Roma-Holocaust-Gedenktag
Am 2. August ist der Roma-Holocaust-Gedenktag. Erinnerung an den Porajmos. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats August statt.
Am 2. August ist der Roma-Holocaust-Gedenktag. Erinnerung an den Porajmos. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats August statt.

Wussten Sie, dass am 2. August 1944 innerhalb einer einzigen Nacht fast 3.000 Roma und Sinti – Männer, Frauen und Kinder – in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet wurden? Dieser Tag markiert eines der dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte und ist heute als Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma bekannt. Er erinnert an die Opfer des Porajmos, des Völkermordes an den Roma und Sinti während der NS-Zeit.
Der Begriff Porajmos bedeutet „Verschlingen“ und beschreibt die systematische Vernichtung der Roma und Sinti durch das NS-Regime.
Erst Jahrzehnte später wurde dieser Völkermord öffentlich anerkannt:
1961 erwähnte Adolf Eichmann die Ermordung von Roma und Sinti während seines Prozesses in Jerusalem.
In den 1960er- und 1970er-Jahren organisierten Aktivisten Protestaktionen, etwa in London, Bergen-Belsen und Dachau.
1982 erkannte Bundeskanzler Helmut Schmidt offiziell an, dass Roma und Sinti Opfer eines rassistisch motivierten Völkermords waren.
Heute wird der 2. August europaweit begangen:
Der Europarat und das Europäische Parlament würdigen die Opfer mit offiziellen Gedenkveranstaltungen.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz finden jedes Jahr Gedenkfeiern, Ausstellungen und Bildungsprojekte statt.
Mahnmale und Gedenkstätten – etwa in Berlin, Dachau oder Auschwitz – sind Orte des stillen Erinnerns.
Die Erinnerungskultur ist nicht nur ein Blick zurück, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft: Diskriminierung und Rassismus gegenüber Roma und Sinti bestehen bis heute. Der Gedenktag mahnt, wachsam zu bleiben und für eine offene Gesellschaft einzutreten.
Teilnahme an lokalen Gedenkveranstaltungen oder Ausstellungen.
Besuch von Gedenkstätten und Mahnmalen.
Weitergabe von Wissen an Kinder und Jugendliche, um Erinnerung lebendig zu halten.
Teilen von Artikeln und Informationen in sozialen Medien, um Aufmerksamkeit zu schaffen.
Warum ist der 2. August gewählt worden?
Weil in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 das sogenannte „Zigeunerlager“ in Auschwitz-Birkenau aufgelöst und fast 3.000 Menschen ermordet wurden.
Wie wird der Tag heute begangen?
Mit offiziellen Gedenkfeiern, Bildungsprojekten, Ausstellungen und Mahnveranstaltungen in vielen europäischen Ländern.
Was bedeutet „Porajmos“?
Es ist ein Begriff aus der Roma-Sprache und bedeutet „Verschlingen“. Er bezeichnet den Völkermord an Roma und Sinti durch die Nationalsozialisten.
Warum ist der Tag auch heute wichtig?
Weil er nicht nur an die Vergangenheit erinnert, sondern auch aktuelle Diskriminierung sichtbar macht und zum Handeln gegen Rassismus aufruft.
Der Roma-Holocaust-Gedenktag ist mehr als ein historisches Datum – er ist ein lebendiges Zeichen gegen das Vergessen und für die Zukunft Europas. Die Erinnerung an den Porajmos fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen und für eine Gesellschaft einzutreten, in der Vielfalt geschützt und geschätzt wird.
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