Internationaler Tag des fetalen Alkoholsyndroms
Am 9. September ist der Internationaler Tag des fetalen Alkoholsyndroms. Aufklärung und Prävention. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats September statt.
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Aufklärung, Verantwortung und ein klarer Weg zur Prävention
Neun Monate, die ein ganzes Leben prägen.
Was werdende Mütter essen, meiden oder entscheiden, wirkt weit über die Schwangerschaft hinaus. Genau daran erinnert der Internationale Tag des fetalen Alkoholsyndroms am 9. September – ein weltweiter Aktionstag für Aufklärung, Verantwortung und Prävention.
Was ist das fetale Alkoholsyndrom (FAS)?
Das fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist die schwerste Ausprägung der fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD). Es entsteht, wenn ein ungeborenes Kind während der Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt ist.
Wichtig zu wissen:
Alkohol gelangt ungefiltert über die Plazenta zum Kind.
Der kindliche Organismus kann Alkohol nicht abbauen wie ein Erwachsener.
Es gibt keine sichere Menge und keinen sicheren Zeitpunkt für Alkoholkonsum in der Schwangerschaft.
Schon kleine Mengen können die Entwicklung von Gehirn, Organen und Nervensystem dauerhaft stören.
Mögliche Folgen – ein Leben lang spürbar
Die Schäden durch Alkohol im Mutterleib sind in der Regel nicht heilbar. Sie begleiten Betroffene oft ein Leben lang.
Typische Auswirkungen können sein:
Wachstumsverzögerungen vor und nach der Geburt
Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
Einschränkungen der Impulskontrolle und sozialen Fähigkeiten
Motorische Auffälligkeiten
Charakteristische Gesichtsmerkmale (nicht immer vorhanden)
Gerade die unsichtbaren neurologischen Folgen stellen Familien und Betroffene im Alltag vor große Herausforderungen – in Schule, Beruf und sozialen Beziehungen.
Warum der 9. September? Die Symbolik des Datums
Der Aktionstag wird seit 1999 weltweit begangen.
Das Datum ist bewusst gewählt:
Die 9 steht für neun Monate Schwangerschaft
Die 9 erinnert an 9 Monate ohne Alkohol
Ein einfaches Symbol mit klarer Botschaft:
👉 Schwangerschaft und Alkohol gehören nicht zusammen.
Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen Fachstellen, Kliniken und Beratungsstellen diesen Tag für Informationskampagnen und Präventionsarbeit.
Prävention: Eine Entscheidung mit großer Wirkung
Die wichtigste Erkenntnis ist zugleich die einfachste:
FASD ist zu 100 % vermeidbar – durch vollständigen Alkoholverzicht in der Schwangerschaft.
Diese Entscheidung:
schützt das ungeborene Kind zuverlässig
entlastet Familien langfristig
verhindert lebenslange gesundheitliche und soziale Folgen
Medizinische Leitlinien und Aufklärungsangebote betonen heute klar:
👉 Auch „gelegentlich“ oder „ein Glas zur Beruhigung“ ist keine sichere Option.
Fakten, die nachdenklich machen
In Deutschland gelten mehrere tausend Kinder pro Jahr als von pränatalem Alkoholkonsum betroffen.
Viele Fälle bleiben unerkannt, da Symptome nicht immer eindeutig sind.
FASD zählt zu den häufigsten vermeidbaren Ursachen für angeborene Entwicklungsstörungen.
Diese Zahlen zeigen: Aufklärung bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Häufige Fragen zum fetalen Alkoholsyndrom (FAQ)
Ist ein Glas Sekt zu besonderen Anlässen erlaubt?
Nein. Es gibt keine nachweislich sichere Alkoholmenge in der Schwangerschaft.
Was, wenn Alkohol konsumiert wurde, bevor man von der Schwangerschaft wusste?
Das kommt vor. Wichtig ist, ab Kenntnis der Schwangerschaft vollständig zu verzichten und ärztlichen Rat einzuholen.
Sind alkoholfreie Getränke immer unbedenklich?
Nicht alle. Manche enthalten geringe Restmengen. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich.
Gibt es Unterstützung für betroffene Familien?
Ja. In D/A/CH existieren spezialisierte Beratungsstellen, Frühförderangebote und Selbsthilfeinitiativen.
Schauen wir mal, was passiert
Der 9. September steht weltweit für Aufklärung über FAS und FASD
Alkohol in der Schwangerschaft kann schwere, lebenslange Schäden verursachen
Prävention ist einfach, klar und wirksam: kein Alkohol
Information schützt – nicht nur Kinder, sondern ganze Familien
Wie kann Aufklärung noch früher ansetzen – in Schule, Medizin oder Gesellschaft?
Der Internationale Tag des fetalen Alkoholsyndroms lädt dazu ein, diese Frage gemeinsam weiterzudenken.
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Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Argentinien, Gesundheit, Kuba, Spanien, Welttage.
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