Später Tag oder Komm-zu-irgendwas-zu-spät-Tag
Am 5. September ist der Später Tag oder Komm-zu-irgendwas-zu-spät-Tag. Be Late For Something Day – ein Plädoyer fürs Durchatmen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats September statt.
Rechner für Tage

Haben Sie heute schon auf die Uhr geschaut und innerlich geseufzt? In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt Pünktlichkeit als höchstes Gut. Doch am 5. September dürfen Sie die Uhr bewusst ignorieren. Der „Be Late For Something Day“ (Komm-zu-irgendwas-zu-spät-Tag) ist kein Aufruf zum Chaos, sondern ein Plädoyer für Ihre mentale Gesundheit.
Der Ursprung: Ein Club, der sich Zeit lässt
Die Wurzeln dieses kuriosen Gedenktages liegen in den USA der 1950er-Jahre. Les Waas gründete 1956 den „Procrastinators’ Club of America“. Das Ziel war simpel, aber revolutionär: Menschen beizubringen, den ständigen Druck, alles sofort erledigen zu müssen, abzubauen.
Der Club wurde berühmt für seine humorvollen Aktionen. So protestierte er beispielsweise gegen den Krieg von 1812 – allerdings erst im Jahr 1966. Dieser humorvolle Umgang mit Zeit erinnert uns daran, dass viele Dinge im Leben nicht so eilig sind, wie sie scheinen.
Pünktlichkeit im DACH-Raum: Ein kulturelles Korsett?
In unseren Breitengraden ist die „akademische Viertelstunde“ oft das Maximum an Toleranz. Pünktlichkeit wird hier mit Respekt und Zuverlässigkeit gleichgesetzt. Das sorgt für Effizienz, erzeugt aber auch einen enormen Stresspegel.
Studien zur Stressforschung zeigen regelmäßig, dass Zeitdruck einer der größten Belastungsfaktoren im Alltag ist. Wer ständig Angst hat, fünf Minuten zu spät zu kommen, schüttet dauerhaft Cortisol aus. Der „Be Late For Something Day“ fungiert hier als notwendiges Ventil. Er erlaubt uns, die strikten Regeln für einen Tag zu lockern.
Drei Wege, wie Sie heute bewusst entschleunigen
Es geht nicht darum, den Flug in den Urlaub zu verpassen oder den Arzttermin zu schwänzen. Es geht um die kleinen Momente, in denen wir uns selbst Zeit stehlen dürfen:
Der Genuss-Moment: Bleiben Sie fünf Minuten länger am Frühstückstisch sitzen, auch wenn die Arbeit ruft.
Der Umweg: Nehmen Sie auf dem Weg zum nächsten Termin die längere Route durch den Park.
Die digitale Pause: Beantworten Sie eine Nachricht erst eine Stunde später als gewohnt.
Warum „zu spät“ manchmal „genau richtig“ ist
Wenn wir uns erlauben, den Pfad der strikten Zeitplanung zu verlassen, öffnen wir uns für das Unvorhersehbare. Ein spontanes Gespräch mit einem Nachbarn oder das Beobachten eines Sonnenaufgangs schenkt uns mehr Lebensqualität als die perfekt getaktete Ankunft im Büro. Achtsamkeit bedeutet auch, dem Moment Vorrang vor dem Terminplan zu geben.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der „Be Late For Something Day“?
Es ist ein inoffizieller Gedenktag am 5. September, der dazu aufruft, den Termindruck des Alltags zu lockern und bewusst eine kleine Verspätung in Kauf zu nehmen, um zu entschleunigen.
Wer hat den Tag erfunden?
Der Tag wird dem „Procrastinators’ Club of America“ zugeschrieben, der 1956 gegründet wurde, um für mehr Gelassenheit und gegen unnötigen Zeitstress zu werben.
Ist dieser Tag eine Entschuldigung für Unzuverlässigkeit?
Nein. Es geht vielmehr um die psychologische Entlastung. Man soll hinterfragen, welche Termine wirklich lebenswichtig sind und wo man sich selbst unnötigen Druck macht.
Gilt der Tag auch im Berufsleben?
In einem professionellen Umfeld sollte man dennoch respektvoll mit der Zeit anderer umgehen. Der Tag lässt sich aber wunderbar auf private Erledigungen oder die eigene Pausengestaltung anwenden.
Man weiß nie, was die Zukunft schreibt
In einer Zeit, in der Effizienzsteigerung und digitale Erreichbarkeit unsere Biografien dominieren, wirkt ein Tag des bewussten Zuspätkommens fast wie ein Akt des Widerstands; doch genau diese kleine Rebellion schützt uns vor dem Ausbrennen in einer überhitzten Leistungsgesellschaft. Während die Gefahr besteht, dass absolute Unpünktlichkeit soziale Gefüge belastet, bietet die bewusste Verzögerung die Chance, die eigene Souveränität über die Zeit zurückzugewinnen. Dies erinnert uns daran, dass wir nicht Diener der Uhr sind, sondern Gestalter unseres Lebens.
Werden Sie heute eine Minute länger innehalten, bevor Sie loshetzen?
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