Waldarbeitertag
Am 20. September ist der Waldarbeitertag. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats September statt.
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Stellen Sie sich vor, Sie stehen frühmorgens in einem dichten Mischwald. Die Luft ist kühl, es duftet nach feuchtem Moos und frischem Harz. Während wir diesen Ort zur Erholung nutzen, ist er für rund 50.000 Menschen in Deutschland der tägliche Arbeitsplatz. Der Waldarbeitertag am dritten Sonntag im September rückt eine Berufsgruppe in den Fokus, ohne die unsere grüne Lunge in Zeiten des Klimawandels kaum eine Chance hätte.
Ein Tag mit Geschichte: Vom Ehrentag zur ökologischen Notwendigkeit
Der Waldarbeitertag hat seine Wurzeln im Jahr 1966. Damals führte die Sowjetunion den 13. August als offiziellen Ehrentag für Forstfachleute ein, der später auf den dritten Sonntag im September verschoben wurde. Man erkannte schon früh: Wälder sind keine unendliche Ressource.
In Ländern wie der Ukraine oder Belarus wird dieser Tag noch heute groß gefeiert. Doch auch bei uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die Würdigung dieser Arbeit eine lange Tradition – auch wenn sie hier oft eng mit dem Begriff der Nachhaltigkeit verknüpft ist, den der Deutsche Hans Carl von Carlowitz bereits vor über 300 Jahren prägte.
Forstwirtschaft in der DACH-Region: Zahlen, die bewegen
Unsere Wälder sind weit mehr als nur eine Ansammlung von Bäumen. Sie sind Wirtschaftsfaktor und Klimaschützer zugleich.
Deutschland: Rund 32 % der Landesfläche sind bewaldet. Die Forstwirtschaft trägt maßgeblich dazu bei, dass jährlich ca. 127 Millionen Tonnen CO2 durch Wald und Holzprodukte gebunden werden (Quelle: Thünen-Institut).
Österreich: Mit einem Waldanteil von fast 48 % ist die Pflege durch Profis essenziell für den Schutz vor Lawinen und Muren.
Schweiz: Etwa 31 % der Fläche sind Wald. Hier liegt der Fokus extrem stark auf der Schutzfunktion im Gebirge.
Was macht ein Waldarbeiter heute?
Das Bild vom Holzfäller mit der Axt ist längst überholt. Moderne Forstwirte und Waldarbeiter sind hochqualifizierte Fachkräfte, die an der Schnittstelle von Technik und Natur arbeiten.
1. Klimamanagement und Waldumbau
Der Klimawandel setzt unseren Wäldern durch Hitze und Schädlinge wie den Borkenkäfer massiv zu. Waldarbeiter pflanzen heute die Generationen von morgen: hitzeresistente Mischwälder statt anfälliger Monokulturen. Allein in Deutschland werden jährlich über 200 Millionen Jungbäume gesetzt.
2. Gezielte Ernte statt Kahlschlag
Nachhaltige Holznutzung bedeutet, nur so viel zu entnehmen, wie nachwächst. Forstwirte wählen Einzelbäume sorgsam aus, um Licht für junge Triebe zu schaffen. Das fördert die natürliche Verjüngung des Waldes.
3. Artenschutz und Waldpädagogik
Sie legen Biotope an, schützen Horstbäume seltener Vögel und vermitteln ihr Wissen in Waldführungen. Sie machen die komplexe Ökologie für uns greifbar.
So würdigen Sie den Waldarbeitertag aktiv
Sie müssen nicht selbst zur Motorsäge greifen, um Ihre Wertschätzung zu zeigen. Hier sind drei Wege, wie Sie den Wert des Waldes unterstützen können:
Regional kaufen: Achten Sie beim Kauf von Holzprodukten oder Brennholz auf regionale Herkunft und Zertifikate wie FSC oder PEFC. Das sichert Arbeitsplätze vor Ort.
Wissen teilen: Besuchen Sie ein regionales Forstamt. Viele bieten zum Waldarbeitertag im September spezielle Führungen an, die den Blick für die Waldpflege schärfen.
Achtsamkeit: Behandeln Sie den Wald bei Ihrem nächsten Spaziergang als das, was er ist: ein mühsam gepflegtes Ökosystem. Bleiben Sie auf den Wegen und respektieren Sie Ruhezonen für Wildtiere.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann genau ist der Waldarbeitertag?
Der internationale Waldarbeitertag (nach osteuropäischer Tradition) findet jährlich am dritten Sonntag im September statt.
Was ist der Unterschied zwischen einem Forstwirt und einem Waldarbeiter?
Forstwirt ist ein anerkannter dreijähriger Ausbildungsberuf. "Waldarbeiter" wird oft als Oberbegriff genutzt, umfasst aber auch angelernte Kräfte oder Spezialisten in der Forstwirtschaft.
Warum müssen im Wald überhaupt Bäume gefällt werden?
Die Entnahme von Bäumen dient der Pflege. Sie schafft Platz für gesunde Bäume, liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und sichert die Stabilität des gesamten Bestandes gegen Stürme.
Wie steht es um den Wald in Deutschland?
Trotz großer Herausforderungen durch Trockenheit ist der Wald dank aktiver Forstwirtschaft stabil. Der Umbau hin zu klimaresilienten Mischwäldern ist jedoch eine Aufgabe, die Jahrzehnte dauern wird.
Zwischen Sorge und Zuversicht
Während unsere Wälder unter den spürbaren Folgen der Erderwärmung leiden und ganze Bestände durch Schädlinge bedroht sind, gibt die Leidenschaft und Expertise der Forstleute berechtigten Anlass zur Hoffnung auf eine grüne Zukunft. Diese Dualität zeigt, dass der Wald kein Selbstläufer ist, sondern unsere aktive Fürsorge braucht. Genau das lehrt uns dieser Gedenktag.
Wie werden Sie Ihren nächsten Waldspaziergang gestalten, um die Arbeit der Forstleute mit anderen Augen zu sehen?
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Waldarbeitertag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Berufsfeiertage, Kirgisistan, Russland, Tierkalender, Ukraine, Umweltaktionstage, Weißrussland.
Was wird zusammen mit dem Waldarbeitertag gefeiert?
Wenn Millionen Hände die Welt aufräumen...
Letzte volle Woche im September...
Ein Fest für sauberes Wasser und gelebten Umweltschutz...









