Tag des Schreiners
Am 19. März ist der Tag des Schreiners. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats März statt.
Am 19. März ist der Tag des Schreiners. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats März statt.

Haben Sie schon einmal den Duft von frisch gehobeltem Holz in einer Werkstatt eingeatmet? Es ist ein Geruch, der nach Heimat, Beständigkeit und echter Arbeit duftet. In einer Welt voller kurzlebiger Massenware steht ein Beruf wie kein anderer für Werte, die Generationen überdauern: das Schreinerhandwerk. Am 19. März feiern wir den „Tag des Schreiners“ – eine Hommage an ein Handwerk, das unsere Lebensräume seit Jahrtausenden prägt.
Der 19. März ist kein zufällig gewähltes Datum. Es ist der Gedenktag des Heiligen Josef von Nazareth.
Der Schutzpatron: In der christlichen Tradition gilt Josef, der Ziehvater Jesu, als der Prototyp des rechtschaffenen Handwerkers. Er war „Tekton“ – ein Begriff, der im antiken Kontext sowohl den Zimmermann als auch den Schreiner oder Baumeister umfasste.
Symbolik: Er verkörpert Tugenden wie Präzision, Geduld und die Verantwortung für das Geschaffene.
Regionale Bräuche: Besonders in Bayern, Österreich und der Schweiz ist der „Josefitag“ tief verwurzelt. Hier laden viele Betriebe zu Tagen der offenen Tür ein, um die Verbindung zwischen Tradition und Moderne zu zeigen.
Ob Sie nun vom „Schreiner“ oder vom „Tischler“ sprechen, hängt meist davon ab, wo Sie aufgewachsen sind. Während man im Süden Deutschlands, in der Schweiz und in weiten Teilen Österreichs den „Schreiner“ (abgeleitet von Schrein/Truhe) ruft, dominiert im Norden und Osten der „Tischler“.
Beide eint jedoch dasselbe Ziel: Die individuelle Gestaltung von Lebensraum. Heute umfasst das Portfolio weit mehr als nur Möbel:
Innenausbau und Fensterbau
Energetische Sanierung
Restauration historischer Schätze
Moderne Küchenplanung mit Hightech-Materialien
Das Schreinerhandwerk ist ein Schwergewicht der mittelständischen Wirtschaft. Laut Daten des Bundesverbandes Tischler Schreiner Deutschland erwirtschaften die über 120.000 Betriebe jährlich Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich.
Doch hinter den Zahlen steckt eine ökologische Botschaft. Wer sich heute für ein massives Möbelstück vom regionalen Profi entscheidet, investiert in Nachhaltigkeit. Holz bindet CO₂ langfristig, und ein handgefertigter Tisch muss nicht nach drei Umzügen ersetzt werden. Er erzählt stattdessen die Geschichte eines ganzen Lebens.
Wer glaubt, dass Schreiner nur mit Säge und Leim arbeiten, irrt. Moderne Werkstätten sind Innovationszentren. Hier treffen traditionelle Holzverbindungen auf computergesteuerte CNC-Fräsen und 3D-Planungstools. Diese Symbiose ermöglicht eine Präzision, die früher undenkbar war.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann ist der Tag des Schreiners? Er findet jährlich am 19. März statt, zeitgleich mit dem Josefitag.
Was ist der Unterschied zwischen Schreiner und Tischler? Es gibt fachlich keinen Unterschied. Die Begriffe sind regional bedingt: Schreiner (Süd), Tischler (Nord/Ost).
Warum ist Handarbeit teurer als Industrieware? Sie zahlen für die individuelle Planung, hochwertige Materialauswahl aus der Region und eine Langlebigkeit, die Massenprodukte nicht bieten können.
Bilden Schreiner heute noch aus? Ja, das Handwerk ist ein beliebter Ausbildungsberuf, der handwerkliches Geschick mit digitalem Know-how verbindet.
Gibt es spezielle Veranstaltungen am 19. März? Viele Innungen und Betriebe nutzen den Tag für Informationsveranstaltungen oder „Tage der offenen Werkstatt“.
Während der Fachkräftemangel und der Preisdruck durch Billigimporte das traditionelle Handwerk vor große Herausforderungen stellen, wächst gleichzeitig die Sehnsucht der Menschen nach authentischen, langlebigen und ökologisch unbedenklichen Produkten. Dies unterstreicht, dass die menschliche Komponente und das meisterliche Können gerade in einer digitalisierten Welt unersetzlich bleiben. Genau das zeigt der Tag des Schreiners jedes Jahr aufs Neue.
Wann haben Sie zuletzt die glatte Oberfläche eines handgefertigten Holzstücks berührt und die Qualität gespürt, die keine Maschine der Welt so kopieren kann?
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