Völkermord-Gedenktag an den Roma und Sinti in Polen
Am 2. August ist der Völkermord-Gedenktag an den Roma und Sinti in Polen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats August statt.
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Ein Tag gegen das Vergessen
Wussten Sie, dass am 2. August 1944 fast 3.000 Roma und Sinti im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden? Dieses Datum markiert eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte – und ist heute ein offizieller Gedenktag in Polen.
Hintergrund des Gedenktages
Datum: 2. August, jedes Jahr
Einführung: 2011 durch den polnischen Sejm (Parlament)
Anlass: Erinnerung an den Völkermord an Roma und Sinti, auch „Porajmos“ genannt
Ort der Zeremonien: Auschwitz-Birkenau, mit internationalen Gästen und Überlebenden
Seit den 1990er Jahren finden dort Trauerfeiern statt. Mit der offiziellen Anerkennung erhielt der Tag einen festen Platz in der polnischen Erinnerungskultur.
Bedeutung für die Gesellschaft
Der Gedenktag ist mehr als ein historisches Ritual. Er erinnert an:
Die systematische Verfolgung und Ermordung von Roma und Sinti durch das NS-Regime.
Die lange Zeit fehlende Anerkennung dieses Völkermords.
Die Verantwortung Europas, Minderheitenrechte zu schützen und Diskriminierung entgegenzutreten.
Er ist ein Mahnmal gegen das Vergessen – und ein Appell für Respekt und Vielfalt.
Traditionen und Zeremonien
Am 2. August versammeln sich Vertreter der Roma- und Sinti-Gemeinschaften, Politiker, Historiker und Bürger in Auschwitz-Birkenau.
Kranzniederlegungen und Schweigeminuten
Zeitzeugenberichte und Lesungen
Musikalische Beiträge, oft mit traditionellen Roma-Liedern
Diese Rituale schaffen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Historischer Kontext: Der Porajmos
Der Völkermord an den Roma und Sinti wird auch „Porajmos“ genannt, was „Verschlingen“ bedeutet. Schätzungen zufolge wurden bis zu 500.000 Roma und Sinti in Europa Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik. Lange blieb dieses Kapitel im Schatten der öffentlichen Erinnerung – erst in den letzten Jahrzehnten erhielt es mehr Aufmerksamkeit.
FAQ – Häufige Fragen
Warum gerade der 2. August?
An diesem Tag wurde 1944 das sogenannte „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau aufgelöst, die letzten dort verbliebenen Roma und Sinti wurden ermordet.
Wird der Gedenktag auch außerhalb Polens begangen?
Ja, auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es Gedenkveranstaltungen. Der 2. August wird zunehmend als internationaler Erinnerungstag anerkannt.
Was bedeutet „Porajmos“?
Es ist ein Begriff aus der Roma-Sprache und bezeichnet den Völkermord an Roma und Sinti während der NS-Zeit.
Welche Rolle spielt der Tag heute?
Er ist ein Symbol für die Anerkennung des Leidens der Roma und Sinti und ein Aufruf, Diskriminierung in der Gegenwart zu bekämpfen.
Was bringt die Zukunft?
Der 2. August ist ein Tag der Trauer, aber auch der Hoffnung: Hoffnung auf eine Gesellschaft, die Vielfalt achtet und Minderheiten schützt. Erinnerung ist kein Selbstzweck – sie ist ein Auftrag für die Zukunft.
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