Tag der Niederlage der Nazi-Truppen in Stalingrad

Am 2. Februar ist der Tag der Niederlage der Nazi-Truppen in Stalingrad. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Februar statt.

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Dieser Sieg war ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg und führte zum Rückzug der deutschen Wehrmacht aus dem Osten.

Der 2. Februar 1943: Als das Eis der Geschichte brach

Wussten Sie, dass Kälte nicht der einzige Feind war, der das Schicksal der Welt veränderte? Es gibt Daten, die sich wie Narben in das kollektive Gedächtnis brennen. Der 2. Februar 1943 ist ein solcher Tag. Er markiert nicht nur das Ende der Schlacht von Stalingrad, sondern den psychologischen und militärischen Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs.

Hier erfahren Sie, was damals wirklich geschah, warum dieser Tag in Russland als „Tag des militärischen Ruhms“ gefeiert wird und welche stille Verbindung durch die „Madonna von Stalingrad“ bis heute in unsere Wohnzimmer reicht.

Anatomie einer Katastrophe: Der strategische Hintergrund

Im Sommer 1942 trieb die deutsche Führung einen Plan voran, der an Hybris kaum zu überbieten war. Die Heeresgruppen A und B sollten tief in den Süden der Sowjetunion vorstoßen. Das Ziel: die Ölfelder im Kaukasus und die Unterbrechung der Wolga als Lebensader des sowjetischen Nachschubs.

Doch die Stadt, die Stalins Namen trug, wurde zum Grabstein dieser Strategie. Was als schnelle Eroberung geplant war, erstarrte in einem brutalen Häuserkampf.

200 Tage in der Hölle: „Rattenkrieg“ und Operation Uranus

Historiker beschreiben die Schlacht oft als das grausamste Ringen der Moderne. Soldaten nannten den Kampf um Fabrikhallen und Keller „Rattenkrieg“. Doch die eigentliche Entscheidung fiel nicht in den Ruinen, sondern an den Flanken.

  • Der Wendepunkt: Am 19. November 1942 startete die Rote Armee die „Operation Uranus“.

  • Die Falle: Innerhalb weniger Tage kesselten sowjetische Truppen die deutsche 6. Armee vollständig ein.

  • Das Ende: Trotz der aussichtslosen Lage verbot Adolf Hitler den Ausbruch. Das Ergebnis war das langsame Sterben von Hunderttausenden im „Kessel“.

Am 2. Februar 1943 kapitulierten die letzten Einheiten im Nordkessel. Generalfeldmarschall Friedrich Paulus hatte sich bereits zwei Tage zuvor ergeben – entgegen dem Befehl, sich bis zur letzten Patrone zu opfern.

Die Bilanz des Schreckens

Zahlen können das Leid kaum fassen, doch sie geben dem Grauen eine Dimension. Neueste historische Schätzungen gehen von verheerenden Verlusten aus:

  • Sowjetunion: Über 1,1 Millionen Soldaten und Zivilisten (Tote, Verwundete, Vermisste). Die Stadt Wolgograd (damals Stalingrad) war praktisch ausgelöscht.

  • Deutschland und Verbündete: Etwa 850.000 Mann Verluste (inklusive rumänischer, italienischer und ungarischer Truppen).

  • Gefangenschaft: Von den rund 91.000 deutschen Soldaten, die im Februar 1943 in Gefangenschaft gingen, kehrten Jahre später nur etwa 6.000 nach Hause zurück.

Ein Licht in der Dunkelheit: Die Madonna von Stalingrad

Für uns im deutschsprachigen Raum gibt es neben der militärischen Niederlage einen tief bewegenden kulturellen Aspekt. Weihnachten 1942, mitten im eingekesselten Elend, zeichnete der Arzt und Pfarrer Kurt Reuber auf der Rückseite einer russischen Landkarte eine Mutter mit Kind.

Dazu schrieb er die Worte: „Licht, Leben, Liebe“.

Dieses Bild, die „Stalingrad Madonna“, gelangte mit einem der letzten Flugzeuge aus dem Kessel. Das Original hängt heute in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Es ist kein Symbol des Krieges, sondern eine Mahnung zur Versöhnung, die Deutschland, Österreich und die ehemaligen Kriegsgegner verbindet.

Warum wir uns heute erinnern müssen

In Russland ist der 2. Februar gesetzlich im Föderalen Gesetz über die „Tage des militärischen Ruhms“ verankert. Es ist ein Tag des Stolzes auf die Standhaftigkeit.

Für uns in Europa ist es ein Tag der Demut. Der Blick auf Stalingrad – heute Wolgograd – und die gigantische Mutter-Heimat-Statue auf dem Mamajew-Hügel erinnert uns daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Die Geschichte lehrt uns, dass blinder Gehorsam und ideologischer Wahn in den Abgrund führen.

Häufige Fragen (FAQ) zur Schlacht von Stalingrad

Warum heißt die Stadt heute nicht mehr Stalingrad?

Im Rahmen der Entstalinisierung wurde die Stadt 1961 in Wolgograd (Stadt an der Wolga) umbenannt. An bestimmten Gedenktagen wird symbolisch der alte Name verwendet.

Was war die „Operation Uranus“?

Das war der Codename für die sowjetische Gegenoffensive, die am 19. November 1942 begann und zur Einkesselung der deutschen 6. Armee führte.

Gibt es heute noch Überlebende?

Aufgrund der verstrichenen Zeit (über 80 Jahre) gibt es kaum noch lebende Zeitzeugen, die als Soldaten an der Schlacht teilgenommen haben. Das Gedenken wird nun von den nachfolgenden Generationen getragen.

Zwischen Schatten und Hoffnung

Obwohl die geopolitischen Spannungen unserer Zeit zeigen, dass die Menschheit die Lektionen von 1943 noch immer nicht vollständig verinnerlicht hat, bleibt das Gedenken an Stalingrad ein kraftvolles Bollwerk gegen das Vergessen. Dies unterstreicht, dass selbst aus der tiefsten Dunkelheit der Geschichte ein gemeinsamer Wille zur Versöhnung wachsen kann.

Wie gedenken Sie an Tagen wie diesem? Teilen Sie Ihre Gedanken zur Erinnerungskultur gerne in den Kommentaren oder leiten Sie diesen Artikel an geschichtsinteressierte Bekannte weiter.

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Tag der Niederlage der Nazi-Truppen in Stalingrad im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Militärische Tage, Russland.

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