Dreizehnte Nacht – Þrettándinn
Am 6. Januar ist der Dreizehnte Nacht – Þrettándinn. Wenn Island und Schweden die Weihnachtszeit mit Feuer und Tanz verabschieden. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Januar statt.
Am 6. Januar ist der Dreizehnte Nacht – Þrettándinn. Wenn Island und Schweden die Weihnachtszeit mit Feuer und Tanz verabschieden. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Januar statt.

Haben Sie schon einmal erlebt, wie ein ganzes Land die Weihnachtszeit mit Feuer und Tanz verabschiedet? Am 6. Januar, der Dreizehnten Nacht – auf Isländisch Þrettándinn –, endet die festliche Saison offiziell. Während viele in Mitteleuropa den Dreikönigstag kennen, entfaltet dieser Tag in Island und Schweden eine ganz eigene Magie.
Lagerfeuer: In vielen Orten lodern große Feuer, die symbolisch das Alte verbrennen und Hoffnung auf ein helles neues Jahr schenken.
Volkstänze & Musik: Menschen in traditionellen Trachten tanzen, singen und feiern – ein lebendiges Volksfest.
Feuerwerk: Bunte Raketen erhellen die dunkle Winterlandschaft und begeistern Jung und Alt.
Ritual des Loslassens: Manchmal werden alte Dekorationen verbrannt – ein sichtbares Zeichen des Neubeginns.
Der 6. Januar war ursprünglich der wichtigste Weihnachtstag der römischen Kirche: das Fest der Offenbarung (Epiphanie). Erst im 4. Jahrhundert verlagerte sich die Feier auf den 25. Dezember. Seitdem gilt der 6. Januar als Tag der Taufe Christi und der Heiligen Drei Könige. Die Synode von Tours (567) legte diese Trennung offiziell fest – ein Meilenstein im Kirchenjahr.
In Island und Schweden entwickelte sich daraus ein Brauchtum, das bis heute lebendig ist. Besonders in Island, wo die Winter lang und dunkel sind, schenken Feuer und Gemeinschaft Licht und Wärme.
Warum ist Þrettándinn heute noch wichtig?
Er bietet einen Moment der Besinnung nach den Feiertagen.
Er markiert den Übergang ins neue Jahr.
Er stärkt das Gefühl von Gemeinschaft in einer schnelllebigen Welt.
In Island wird Þrettándinn oft als „Lichterfest“ bezeichnet – ein Symbol für die Rückkehr des Lichts.
In Schweden heißt der Tag Trettondagsafton. Beliebt ist der Dreikönigskuchen (Trettondagskaka) mit einer versteckten Bohne: Wer sie findet, wird für einen Tag „König“ oder „Königin“.
Feuerwerke hatten früher auch eine Schutzfunktion: Man glaubte, die Lichter vertreiben böse Geister.
1. Wird Þrettándinn auch in Deutschland gefeiert?
Nein, hier steht der Dreikönigstag im Vordergrund. Doch die Bräuche in Island und Schweden sind kulturell spannend und inspirierend.
2. Kann man als Tourist teilnehmen?
Ja, viele Gemeinden in Island und Schweden laden Besucher zu Lagerfeuern, Tänzen und Festessen ein.
3. Gibt es Sicherheitsregeln bei den Feuern?
Ja, moderne Veranstaltungen achten auf Brandschutz und Umweltaspekte, sodass Tradition und Sicherheit Hand in Hand gehen.
4. Welche Bedeutung hat das Feuerwerk heute?
Es ist vor allem ein festlicher Höhepunkt, bleibt aber symbolisch mit Schutz und Erneuerung verbunden.
Þrettándinn ist mehr als ein Feiertag – er ist ein Fest des Übergangs, das Geschichte, Licht und Gemeinschaft verbindet. Vielleicht zeigt uns dieses Ritual, wie wichtig es ist, bewusst Abschied zu nehmen, bevor Neues beginnt.
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