Simon-Juda-Markt Euskirchen
Am 23. Oktober ist der Simon-Juda-Markt Euskirchen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Oktober statt.

Eine Kirmes zwischen Nervenkitzel und Nostalgie
Stellen Sie sich vor: Die kühle Herbstluft duftet plötzlich nach gebrannten Mandeln, Zuckerwatte und herzhafter Bratwurst. Ein buntes Lichtermeer erhellt die historische Altstadt, und das fröhliche Kreischen aus den Fahrgeschäften mischt sich mit rheinischer Geselligkeit. Willkommen auf dem Simon-Juda-Markt in Euskirchen – einem Ort, an dem 700 Jahre Geschichte auf moderne Lebensfreude treffen.
Von 1322 bis heute: Ein Markt schreibt Geschichte
Der Simon-Juda-Markt ist nicht einfach nur eine Kirmes. Er ist ein Stück gelebte Identität. Seine Wurzeln reichen bis in das Jahr 1322 zurück. Damals verlieh der Landesherr Reinald I. der aufstrebenden Stadt Euskirchen das begehrte Marktrecht.
Benannt wurde das Spektakel nach den Heiligen Simon und Judas, deren Gedenktag auf den 28. Oktober fällt. Was im Mittelalter als lebenswichtiger Warenumschlagplatz für Stoffhändler, Winzer und Tuchmacher aus ganz Europa begann, ist heute ein Fest, das Generationen verbindet.
Die größte Innenstadtkirmes links des Rheins
Mit über 160 Schaustellern verwandelt sich Euskirchen in einen riesigen Vergnügungspark. Jährlich strömen rund 250.000 Besucher in die Stadt. Was macht diesen Markt so besonders? Er findet nicht auf einer grünen Wiese statt, sondern pulsiert direkt im Herzen der Stadt, rund um den Charleviller Platz und durch die angrenzenden Gassen.
Das erwartet Sie vor Ort:
Adrenalin pur: Hochmoderne Fahrgeschäfte, die Schwindelfreiheit erfordern.
Kulinarische Vielfalt: Von der klassischen rheinischen Bratwurst bis hin zu frisch gebackenen Mutzen.
Karnevalistisches Flair: Im großen Festzelt sorgen lokale Karnevalsvereine und Live-Bands für Partystimmung.
Lichterzauber: Das farbenprächtige Feuerwerk am Freitagabend, das den Himmel über der Altstadt zum Leuchten bringt.
Mehr als nur eine Kirmes: Warum wir solche Feste brauchen
Für die Menschen in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Raum Euskirchen und der angrenzenden Eifel, erfüllt der Simon-Juda-Markt wichtige gesellschaftliche Aufgaben.
Emotionaler Anker und soziale Verbindung
Für die Generation der 35- bis 60-Jährigen ist der Markt eine Zeitmaschine.
35–45-Jährige: Sie erleben das Fest oft durch die leuchtenden Augen ihrer eigenen Kinder neu und geben Familientraditionen weiter.
50–60-Jährige: Für sie ist der Kirmesbesuch oft ein festes Ritual. Hier trifft man alte Schulfreunde, genießt die rheinische Geselligkeit und spürt ein Gefühl von Heimat und Stabilität in einer schnelllebigen Zeit.
Gesprächsstoff für Ihren Besuch: Welche Kirmes-Attraktion weckt Ihre tiefsten Kindheitserinnerungen? Ist es das klassische Kettenkarussell oder der Nervenkitzel in der Achterbahn?
Wirtschaftliche Bedeutung für die Region
Der Simon-Juda-Markt ist ein enormer Wirtschaftsmotor. Lokale Einzelhändler, Bäckereien, Hotels und die Gastronomie profitieren von der hohen Besucherzahl. Für viele Betriebe in der Innenstadt sind diese Kirmestage die umsatzstärksten des Jahres. Gleichzeitig bietet das Fest regionale Sponsoring- und Kooperationsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen.
Ein Hauch von Kontroverse (Polarisierungspotenzial)
Wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es natürlich auch Reibungspunkte. Steigende Preise für Fahrgeschäfte und Snacks sorgen gelegentlich für Diskussionen. Auch der Geräuschpegel und die Sperrung der Innenstadt verlangen den Anwohnern einiges an Geduld ab. Dennoch überwiegt bei den meisten der Stolz auf "ihre" Kirmes, die so viel Leben in die Euskirchener Altstadt bringt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Simon-Juda-Markt
Wann findet der Simon-Juda-Markt statt?
Die Kirmes findet traditionell Ende Oktober statt, rund um den Gedenktag der Heiligen Simon und Judas (28. Oktober).
Wo genau in Euskirchen stehen die Fahrgeschäfte?
Der Markt erstreckt sich vom großen Charleviller Platz bis weit in die Fußgängerzone der historischen Altstadt hinein.
Gibt es genügend Parkplätze für Besucher?
Euskirchen bietet mehrere Parkhäuser in der Innenstadt. Aufgrund des hohen Andrangs empfiehlt sich jedoch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da der Bahnhof nur wenige Gehminuten vom Geschehen entfernt ist.
Ist das Fest auch für kleinere Kinder geeignet?
Absolut. Neben rasanten Fahrgeschäften gibt es zahlreiche familiengerechte Attraktionen, klassische Kinderkarussells, Entenangeln und Süßwarenstände.
Die Zukunft wird’s zeigen
Während steigende Preise und der enorme logistische Aufwand in der Innenstadt manchen Familien und Anwohnern zunehmend Sorgen bereiten, zeigt der ungebrochene Besucheransturm in Euskirchen, wie tief das Bedürfnis nach gemeinsamen, unbeschwerten Erlebnissen verankert ist. Dies unterstreicht eindrucksvoll, dass lebendige Traditionen wie der Simon-Juda-Markt auch in herausfordernden Zeiten ein unersetzlicher Anker für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bleiben.
Welche Tradition werden Sie in diesem Jahr auf dem Markt aufleben lassen?
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Simon-Juda-Markt Euskirchen im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, Kirmes und Volksfeste.
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