Nationaler Pfannkuchentag in den USA
Am 26. September ist der Nationaler Pfannkuchentag in den USA. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats September statt.
Am 26. September ist der Nationaler Pfannkuchentag in den USA. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats September statt.

Wussten Sie, dass die zweite Seite eines Pfannkuchens nur halb so lange zum Backen braucht wie die erste? Es ist einer dieser kleinen Küchentipps, die wir oft von unseren Eltern oder Großeltern übernommen haben. Aber der Pfannkuchen ist weit mehr als nur ein schnelles Abendessen – er ist ein Stück gelebte Kulturgeschichte, das uns am 26. September besonders verbindet.
In den USA und Kanada ist der „National Pancake Day“ eine Institution. Dort liebt man sie „fluffig“, klein und dick, meist mit einem Stück Butter und reichlich Ahornsirup. Besonders im Süden der USA ist die Begeisterung riesig: Ganze 32,5 % des nationalen Pancake-Konsums entfallen auf diese Region.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz schauen wir oft mit einem Schmunzeln auf diesen Tag. Warum? Weil schon die Bezeichnung „Pfannkuchen“ bei uns zu leidenschaftlichen Debatten führen kann:
In Berlin und Teilen Ostdeutschlands: Wer hier einen Pfannkuchen bestellt, bekommt ein in Fett ausgebackenes Hefegebäck mit Marmeladenfüllung (andernorts als „Berliner“ oder „Krapfen“ bekannt).
In Süddeutschland und Österreich: Hier liebt man die hauchdünnen „Flädle“ oder „Palatschinken“, die oft gerollt oder in der Suppe serviert werden.
In Nord- und Westdeutschland: Hier ist der Pfannkuchen klassisch der flache Eierkuchen aus der Pfanne.
Dass Pfannkuchen Menschenmassen bewegen, zeigen die Zahlen vom britischen „Pancake Day“ (dem dortigen Pendant im Frühjahr): An diesem einen Tag werden rund 52 Millionen Eier verbraucht – 22 Millionen mehr als an einem Durchschnittstag.
Auch die Geschichtsbücher halten Rekorde bereit: Der größte Pfannkuchen der Welt wurde 1994 im englischen Rochdale gebacken. Er hatte einen Durchmesser von 15 Metern und wog drei Tonnen. Um einen solchen Giganten zu wenden, brauchte es sogar einen Kran. Für uns in der heimischen Küche reicht zum Glück meist ein geschickter Schwung aus dem Handgelenk.
Der Pfannkuchen ist kein kurzfristiger Food-Trend. Bereits um 600 v. Chr. schrieben griechische Dichter über „Tagenites“ – warme Fladen aus Mehl, Olivenöl und Honig. In einer Zeit ohne Backöfen war die Pfanne über dem offenen Feuer die einfachste Art, eine sättigende Mahlzeit zuzubereiten. Diese Schlichtheit ist es, die den Pfannkuchen bis heute durch alle sozialen Schichten hinweg beliebt macht.
Der 26. September geht auf eine Initiative der US-Amerikanerinnen Marianne Ways und Colleen AF Venable zurück. Sie suchten eine Alternative zum „Talk Like a Pirate Day“ und wollten stattdessen einen Tag etablieren, an dem man „wie ein Holzfäller“ frühstückt. Was als privater Spaß begann, hat sich durch soziale Medien zu einem globalen Event für Genießer entwickelt.
Für die Generation der 35- bis 60-Jährigen löst das Thema Pfannkuchen ganz spezifische Aufgaben:
Emotionale Nostalgie: Er erinnert an verregnete Samstage bei Oma oder das erste selbstgekochte Essen als Student.
Soziale Brücke: Pfannkuchen sind das perfekte „Generationen-Essen“. Kinder lieben sie süß, Erwachsene schätzen oft die herzhafte Variante mit Speck oder Kräutern.
Stressabbau: Das langsame Backen in der Pfanne hat fast etwas Meditatives. Es entschleunigt unseren oft hektischen Alltag.
Wirtschaftliches Potenzial: Lokale Cafés und Brunch-Lokale in Städten wie Zürich, Wien oder Hamburg nutzen diesen Tag zunehmend für Special-Menüs, was den lokalen Einzelhandel und die Gastronomie stärkt.
Warum werden meine Pfannkuchen zäh?
Meist liegt es am zu langen Rühren des Teigs. Sobald das Mehl mit der Milch verbunden ist, sollten Sie aufhören. Zu langes Mixen aktiviert das Klebereiweiß, was den Teig eher gummiartig macht.
Kann man Pfannkuchenteig vorbereiten?
Ja, der Teig kann etwa 30 Minuten ruhen, damit die Stärkekörner quellen. Er sollte jedoch im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Stunden verbraucht werden, wenn frische Eier enthalten sind.
Was ist der Unterschied zwischen Pancakes und Crêpes?
Pancakes enthalten ein Backtriebmittel (Backpulver oder Natron), was sie dick und luftig macht. Crêpes sind extrem dünn und enthalten viel Flüssigkeit, aber kein Backpulver.
Sind Pfannkuchen gesund?
In der klassischen Form sind sie Kohlenhydratlieferanten. Mit Vollkornmehl, wenig Zucker und Beeren-Topping lassen sie sich jedoch leicht in eine ausgewogene Ernährung integrieren.
Während die fortschreitende Standardisierung unserer Ernährung viele regionale Besonderheiten verdrängt, bleibt der Pfannkuchen ein wandlungsfähiges Symbol für Heimat und einfache Freude. Trotz der oft hitzigen Debatten darüber, ob nun „Berliner“ oder „Eierkuchen“ die richtige Bezeichnung ist, vereint uns am Ende doch der Genuss am gemeinsamen Tisch. Dies unterstreicht, dass wahre Traditionen nicht starr sind, sondern sich immer wieder neu erfinden.
Unsere Einschätzung:
In einer Zeit, in der Ernährung oft hochkompliziert und dogmatisch wirkt, bietet der Pfannkuchen eine nostalgische Rückbesinnung auf das Wesentliche. Zwar riskieren wir durch den US-Einfluss den Verlust manch heimischer Rezeptur, doch gleichzeitig bereichert die Vielfalt unsere Frühstückskultur ungemein. Genau das zeigt, wie lebendig Kulinarik bleibt.
Wie genießen Sie Ihren Pfannkuchen am liebsten? Klassisch mit Apfelmus oder experimentell mit Avocado und Lachs?
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