Welt-Thrombosetag
Am 13. Oktober ist der Welt-Thrombosetag. Bewusstsein schaffen für eine stille Gefahr. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Oktober statt.

Was ist eine Thrombose?
Eine Thrombose entsteht, wenn sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Blutgefäß bildet und den Blutfluss behindert. Dies kann sowohl in Venen als auch in Arterien geschehen. Besonders gefährlich wird es, wenn sich das Gerinnsel löst und als Embolie lebenswichtige Organe wie Herz, Lunge oder Gehirn blockiert.
Warum der 13. Oktober wichtig ist
Seit 2014 wird der Welt-Thrombosetag jedes Jahr am 13. Oktober begangen – dem Geburtstag von Rudolf Virchow, einem deutschen Arzt, der als „Vater der modernen Pathologie“ gilt. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese oft unterschätzte Erkrankung zu schärfen.
Aktuell brennendste Fragen zu Thrombose
Die Diskussionen in sozialen Medien und Fachkreisen zeigen, dass Thrombose längst nicht nur ein medizinisches Thema ist, sondern auch gesellschaftliche Debatten prägt. Hier die 10 meistdiskutierten Fragen – mit Antworten auf Basis aktueller Studien und Beobachtungen:
1. Gibt es einen Zusammenhang zwischen COVID-Impfungen und Thrombosen?
Ja, aber differenziert:
Bei Vektorimpfstoffen (AstraZeneca, Johnson & Johnson) wurde das seltene Syndrom VITT/TTS beobachtet – eine Kombination aus Thrombosen und niedrigen Blutplättchen.
Die Häufigkeit liegt bei ca. 7–10 Fällen pro 1 Mio. Geimpften.
Bei mRNA-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer, Moderna) ist das Risiko extrem gering; einzelne Fallberichte existieren, gelten aber als nicht eindeutig belegt.
Wichtig: Das Risiko für Thrombosen ist nach einer COVID-Infektion selbst deutlich höher als nach einer Impfung.
2. Werden Blut- und Plasmaspenden auf Spike-Protein-Reste getestet?
Nein. Blutspenden werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf zahlreiche Infektionserreger (HIV, Hepatitis, Syphilis etc.) getestet, nicht jedoch auf Spike-Proteine. Fachgesellschaften betonen, dass kein Risiko für Empfänger besteht, da Spike-Proteine nicht infektiös sind und keine Übertragung durch Blutspenden nachgewiesen wurde.
3. Warum treten ungewöhnliche, faserige Blutgerinnsel seit 2020 häufiger auf?
Bestatter in den USA und UK berichten von weißen, faserigen Gerinnseln in Leichnamen seit 2021. Wissenschaftlich ist dieses Phänomen bisher nicht bestätigt. Hypothesen reichen von Post-COVID-Effekten über Impfreaktionen bis hin zu Umweltfaktoren. Es fehlen jedoch kontrollierte Studien.
4. Wie erkennt man Symptome einer Thrombose früh genug, besonders bei Immobilität?
Typische Anzeichen: Schwellung, Rötung, Wärmegefühl, Schmerzen im Bein.
Bei Flugreisen oder Gipsverbänden steigt das Risiko.
Vorbeugung: Bewegung, viel trinken, ggf. Kompressionsstrümpfe.
Reisethrombosen sind selten (ca. 2 von 10.000 Langstreckenpassagieren), aber gefährlich, wenn sie zur Lungenembolie führen.
5. Sollte die Antikoagulation nach einer provokierten Thrombose länger dauern?
Die HI-PRO-Studie (2025) zeigt: Patienten mit „provozierter“ Thrombose (z. B. nach OP), die aber dauerhafte Risikofaktoren haben (Adipositas, COPD, chronische Entzündungen), profitieren von einer verlängerten Antikoagulation mit Apixaban. Das Rezidivrisiko sinkt deutlich.
6. Fördert COVID-19 selbst Thrombosen und Lungenembolien?
Ja. Studien zeigen:
Das Risiko für tiefe Venenthrombosen ist nach COVID-Infektion bis zu 6 Monate erhöht.
Das Risiko für Lungenembolien steigt um das 32-Fache in den ersten 30 Tagen.
Bei Long-COVID-Patienten wird eine Thromboinflammation beobachtet – eine Fehlregulation von Gerinnung und Immunabwehr.
7. Sind Thrombosen bei Jüngeren oder Schwangeren häufiger geworden?
Junge Menschen: Auch unter 40 treten Thrombosen auf, oft durch genetische Faktoren oder Lebensstil (Übergewicht, Rauchen, Pille).
Schwangere: Das Risiko ist im Wochenbett besonders hoch. Ärzte empfehlen Vorsorgechecks und ggf. prophylaktische Maßnahmen.
8. Können Spike-Proteine in Hirnarterien bis zu 17 Monate nach Impfung Thrombosen auslösen?
Eine japanische Studie (2025) fand bei 43,8 % geimpfter Schlaganfall-Patienten Spike-Protein in Hirnarterien, teils noch 17 Monate nach Impfung. Die Autoren fordern globale Replikationsstudien, da die Datenlage noch unsicher ist.
9. Was ist der Zusammenhang zwischen Krebs und Thrombose?
Rund 20 % aller Thrombosen sind mit einer Krebserkrankung verbunden.
Oft ist die Thrombose das erste Symptom einer noch unentdeckten Tumorerkrankung.
Besonders betroffen: Pankreas-, Magen-, Hirn- und Uteruskarzinome.
Experten fordern mehr Aufklärung, da viele Patienten diesen Zusammenhang nicht kennen.
10. Sind Thrombose-Strümpfe und Spritzen bei Reisen oder nach Verletzungen immer notwendig?
Für gesunde Menschen ist das Risiko gering.
Kompressionsstrümpfe senken das Risiko deutlich (von 22 auf 2 pro 1000 Passagiere).
Spritzen (Heparin) sind nur bei Hochrisikopatienten (z. B. nach OP, mit Vorerkrankungen) sinnvoll.
Was bringt die Zukunft?
Der Welt-Thrombosetag macht deutlich: Thrombose ist eine Volkskrankheit mit vielen Facetten – von klassischen Risikofaktoren bis hin zu neuen Fragen rund um COVID-19, Impfungen und Long-COVID.
👉 Frage an Sie: Welche dieser offenen Fragen beschäftigt Sie persönlich am meisten – und welche Vorsorgemaßnahmen könnten Sie in Ihrem Alltag umsetzen?
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Welt-Thrombosetag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Argentinien, Costa Rica, Gesundheit, Mexiko, Spanien, Uruguay, Welttage.
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