Tag des Portweins
Am 10. September ist der Tag des Portweins. Portugals flüssiges Gold und seine Geschichte. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats September statt.
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Wussten Sie, dass der älteste geschützte Wein der Welt nicht aus Frankreich, sondern aus einem schroffen Tal in Portugal stammt? Jedes Jahr am 10. September feiern Weinliebhaber weltweit den Tag des Portweins. Es ist eine Hommage an ein Getränk, das durch politischen Streit geboren wurde und heute als Inbegriff von Eleganz und Handwerkskunst gilt.
Warum feiern wir am 10. September?
Das Datum ist kein Zufall. Es markiert einen Meilenstein der Weingeschichte: Am 10. September 1756 unterzeichnete der Marquês de Pombal das Dekret zur Gründung der weltweit ersten gesetzlich geschützten Weinregion. Damit wurde das Douro-Tal offiziell kartiert und die Qualität des Portweins strengen Regeln unterworfen.
Das Ziel war damals wie heute klar: Authentizität schützen. Nur Trauben aus diesem klar definierten Gebiet dürfen für echten Portwein verwendet werden. Seit 2014 nutzt das offizielle Portwein-Institut (IVDP) diesen Tag, um die kulturelle Bedeutung dieses „Botschafters Portugals“ weltweit zu würdigen.
Das Douro-Tal: Ein Meisterwerk aus Menschenhand
Wer einmal am Ufer des Douro stand, vergisst diesen Anblick nie. Die Weinterrassen sind steil in den Schieferboden gehauen. Diese Kulturlandschaft, das Alto Douro, ist so einzigartig, dass sie seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Die Geschichte des Portweins ist eng mit dem Handel verbunden. Im 17. Jahrhundert suchten britische Händler nach Alternativen zu französischen Weinen. Um den Wein auf der langen Seereise haltbar zu machen, fügten sie ihm Weinbrand hinzu. Dieser Prozess stoppte die Gärung, bewahrte die Restsüße und erhöhte den Alkoholgehalt. Ein Klassiker war geboren.
Die vier Gesichter des Portweins: Welcher Typ sind Sie?
Portwein ist erstaunlich wandlungsfähig. Hier sind die wichtigsten Stile für Ihren nächsten Abend:
Ruby Port: Er reift kurz in großen Fässern oder Tanks. Er ist tiefrot, fruchtig und schmeckt intensiv nach Beeren. Perfekt zu dunkler Schokolade oder Blauschimmelkäse.
Tawny Port: Dieser Wein atmet jahrelang in kleinen Holzfässern. Dadurch verändert sich die Farbe ins Bernsteinbraune. Er schmeckt nach Nüssen, Karamell und getrockneten Früchten. Servieren Sie ihn leicht gekühlt zu Nüssen oder Gebäck.
White Port: Aus weißen Trauben gewonnen, reicht das Spektrum von trocken bis süß. Ein Trend aus Porto: „Portonic“ – weißer Portwein mit Tonic Water, Eis und Minze als spritziger Aperitif.
Vintage Port: Die Königsklasse. Er stammt aus einem einzigen, herausragenden Jahrgang und reift meist Jahrzehnte in der Flasche. Ein Sammlerstück für besondere Momente.
Tipps für den perfekten Genuss zu Hause
Damit der Portwein sein volles Aroma entfaltet, beachten Sie diese einfachen Regeln:
Die richtige Temperatur: Ruby und Vintage schmecken bei 16–18 °C am besten. Tawnys vertragen 12–14 °C, während White Port eiskalt (6–10 °C) serviert werden sollte.
Das Glas: Nutzen Sie ein spezielles Portweinglas oder ein kleineres Weißweinglas, das sich nach oben verjüngt. So bündeln sich die komplexen Aromen.
Lagerung: Geöffnete Ruby-Flaschen halten sich etwa zwei Wochen, Tawnys aufgrund ihrer vorherigen Oxidation sogar vier bis sechs Wochen im Kühlschrank.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist jeder süße Wein aus Portugal ein Portwein?
Nein. Nur Weine aus der geschützten Douro-Region, die nach dem speziellen Verfahren der Fortifizierung hergestellt wurden, dürfen diesen Namen tragen.
Wie lange ist eine ungeöffnete Flasche haltbar?
Einfache Rubys und Tawnys sollten jung getrunken werden. Vintage Ports hingegen können 20 bis 50 Jahre lang an Komplexität gewinnen.
Warum haben viele Marken englische Namen?
Das liegt an den historischen Handelsverträgen zwischen England und Portugal. Britische Familien gründeten viele der berühmten Häuser wie Taylor’s, Graham’s oder Sandeman.
Zwischen Tradition und Wandel
In einer Zeit, in der globalisierte Massenware oft den Markt dominiert, wirkt der Portwein wie ein kostbarer Anachronismus, der jedoch mit modernen Trends wie dem „Portonic“ beweist, dass Tradition nicht stillstehen muss. Trotz der Herausforderungen durch den Klimawandel im heißen Douro-Tal bleibt die Leidenschaft der Winzer ungebrochen, die Qualität dieses Kulturguts für kommende Generationen zu sichern. Dies unterstreicht die zeitlose Relevanz eines Handwerks, das Geduld und Natur verbindet.
Welche Sorte werden Sie an diesem 10. September entkorken?
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Tag des Portweins im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Kulinarische Tage, Portugal, Weinfeste.
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