Tag der Infanterie in Argentinien
Am 13. September ist der Tag der Infanterie in Argentinien. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats September statt.
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Warum der Tag der Infanterie in Argentinien uns heute noch inspiriert
Stellen Sie sich vor, Ihre Stadt wird von einer Weltmacht angegriffen, und es gibt keine Armee, die Sie schützt. Was würden Sie tun? Genau vor dieser Entscheidung standen die Bewohner von Buenos Aires im Jahr 1806. Aus einfachen Bürgern wurden über Nacht Soldaten – der Beginn einer Geschichte, die bis heute jedes Jahr am 13. September gefeiert wird.
Der Ursprung: Wenn Bürger Geschichte schreiben
Der „Día de la Infantería“ ist in Argentinien kein gewöhnlicher Militärfeiertag. Er erinnert an den 13. September 1806. Damals erließ Santiago de Liniers nach der ersten britischen Invasion den historischen Befehl, das Volk in festen Bataillonen zu organisieren.
Hier entstanden legendäre Einheiten wie die „Patricios“. Das Besondere: Es waren keine Berufssoldaten, sondern Kaufleute, Handwerker und Bauern. Sie verteidigten ihre Heimat gegen die damals stärkste Seemacht der Welt. Dieser Geist der Eigenverantwortung ist tief in der argentinischen Identität verwurzelt.
Von den Unabhängigkeitskriegen bis zum UN-Einsatz
Die argentinische Infanterie hat sich seit den Tagen der Vorderlader massiv gewandelt. Heute ist sie eine moderne Truppe, die weit über die Grenzen Südamerikas hinaus geschätzt wird.
Historische Meilensteine: Der Sieg bei Suipacha (1810) war der erste große Triumph auf dem Weg zur Unabhängigkeit von Spanien.
Taktischer Wandel: Von den starren Linienformationen des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Truppe hin zu hochmobilen Einheiten.
Internationale Rolle: Heute sichern argentinische „Blauhelme“ den Frieden in Krisenregionen wie Zypern oder dem Nahen Osten.
Diese Professionalität zeigt, dass Tradition und moderne Technik kein Widerspruch sein müssen. Die Infanterie nutzt heute Drohnen und moderne Radpanzer (wie den TAM), vergisst dabei aber nie ihre Wurzeln.
Tradition zum Anfassen: Asado und offene Kasernen
Für die Menschen in Argentinien ist der 13. September ein Tag der Begegnung. In Städten wie Buenos Aires oder Mendoza öffnen die Kasernen ihre Tore. Es ist ein Volksfest, das Generationen verbindet.
Besonders lebendig wird es beim traditionellen Asado. Bei diesem typisch argentinischen Grillfest sitzen aktive Soldaten und Reservisten zusammen. Sie tauschen Geschichten aus – über harte Märsche in den eiskalten Anden oder staubige Einsätze im Chaco. Diese sozialen Nachweise der Kameradschaft stärken das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Institutionen.
Warum uns dieser Tag etwas angeht
Auch wenn Argentinien weit weg scheint, lehrt uns der Tag der Infanterie etwas Universelles: Mut entsteht oft aus der Notwendigkeit heraus. Es geht um den Schutz der Gemeinschaft und den Zusammenhalt in schwierigen Zeiten.
In einer Welt, die immer komplexer wird, erinnert uns dieser Tag daran, dass die Basis jeder Gesellschaft Menschen sind, die bereit sind, füreinander einzustehen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum ist der 13. September der Tag der Infanterie?
An diesem Tag im Jahr 1806 wurde die offizielle Bildung der ersten Miliz-Bataillone in Buenos Aires angeordnet, um die Stadt gegen britische Angriffe zu verteidigen.
Wer sind die „Patricios“?
Das „Regimiento de Infantería 1 Patricios“ ist die älteste Infanterie-Einheit Argentiniens. Sie besteht bis heute und nimmt oft repräsentative Aufgaben in historischen Uniformen wahr.
Wie wird der Tag in Argentinien gefeiert?
Neben offiziellen Militärparaden gibt es Volksfeste, Ausstellungen historischer Waffen und die traditionellen Grillabende (Asados) für Soldaten und ihre Familien.
Hat die argentinische Infanterie eine Schutzpatronin?
Ja, die „Virgen de la Inmaculada Concepción“ (Unbefleckte Empfängnis) gilt als Schutzherrin der Infanterie, was die tiefe katholische Tradition des Landes widerspiegelt.
Abschluss & Wirkung
Während die Verklärung militärischer Siege oft die Grausamkeit des Krieges ausblendet, bietet die Besinnung auf den Mut der frühen Bürgerwehren eine wertvolle Identifikationsquelle für eine moderne Zivilgesellschaft. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Traditionen kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig ihren Kern als Gemeinschaftswerk zu schätzen.
Dieser Gedenktag zeigt uns, dass aus spontanem Widerstand dauerhafte Stabilität wachsen kann, solange die Werte dahinter lebendig bleiben.
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