Georgien-Tag
Am 12. Februar ist der Georgien-Tag. Georgia Day: Ein Blick auf den Tag der kolonialen Gründung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Februar statt.
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Ein historischer Neustart mit Pfirsichen und Pioniergeist
Wussten Sie, dass der "Pfirsich-Staat" Georgia nicht nur für seine süßen Früchte bekannt ist, sondern auch eine der engsten historischen Verbindungen zum deutschsprachigen Raum hat? Wenn am 12. Februar in Savannah die Paraden durch die Straßen ziehen, feiern die Menschen mehr als nur ein Datum im Kalender. Sie feiern den Mut zum Neuanfang.
Der Georgia Day erinnert an den Moment, als James Oglethorpe 1733 britischen Boden betrat und die letzte der 13 ursprünglichen US-Kolonien gründete. Doch was macht diesen Tag heute noch so relevant – und warum sollten wir auch in Europa einen Blick darauf werfen?
Der 12. Februar 1733: Mehr als nur eine Landung
Stellen Sie sich vor, Sie verlassen Ihre Heimat mit der Hoffnung auf ein schuldenfreies Leben. Genau das war die Vision von James Oglethorpe. Er wollte keine typische Kolonie des Reichtums, sondern einen Zufluchtsort für die "würdigen Armen" und Schuldner aus englischen Gefängnissen.
Am 12. Februar landete er mit den ersten Siedlern am Yamacraw Bluff, dem heutigen Savannah. Doch dieser Start wäre ohne Diplomatie gescheitert. Oglethorpe verhandelte respektvoll mit Tomochichi, dem Häuptling der Yamacraw, und Mary Musgrove, einer Dolmetscherin. Diese friedliche Koexistenz in den ersten Jahren legte den Grundstein für das Überleben der Kolonie.
Warum dieser Tag gefeiert wird
Obwohl der Georgia Day kein arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag ist, hat er im Bundesstaat einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis.
Tradition: Die Generalversammlung von Georgia empfiehlt, den Tag besonders in Schulen zu würdigen.
Das Highlight: Das Georgia History Festival in Savannah. Hier marschieren Tausende von Schülern in historischen Kostümen durch die prächtigen Eichenalleen der Stadt – eine lebendige Geschichtsstunde.
Die deutsche Spur: Die Salzburger in Georgia
Für Leser aus Deutschland und Österreich ist dieser Aspekt besonders spannend: Kurz nach Oglethorpes Ankunft fanden auch deutschsprachige Einwanderer hier eine neue Heimat.
Die sogenannten Salzburger Exulanten, Protestanten, die aus ihrer katholischen Heimat vertrieben wurden, gründeten 1734 die Siedlung New Ebenezer. Sie brachten Handwerk, Fleiß und ihre Sprache mit. Noch heute zeugt die Jerusalem Lutheran Church in Ebenezer – das älteste durchgehend genutzte Kirchengebäude in Georgia – von diesem tiefen kulturellen Erbe. Der Georgia Day ist somit indirekt auch ein Gedenktag deutschsprachiger Migrationsgeschichte.
Die 3 P's und wirtschaftliche Power
Georgia ist heute weit mehr als nur Geschichte. Der Staat ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum, das oft augenzwinkernd über die "drei P-Schätze" definiert wird:
Peanuts (Erdnüsse): Georgia liefert fast die Hälfte aller US-Erdnüsse.
Pecans (Pekannüsse): Ein Muss für jeden amerikanischen Pie.
Peaches (Pfirsiche): Das Symbol des Staates, das für südliche Gastfreundschaft steht.
Zusätzlich schrieb Georgia Technikgeschichte: Das Dampfschiff City of Savannah war das erste seiner Art, das 1819 den Atlantik überquerte – ein Meilenstein der globalen Mobilität.
Reise-Tipp: Savannah erleben
Für Reisende zwischen 35 und 60 Jahren, die Kultur und Genuss verbinden wollen, ist der Februar eine ideale Reisezeit für Georgia.
Das Erlebnis: Savannah gilt als eine der schönsten Städte der USA. Die historische Altstadt mit ihren 22 parkähnlichen Plätzen ("Squares") lädt zum Flanieren ein.
Popkultur: Filmfans kennen den Chippewa Square aus Forrest Gump.
Kulinarik: Probieren Sie unbedingt "Shrimp and Grits" oder einen "Peach Cobbler" in einem der Restaurants am Flussufer.
Häufige Fragen zum Georgia Day (FAQ)
Ist der Georgia Day ein offizieller Feiertag in den USA?
Nein, es ist kein bundesweiter Feiertag und auch in Georgia kein arbeitsfreier Tag ("Public Holiday"). Es ist ein "Observance Day", ein Gedenktag, der vor allem in Schulen und durch historische Vereine begangen wird.
Warum wurde Georgia gegründet?
Ursprünglich diente die Kolonie zwei Zwecken: Als militärische Pufferzone zum spanisch besetzten Florida und als philanthropisches Projekt, um verarmten Engländern einen Neustart zu ermöglichen.
Was hat es mit dem unklaren Rechtsstatus auf sich?
Ein Gesetz von 1909 legte die Feierlichkeiten an Schulen fest. Da dieses Gesetz bei einer Überarbeitung des Gesetzbuches 1981 versehentlich nicht neu gelistet, aber auch nie offiziell aufgehoben wurde, existiert der Tag in einer Art rechtlichen Grauzone – wird aber traditionell weiter gefeiert.
Schauen wir mal, was passiert
Obwohl die koloniale Gründung Georgias untrennbar mit der Verdrängung indigener Völker und späteren Konflikten verbunden ist, markiert der 12. Februar auch den Beginn einer Gesellschaft, die auf der Hoffnung nach einer zweiten Chance basierte. Heute zeigt der Georgia Day, wie aus einer Pufferzone zwischen Imperien ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum gewachsen ist, das Traditionen von den Salzburger Alpen bis zu den Küsten Savannahs vereint. Genau diese Mischung aus historischer Schwere und lebendiger Tradition macht den Tag so faszinierend.
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Georgien-Tag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: US Feiertage.
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