4. Advent
Am 20. Dezember ist der 4. Advent. Das Licht der Liebe und die Vollendung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Dezember statt.

Haben Sie diesen besonderen Moment bemerkt? Wenn am vierten Adventssonntag die letzte Kerze entzündet wird, verändert sich die Atmosphäre im Raum. Der Adventskranz erstrahlt nun im vollen Licht. Es ist der hellste Moment der Vorbereitungszeit, kurz bevor das eigentliche Fest beginnt. Der Kreis schließt sich – von der Hoffnung über den Frieden und die Freude hin zur Liebe.
Was bedeutet der 4. Advent eigentlich?
Mit dem Entzünden der vierten Kerze ist die Wartezeit fast vorüber. In vielen Traditionen wird diese Kerze auch als „Engelkerze“ bezeichnet. Sie steht für die Reinheit und die göttliche Liebe, die durch die Engel verkündet wurde.
Der vierte Advent ist liturgisch oft der Gottesmutter Maria und der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel gewidmet. Das Symbol ist stark: Das Licht hat nun seine maximale Kraft erreicht. Die Dunkelheit des Winters wird symbolisch besiegt, kurz bevor die „Lichtwende“ (Weihnachten und die länger werdenden Tage) eintritt.
Wann feiern wir den 4. Advent?
Das Datum ist variabel und hängt vom Wochentag des Heiligen Abends ab.
Der 4. Advent ist immer der Sonntag vor dem 25. Dezember.
Er kann frühestens auf den 18. Dezember und spätestens auf den 24. Dezember fallen.
Besonderheit: Fällt der 4. Advent direkt auf Heiligabend, ist der Vormittag noch Adventszeit, während am Abend die Weihnachtszeit beginnt. Ein seltenes Ereignis, das die gefühlte Adventszeit deutlich verkürzt.
Historische Wurzeln: Von der Buße zum Lichterfest
Die heutige Form des Advents verdanken wir Papst Gregor dem Großen. Im 6. Jahrhundert legte er die Zahl der Adventssonntage auf vier fest. Das war nicht immer so:
Regionale Unterschiede: Früher begann der Advent in manchen Gegenden (ähnlich der orthodoxen Tradition heute) bereits am Martinstag (11. November) und dauerte sechs Wochen.
Fastenzeit: Ursprünglich war der Advent eine strenge Buß- und Fastenzeit („geschlossene Zeit“). Tanz und laute Feiern waren verboten.
Der Begriff selbst stammt vom lateinischen adventus (Ankunft). Im antiken Rom kündigte dies den Besuch eines Kaisers an. Die Christen übertrugen diese „royale Erwartung“ auf Jesus Christus. Heute hat sich der Charakter gewandelt: Statt strenger Buße stehen Vorfreude und Besinnung im Vordergrund.
Lebendige Traditionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Im deutschsprachigen Raum ist der 4. Advent oft ein Tag des Übergangs. Die hektischen Weihnachtsmärkte schließen bald, und die Ruhe kehrt in die Häuser ein.
Rorate-Messen: Ein Lichtermeer im Dunkeln
Besonders in Süddeutschland, Österreich und der katholischen Schweiz sind die Rorate-Messen beliebt. Diese Gottesdienste finden oft früh am Morgen bei reiner Kerzenbeleuchtung statt. Sie bieten einen meditativen Gegenpol zum Einkaufsstress der Innenstädte.
Evangelische vs. Katholische Akzente
Katholisch: Die liturgische Farbe ist Violett (Symbol für Umkehr). Eine Ausnahme bildete der 3. Advent (Rosa/Gaudete). Am 4. Advent kehrt man zur besinnlichen Farbe Violett zurück.
Evangelisch: Hier gibt es keine Farbwechsel bei den Kerzen (meist rot oder weiß), aber der Fokus liegt ebenfalls auf den biblischen Verheißungen der Geburt Jesu.
Zwischen Hektik und Herzenswärme: Den Tag bewusst gestalten
Der vierte Advent ist oft ein Balanceakt. Einerseits müssen letzte Vorbereitungen getroffen werden, andererseits sehnt sich die Seele nach Ruhe. Wie können Sie diesen Tag nutzen?
Der letzte Bratapfel: Nutzen Sie den Nachmittag für eine bewusste Kaffeepause mit Plätzchen oder Bratäpfeln, bevor der Trubel der Feiertage startet.
Versöhnung: Die „Kerze der Liebe“ lädt dazu ein, alte Konflikte beizulegen. Ein Anruf oder eine Karte können Wunder wirken, um unbelastet in das Weihnachtsfest zu gehen.
Musik: In vielen Orten finden an diesem Sonntag festliche Abschlusskonzerte oder das traditionelle „Turmblasen“ statt.
FAQ: Häufige Fragen zum 4. Advent
Warum heißt die vierte Kerze Engelkerze?
Sie symbolisiert die Engel, die die frohe Botschaft verkündeten. Nach der Prophetenkerze, der Bethlehemkerze und der Hirtenkerze schließt sie den Kreis mit der himmlischen Verkündigung.
Darf man am 4. Advent schon den Weihnachtsbaum schmücken?
Traditionell wird der Baum im deutschsprachigen Raum erst am 24. Dezember morgens geschmückt. Viele Familien ziehen dies jedoch mittlerweile auf den 4. Advent vor, um den Heiligabend stressfreier zu gestalten.
Was passiert, wenn der 4. Advent auf den 24.12. fällt?
Dann ist der Vormittag der 4. Adventssonntag (violett, warten), und ab der Vesper bzw. dem Krippenspiel am Nachmittag beginnt offiziell Weihnachten (weiß/gold, feiern). Man zündet morgens die vierte Kerze an, abends brennen dann die Kerzen am Baum.
Die Zukunft steht uns offen: Ein Licht, das bleibt
Wenn alle vier Kerzen brennen, ist das Zimmer am hellsten. Das ist die Botschaft dieses Sonntags: Die Liebe ist nicht nur ein stilles Gefühl, sondern eine Kraft, die dunkelste Räume erhellt. Der 4. Advent ist die letzte Atempause – eine Einladung, das Herz weit zu machen für das, was kommt.
Wie verbringen Sie diesen besonderen Sonntag? Nutzen Sie ihn für letzte Erledigungen oder zelebrieren Sie das Nichtstun?
Teilen Sie diesen Artikel gerne mit Freunden und Familie, um auch in deren Vorweihnachtszeit ein kleines Licht der Inspiration zu entzünden.
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4. Advent im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Kirchenkalender, Österreich.
Was wird zusammen mit dem 4. Advent gefeiert?
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