsprojekte statt. Schulen thematisieren die Ereignisse im Geschichtsunterricht, und Zeitzeugenberichte werden in den Medien veröffentlicht. Auch außerhalb Italiens – etwa in Gemeinden mit italienischer Diaspora – wird der Tag begangen.

Für Leser im deutschsprachigen Raum bietet der Giorno del Ricordo eine Gelegenheit, Parallelen zu eigenen Gedenktagen wie dem Volkstrauertag oder dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zu ziehen. Er erinnert daran, dass Vertreibung, Gewalt und Verlust keine nationalen, sondern universellen Erfahrungen sind.

Warum dieser Tag wichtig bleibt

Der Giorno del Ricordo ist mehr als ein Blick zurück – er ist ein Appell an die Gegenwart. Er mahnt, die Schrecken des Krieges nicht zu vergessen und Frieden, Dialog und Versöhnung aktiv zu fördern.

Was bringt die Zukunft? Der 10. Februar steht für Erinnerung, Anerkennung und die Verpflichtung, aus der Geschichte zu lernen. Er verbindet historische Fakten mit einer Botschaft, die über Grenzen hinausreicht.

Offene Frage:

Welche Lehren ziehen wir heute aus den Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Versöhnung – und wie können wir sie an kommende Generationen weitergeben?

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Nationaler Gedenktag der Exilanten und Foibe im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Italien, Jahrestage.

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