Spaniens Feiertage im August
Am 13. August sind die Spaniens Feiertage im August. Wo Tradition, Glaube und Lebensfreude verschmelzen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats August statt.
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Haben Sie schon einmal erlebt, wie Tausende Menschen gleichzeitig in den Himmel blicken – und für einen Moment völlige Stille herrscht?
Der August in Spanien ist nicht nur Ferienzeit. Er ist Hochsaison für jahrhundertealte Feste, die ganze Städte in lebendige Bühnen verwandeln.
Rund um den 13. bis 16. August verdichten sich im ganzen Land religiöse Feiertage, lokale Traditionen und Dorffeste zu einem kulturellen Höhepunkt, der Besuchern einen seltenen Blick in die Seele Spaniens erlaubt.
Elche (Valencia): Die „Noche de la Alborada“ und die goldene Palmenkrone
In der Nacht vom 13. auf den 14. August feiert Elche die Virgen de la Asunción. Höhepunkt ist die berühmte „Palmera de la Virgen“ – ein riesiges, goldfarbenes Feuerwerk, das sich wie eine schützende Palme über der Altstadt entfaltet.
Dieses Ritual ist Teil des jahrhundertealten Festzyklus rund um das Misteri d’Elx, ein religiöses Musikdrama aus dem Mittelalter, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Was Besucher hier spüren:
tiefe religiöse Verwurzelung
völlige Stille während der Feuerwerkspalme
ein starkes Gemeinschaftsgefühl auf den Straßen
Hier geht es nicht um Spektakel. Sondern um Identität.
Cocentaina (Valencia): San Hipólito – ein Märtyrer, der Generationen verbindet
Cocentaina ehrt am 13. August seinen Schutzpatron San Hipólito, einen frühchristlichen Märtyrer. Prozessionen, Blasmusik, Messen und historische Trachten prägen das Stadtbild.
Besonders auffällig: Fast jede Familie ist beteiligt. Viele Traditionen werden bewusst von Großeltern an Enkel weitergegeben.
Das Fest steht symbolisch für:
Treue zur eigenen Geschichte
religiöse Kontinuität
dörflichen Zusammenhalt in einer modernen Zeit
Ponteso (Galicien): Die Fiesta de la Barquiña – kleines Dorf, großes Herz
Ponteso ist kein touristischer Hotspot. Genau das macht den Reiz aus.
Während der Fiesta de la Barquiña wird getanzt, gekocht und gemeinsam gegessen. Der Atlantikwind trägt den Duft von Fischgerichten durch die Gassen, Musiker spielen spontan auf den Plätzen.
Hier zeigt sich eine wichtige Wahrheit Spaniens:
Kultur lebt nicht nur in Madrid oder Barcelona. Sondern vor allem in kleinen Orten.
Landesweit am 16. August: San Roque – Schutzheiliger gegen die Pest
San Roque (Heiliger Rochus) wird in hunderten Orten Spaniens verehrt. Historisch gilt er als Schutzpatron gegen Seuchen, besonders seit der Pestzeit im Mittelalter.
Ob in Lugo, Llanes oder Calatayud – überall ziehen farbenfrohe Umzüge durch die Straßen. Musik, Tanz und gemeinsames Essen gehören selbstverständlich dazu.
Gerade nach den Erfahrungen moderner Pandemien bekommt dieses Fest für viele Spanier eine neue, stille Bedeutung.
Cabezón de la Sal (Kantabrien): Virgen del Campo und San Martín
In dieser grünen Region Nordspaniens verschmelzen religiöse Rituale mit Naturverbundenheit. Prozessionen führen durch Landschaften, nicht nur durch Straßen.
Das Fest zeigt eindrucksvoll:
wie stark Tradition mit Naturgefühl verbunden ist
wie ländliche Regionen ihre Identität bewahren
wie Religion und Heimatgefühl ineinandergreifen
Almendralejo (Extremadura): Virgen de la Piedad – Glaube trifft Kulinarik
Am 13. August beginnt hier das Fest zu Ehren der Virgen de la Piedad. Besonders sichtbar wird die Verbindung von Religion und regionaler Wirtschaft:
Wein aus der Region
Olivenöl
Erntegaben in den Kirchen
Dankbarkeit für die Ernte wird hier öffentlich gelebt – nicht symbolisch, sondern konkret.
Warum Spaniens Feste im August so besonders sind
Diese Feiertage sind keine inszenierten Events. Sie sind:
gelebte, überlieferte Tradition
religiöse Erinnerungskultur
Ausdruck lokaler Identität
Einladung an Fremde, Teil der Gemeinschaft zu werden
Besucher sind keine Zuschauer. Sondern mittendrin.
Häufige Fragen zu Spaniens August-Festen
Wann finden die meisten Feste statt?
Zwischen dem 13. und 16. August, rund um Mariä Himmelfahrt (15. August) und San Roque (16. August).
Sind diese Feste touristisch geprägt?
In großen Städten teilweise, in kleineren Orten fast ausschließlich lokal geprägt.
Kann man als Besucher teilnehmen?
Ja. Die meisten Veranstaltungen finden öffentlich auf Straßen und Plätzen statt.
Gibt es religiöse Verpflichtungen?
Nein. Besucher können beobachten, teilnehmen oder einfach die Atmosphäre genießen.
Schauen wir mal, was passiert
Obwohl viele dieser Feste tief religiös verwurzelt sind und für Außenstehende zunächst ungewohnt wirken, öffnen sie gleichzeitig einen außergewöhnlich herzlichen Zugang zur spanischen Kultur und Gemeinschaft. Während moderne Eventkultur oft auf Inszenierung setzt, zeigen diese Traditionen, wie authentisch gelebte Rituale Menschen verbinden können. Genau das unterstreicht, warum Spaniens August-Feiertage weit mehr sind als nur regionale Termine im Kalender.
Welches dieser Feste würden Sie selbst gern einmal erleben?
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