Tag der Frau oder Tag der Myrrhe tragenden Frauen

Am 16. Mai ist der Tag der Frau oder Tag der Myrrhe tragenden Frauen. Orthodoxe feiern ihn am zweiten Sonntag nach Ostern. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Mai statt.

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Feiern Sie den Tag der Myrrhe tragenden Frauen, an dem Frauen wie Johanna, Maria und Salome geehrt werden, die eine wichtige Rolle in der christlichen Geschichte spielten.

Der Tag der Myrrheträgerinnen: Mehr als nur eine alte Tradition

Wussten Sie, dass die ersten Zeugen der Auferstehung Christi keine Männer waren? In einer Zeit, in der das Zeugnis von Frauen rechtlich kaum Gewicht hatte, bewiesen einige mutige Frauen eine Loyalität, die alles veränderte.

Der „Sonntag der Myrrheträgerinnen“ (auch Myrophoren genannt) wird am zweiten Sonntag nach dem orthodoxen Osterfest gefeiert. Er ist weit mehr als ein kirchlicher Gedenktag – er ist das christliche Pendant zum Weltfrauentag und feiert die weibliche Kraft, Treue und Entschlossenheit.

Wer waren die Myrrhe-tragenden Frauen?

In der Morgendämmerung machten sie sich auf den Weg: Maria Magdalena, Johanna, Salome, Maria (die Mutter des Jakobus), Martha, Maria von Bethanien und Susanna. Ihr Ziel war das Grab Jesu, um seinen Leichnam mit kostbaren Ölen und Myrrhe zu salben – ein letzter Liebesdienst unter Lebensgefahr.

Diese Frauen waren oft wohlhabend und unterstützten die Gemeinschaft finanziell. Doch ihre wahre Stärke lag in ihrer Furchtlosigkeit. Während die Jünger sich aus Angst vor Verfolgung versteckten, standen diese Frauen unter dem Kreuz und gingen als Erste zum Grab.

Die Rolle von Josef von Arimathäa und Nikodemus

Neben den Frauen ehrt die Kirche an diesem Tag zwei Männer, die gegen den Strom schwammen: Josef von Arimathäa und Nikodemus. Als Mitglieder des Hohen Rates riskierten sie ihre soziale Stellung, um für ein würdiges Begräbnis Jesu zu sorgen. Ihr Handeln zeigt, dass Mut keine Frage des Geschlechts, sondern der inneren Überzeugung ist.

Bedeutung für das heutige Publikum (35 bis 60 Jahre)

In der Lebensmitte hinterfragen viele von uns den Sinn von Traditionen. Dieser Gedenktag bietet konkrete Anknüpfungspunkte für den modernen Alltag:

  • Emotionale Stabilität: Die Frauen lehren uns, auch in dunklen Zeiten (wie Verlust oder Krisen) handlungsfähig zu bleiben und durch kleine, liebevolle Taten Sinn zu stiften.

  • Soziale Identität: Besonders in orthodoxen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz stärkt dieser Tag den Zusammenhalt der Frauen. Er würdigt das ehrenamtliche Engagement, das oft im Hintergrund stattfindet.

  • Generationen-Dialog: Der Tag ist ein idealer Anlass, um mit der älteren Generation über Familienerinnerungen zu sprechen oder der jüngeren Generation Werte wie Zivilcourage zu vermitteln.

Wirtschaftliche und regionale Aspekte

In Regionen mit großen orthodoxen Gemeinden (wie Berlin, Wien oder Zürich) gewinnt dieser Tag an Bedeutung:

  1. Einzelhandel: Floristen und Konditoreien profitieren, da es Tradition ist, den Frauen in der Gemeinde Blumen oder kleine Aufmerksamkeiten zu schenken.

  2. Gastronomie: Familiäre Zusammenkünfte nach dem Gottesdienst füllen lokale Restaurants.

  3. Kultur: Kirchenführungen und orthodoxe Chorkonzerte ziehen kulturinteressierte Menschen an und fördern den Tourismus.

Regionale Wahrnehmung und Generationen-Check

Während die Generation der 50- bis 60-Jährigen oft die liturgische Strenge und das Fasten betont, sieht die Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen in diesem Tag ein Symbol für Female Empowerment. Es geht weg von der reinen Opferrolle hin zur Anerkennung der Frau als tragende Säule der Gesellschaft und Kirche.

Ein kleiner Streitpunkt: Gelegentlich wird diskutiert, ob dieser kirchliche Feiertag den säkularen Frauentag im März ersetzen sollte. Die Antwort der meisten Gläubigen: Er ergänzt ihn um eine tiefere, spirituelle Dimension.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann ist der Tag der Myrrheträgerinnen?

Er findet immer am zweiten Sonntag nach dem orthodoxen Osterfest (Pascha) statt. Da sich das Osterdatum jährlich verschiebt, variiert auch dieser Gedenktag.

Warum brachten die Frauen Myrrhe mit?

Myrrhe wurde in der Antike zur Einbalsamierung genutzt. Sie symbolisiert sowohl den Tod als auch die Unvergänglichkeit.

Gilt dieser Tag nur für orthodoxe Christen?

Obwohl er eine orthodoxe Tradition ist, finden die Figuren der Myrrhe-tragenden Frauen (wie Salome und Johanna) mittlerweile auch in anderen Konfessionen, wie der Episkopalkirche, Beachtung.

Was schenkt man an diesem Tag?

Traditionell werden Frauen Blumen geschenkt. Es geht um eine Geste der Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit und Liebe.

Zwischen gestern und morgen

Während die starren Strukturen der Geschichte Frauen oft in den Schatten stellten, leuchtet der Tag der Myrrheträgerinnen als zeitloses Mahnmal für ihren unersetzlichen Mut und ihre Intuition hervor. Diese Dualität erinnert daran, dass wahre Autorität nicht durch Titel, sondern durch Taten und Beständigkeit erlangt wird. Genau das macht diesen Tag heute so relevant wie vor zweitausend Jahren.

Welche Frau in Ihrem Leben beeindruckt Sie durch ihren stillen Mut? Vielleicht ist heute der richtige Tag, um ihr einfach „Danke“ zu sagen.

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Tag der Frau oder Tag der Myrrhe tragenden Frauen im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Frauen Kalender.

Was wird zusammen mit dem Tag der Frau oder Tag der Myrrhe tragenden Frauen gefeiert?

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