Zweiter Weihnachtstag

Am 26. Dezember ist der Zweiter Weihnachtstag. Mehr als nur ein „Bonus-Feiertag“. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Dezember statt.

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Feiern Sie den zweiten Weihnachtstag, der in vielen Ländern als offizieller Feiertag gilt und die Verehrung des heiligen Stephanus, eines frühen christlichen Märtyrers, ehrt.

Kennen Sie das Gefühl, wenn am 26. Dezember die erste große Hektik der Festtage abfällt? Während der Heiligabend und der erste Feiertag oft minutiös durchgeplant sind, schenkt uns der Zweite Weihnachtstag eine wertvolle Atempause. Doch hinter diesem Tag steckt weit mehr als nur ein verlängertes Wochenende oder Zeit für Resteessen.

Warum feiern wir den 26. Dezember?

Der Zweite Weihnachtstag, in der kirchlichen Tradition als Stephanstag bekannt, hat eine lange Geschichte. Während wir am 25. Dezember die Geburt Christi feiern, gedenkt die Kirche am Tag darauf dem heiligen Stephanus.

Stephanus war ein Mann mit Mut: Er gilt als der erste Märtyrer des Christentums. Um das Jahr 36 n. Chr. wurde er aufgrund seines Glaubens hingerichtet. Dass wir heute – fast 2.000 Jahre später – diesen Tag frei haben, verdanken wir unter anderem dem Konzil von Tours im Jahr 567. Damals legten Kirchenväter fest, dass die zwölf Tage zwischen Weihnachten und Epiphanias (6. Januar) eine zusammenhängende festliche Zeit sind.

Der Stephanstag: Regionale Bräuche in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In der DACH-Region wird dieser Tag sehr unterschiedlich, aber immer mit viel Herz gefeiert. Als Kulturwissenschaftler blicke ich besonders gern auf die regionalen Eigenheiten:

  • Pferdesegnungen (Bayern & Österreich): Da der heilige Stephanus als Schutzpatron der Pferde gilt, finden vielerorts die traditionellen „Stefaniritte“ statt. Ross und Reiter werden gesegnet – ein beeindruckendes Spektakel für die ganze Familie.

  • Stefanitrinken: In vielen ländlichen Regionen Österreichs trifft man sich zum „Stefanitrinken“. Es ist die Gelegenheit, nach den besinnlichen Stunden im engsten Kreis wieder die Gemeinschaft mit Freunden und Nachbarn zu suchen.

  • Spaziergänge und Natur: In der Schweiz und in weiten Teilen Deutschlands nutzen viele Familien den Tag für ausgedehnte Wanderungen, um die winterliche Natur zu genießen und Kraft für das kommende neue Jahr zu tanken.

Der „Tag des guten Willens“: Zeit für das Wesentliche

In vielen Kulturen wird der 26. Dezember auch als „Boxing Day“ oder „Tag des guten Willens“ bezeichnet. Diese Idee ist heute aktueller denn je. Es geht darum, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Nächstenliebe bedeutet an diesem Tag oft etwas ganz Praktisches:

  • Zeit schenken für ein langes Telefonat mit einsamen Verwandten.

  • Kleine Spenden an lokale Organisationen leisten.

  • Bewusst die Ruhe genießen, um die eigenen Batterien für das neue Jahr aufzuladen.

FAQ – Häufige Fragen zum Zweiten Weihnachtstag

Ist der 26. Dezember in allen deutschsprachigen Ländern ein gesetzlicher Feiertag?

Ja, in Deutschland, Österreich und der Schweiz (in fast allen Kantonen) ist der 26. Dezember ein arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag.

Wer war der heilige Stephanus genau?

Er war einer der ersten sieben Diakone der christlichen Urgemeinde in Jerusalem und widmete sein Leben der Versorgung von Armen und Witwen.

Was bedeutet „Boxing Day“?

Dieser Begriff stammt aus dem angelsächsischen Raum. Traditionell öffneten Bedienstete und arme Menschen an diesem Tag die „Boxes“ (Sammelbüchsen), in denen Geldspenden gesammelt worden waren.

Schauen wir mal, was passiert

Der Zweite Weihnachtstag verbindet das Gedenken an den ersten christlichen Märtyrer mit der modernen Sehnsucht nach Gemeinschaft und Ruhe. Er ist die Brücke zwischen der sakralen Stille der Christnacht und dem sozialen Leben.

Obwohl die tiefe religiöse Bedeutung des Stephanstages in der modernen Konsumgesellschaft immer weiter in den Hintergrund rückt, bleibt der 26. Dezember ein unverzichtbarer Ankerpunkt für familiäre Nähe und Besinnung. Während die Welt um uns herum immer hektischer wird, bietet dieser Tag die Chance, durch kleine Gesten der Nächstenliebe einen echten Unterschied zu machen. Dies unterstreicht, dass wahre Tradition nicht im Festhalten an der Vergangenheit liegt, sondern im lebendigen Miteinander der Gegenwart.

Was ist Ihre liebste Tradition am Zweiten Weihnachtstag?

Genießen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Liebsten und lassen Sie den Zauber der Weihnacht entspannt ausklingen.

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Zweiter Weihnachtstag im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Niederlande, Norwegen, Polen.

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