Weiberfastnacht

Am 12. Februar ist der Weiberfastnacht. Wenn Frauen das Zepter übernehmen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.

27. Februar 2025 - Donnerstag
12. Februar 2026 - Donnerstag
4. Februar 2027 - Donnerstag

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Von Krawattenabschneiden bis hin zu humorvollen Verkleidungen als Möhnen erleben Sie eine traditionsreiche und fröhliche Karnevalszeit, die in ausgelassener Feierlichkeit gipfelt.

Es ist Donnerstagmorgen, kurz vor elf. Die Anspannung steigt, Scheren werden gewetzt und in den Büros werden Krawatten nervös zurechtgerückt. Pünktlich um 11:11 Uhr ist es dann so weit: Der Straßenkarneval beginnt.

An Weiberfastnacht, auch „Altweiber“ oder in südlichen Regionen „Schmotziger Donnerstag“ genannt, steht die Welt kopf. Für einen Tag übernehmen die Frauen symbolisch das Kommando in Rathäusern und Büros. Doch woher kommt dieser wilde Brauch und was hat es mit den abgeschnittenen Krawatten wirklich auf sich?

Schnipp, schnapp, Krawatte ab!

Der wohl bekannteste Brauch an diesem Tag ist der Angriff auf die männliche Garderobe. Wenn Sie an diesem Donnerstag eine Krawatte tragen, leben Sie gefährlich.

Das Abschneiden des Schlipses ist ein symbolischer Akt der Entmachtung. Die Krawatte gilt als klassisches Symbol männlicher Autorität und bürgerlichen Ernstes. Indem die Frauen sie kürzen, heben sie die männliche Dominanz augenzwinkernd auf.

Die Regeln des Brauchtums:

  • Das Opfer: Nur die Krawatte wird gekürzt – das Hemd bleibt heil.

  • Die Entschädigung: Als Trostpflaster gibt es traditionell ein „Bützchen“ (ein Küsschen auf die Wange).

  • Der "Schaden": Rechtlich gesehen ist das Abschneiden eigentlich eine Sachbeschädigung. Im karnevalistischen Kontext gilt aber: Wer an diesem Tag Krawatte trägt, willigt stillschweigend in den Brauch ein. Tragen Sie also besser nicht Ihr teurstes Designer-Stück!

Von Wäscherinnen und Nonnen: Die Geschichte

Die Wurzeln der Weiberfastnacht reichen weit zurück und erzählen eine Geschichte weiblicher Emanzipation.

Zwar tanzten schon 1729 Kölner Nonnen in weltlicher Kleidung, doch der moderne „Sturm der Frauen“ hat seinen Ursprung oft im Jahr 1824 in Bonn-Beuel. Dort schlossen sich die Wäscherinnen zusammen. Während die Männer den Karneval feierten und die Frauen arbeiteten, legten die Wäscherinnen ihre Arbeit nieder, gründeten ein „Damenkomitee“ und feierten ihr eigenes Fest.

Was als kleiner Aufstand begann, entwickelte sich zu einer festen Institution im rheinischen Karneval. Die sogenannten „Möhnen“ (ursprünglich ältere Frauen oder Tanten) verkleideten sich bewusst altmodisch oder schrill, um gegen gesellschaftliche Normen und Einschränkungen zu rebellieren.

So wird heute gefeiert: Bräuche & Regionen

Weiberfastnacht ist keine reine Party, sondern gelebtes Kulturgut. Je nach Region gibt es unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Der Rathaussturm: In Städten wie Köln, Düsseldorf oder Mainz stürmen die „Jecken“ um 11:11 Uhr das Rathaus. Der Bürgermeister muss symbolisch den Stadtschlüssel abgeben – die Narren regieren bis Aschermittwoch.

  • Straßenkarneval: Nach der Arbeit (oder stattdessen) füllen sich die Kneipen und Plätze. Es wird geschunkelt, gesungen und „gebützt“.

  • Schmotziger Donnerstag: Im schwäbisch-alemannischen Raum (Süddeutschland und Schweiz) heißt der Tag oft „Schmotziger Donnerstag“ (von „schmotzig“ = fettig, bezogen auf in Fett gebackenes Gebäck wie Berliner/Krapfen). Hier stehen weniger die Krawatten, sondern eher Hexenumzüge und das Aufstellen des Narrenbaums im Fokus.

Häufige Fragen zur Weiberfastnacht

Ist Weiberfastnacht ein gesetzlicher Feiertag?

Nein, in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist dieser Tag ein normaler Arbeitstag. Allerdings geben viele Arbeitgeber im Rheinland ihren Mitarbeitern ab Mittag frei oder tolerieren Feiern am Arbeitsplatz. Einen rechtlichen Anspruch auf „karnevalsfrei“ gibt es jedoch nicht.

Wann findet Weiberfastnacht statt?

Der Tag fällt immer auf den Donnerstag vor Rosenmontag. Das Datum ist variabel, da es vom Ostertermin abhängt.

Dürfen Männer mitfeiern?

Absolut! Auch wenn die Frauen im Mittelpunkt stehen („Weiberfastnacht“), feiern Männer kräftig mit. Sie sollten nur ihre Krawatte nicht zu sehr lieben.

Ein Fest der Gemeinschaft

Ob als Ausdruck historischer Emanzipation oder einfach als Startschuss für die „fünfte Jahreszeit“: Weiberfastnacht verbindet. Inmitten von Konfetti und Musik zeigt sich, dass Traditionen lebendig bleiben, wenn man sie gemeinsam gestaltet.

Wie verbringen Sie diesen Tag?

Gehören Sie zum Team „Krawatte opfern“ oder greifen Sie selbst zur Schere? Verraten Sie es uns!

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Weiberfastnacht im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Frauen Kalender.

Was wird zusammen mit dem Weiberfastnacht gefeiert?

Politische Satire seit über 660 Jahren...

Ein Tag der Stärke, Erinnerung und Inspiration...

Wenn Tradition und Lebensfreude die Straßen erobern...

Ein Fest der Liebe, das Herzen bewegt...

Ein kurioser Feiertag für den Mett-Liebhaber...

Warum das Ende ein Moment der Freiheit ist...

Eine Frau, die für unsere Freiheit kämpfte...

Warum eine „illegale“ Wahlstimme bis heute die Welt bewegt...

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