Tu B'Shevat
Am 1. Februar ist der Tu B'Shevat. Das neue Jahr der Bäume. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Februar statt.
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Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Bäume im jüdischen Kalender ein eigenes „Neujahrsfest“ haben? Tu B’Shevat lädt dazu ein, Natur neu zu entdecken – mit Traditionen, Symbolen und einer Geschichte, die bis in die Antike reicht.
Was steckt hinter Tu B’Shevat?
Tu B’Shevat fällt auf den 15. Tag des Monats Schewat. Der Begriff „Tu“ steht im Hebräischen für die Zahl 15. Ursprünglich markierte dieses Datum den Zeitpunkt, an dem Landwirte ermittelten, welche Früchte zur diesjährigen oder zur folgenden Ernte gezählt wurden.
Vier Neujahre im jüdischen Kalender
Die Mischna im Traktat Rosch Haschana erwähnt vier verschiedene Neujahre:
Vor Pessach: Berechnung der Regierungsjahre der Könige
Im Monat Elul: Berechnung des Zehnten der Tiere
Am 1. Tischri: Das bekannte Rosch Haschana – spiritueller Jahresbeginn
Am 15. Schewat: Tu B’Shevat – das neue Jahr der Bäume
Diese Einteilung half besonders der Landwirtschaft, klare Grenzen zwischen den Erntejahren zu ziehen.
Vom Agrarfest zum Tag der Naturverbundenheit
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Bedeutung von Tu B’Shevat. Heute steht der Tag für Achtsamkeit, Umweltbewusstsein und die Wertschätzung der Natur. Viele Menschen nutzen ihn, um ihre Beziehung zur Erde neu zu betrachten.
Moderne Traditionen
Bäume pflanzen – besonders in Israel ein weitverbreiteter Brauch.
Früchte essen, die in der Bibel erwähnt werden: etwa Datteln, Feigen, Oliven oder Trauben.
Gemeinsame Feiern und Naturaktionen in Gemeinden und Schulen.
Auch in jüdischen Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich in den letzten Jahrzehnten ökologische Themen stärker mit dem Feiertag verbunden – etwa Workshops zu Nachhaltigkeit oder gemeinsames Pflanzen von Sträuchern im Gemeindegarten.
Der Tu-B’Shevat-Seder – eine Tradition mit Symbolkraft
Viele Familien feiern ein besonderes Sedermahl, bei dem Früchte, Nüsse und manchmal vier symbolische Weine oder Traubensäfte gereicht werden. Jeder Gang steht für einen Aspekt der Natur – von Wurzeln über Wachstum bis zur Reife.
Dieses Ritual verbindet Gemeinschaft, Genuss und Nachdenken:
Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Welche Spuren hinterlassen wir?
Warum Tu B’Shevat heute aktueller denn je ist
In einer Zeit, in der Umwelt- und Klimaschutz weltweit diskutiert werden, wirkt Tu B’Shevat fast erstaunlich modern. Das Fest erinnert daran, dass Nachhaltigkeit kein neues Konzept ist – sondern tief in kulturellen und religiösen Traditionen verankert sein kann.
FAQ – Häufige Fragen zu Tu B’Shevat
1. Was bedeutet der Name Tu B’Shevat?
„Tu“ steht für die Zahl 15, „Schewat“ für den Monat. Zusammen: der 15. Schewat.
2. Was isst man traditionell?
Oft Früchte aus den „sieben Arten“, die in der hebräischen Bibel erwähnt werden – z. B. Feigen, Oliven, Granatäpfel oder Datteln.
3. Wird Tu B’Shevat nur in Israel gefeiert?
Nein. Auch Gemeinden weltweit – darunter in Deutschland, Österreich und der Schweiz – begehen den Tag.
4. Muss man einen Seder feiern?
Nein, der Seder ist eine freiwillige Tradition, die sich erst in späteren Jahrhunderten etablierte.
5. Warum pflanzt man Bäume?
Weil Tu B’Shevat den Jahreszyklus der Natur würdigt und das Pflanzen als symbolischer Akt der Hoffnung und Zukunft gilt.
Die Zukunft wird’s zeigen
Tu B’Shevat ist weit mehr als ein landwirtschaftlicher Termin. Es ist ein Fest der Natur, des Wachstums und der Verantwortung. Die jahrhundertealte Tradition lädt dazu ein, innezuhalten und neu darüber nachzudenken, wie wir mit der Umwelt umgehen.
Wie möchten Sie dieses Jahr mit der Natur in Verbindung treten?
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Tu B'Shevat im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Israel, Silvester, Umweltaktionstage.
Was wird zusammen mit dem Tu B'Shevat gefeiert?
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