Die Schueberfouer in Luxemburg
Am 23. August ist die Schueberfouer in Luxemburg. Tradition, Nervenkitzel und kulinarisches Erbe. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats August statt.
Am 23. August ist die Schueberfouer in Luxemburg. Tradition, Nervenkitzel und kulinarisches Erbe. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats August statt.

Stellen Sie sich vor, der Duft von frisch frittierten Kartoffelpuffern vermischt sich mit dem Lachen von tausenden Menschen, während über Ihnen ein riesiges Riesenrad in den Abendhimmel von Luxemburg-Stadt ragt. Die „Fouer“, wie wir Luxemburger sie liebevoll nennen, ist nicht einfach nur ein Jahrmarkt. Sie ist das pulsierende Herz unserer Hauptstadt und ein lebendiges Denkmal einer fast 700-jährigen Geschichte.
Wenn ich heute über das Glacis-Feld schlendere, denke ich oft an das Jahr 1340 zurück. Damals legte Johann der Blinde, Graf von Luxemburg und König von Böhmen, den Grundstein für dieses Spektakel. Ursprünglich war die Schueberfouer ein wichtiger Handelsmarkt für Vieh und Waren.
Der Name leitet sich vermutlich vom „Schadeburg“-Plateau ab, auf dem das Fest früher stattfand. Heute ist die Fouer das größte Volksfest der Großregion (Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Lothringen und Wallonien) und verbindet Tradition mit modernster Technik.
Ein besonderes Highlight, das Sie nicht verpassen sollten, ist der „Hämmelsmarsch“ (Hammelmarsch). Am Eröffnungstag ziehen Musikanten in traditioneller Kleidung, begleitet von festlich geschmückten Schafen, durch die Straßen der Stadt. Dieser Brauch erinnert an die landwirtschaftlichen Wurzeln des Festes und ist ein Symbol für den Zusammenhalt der Luxemburger.
Die Schueberfouer ist für ihre Gastronomie berühmt. Für viele Einheimische ist ein Besuch ohne ein gemeinsames Abendessen in einem der großen Festzelt-Restaurants undenkbar.
Das sollten Sie unbedingt probieren:
Gromperekichelcher: Goldgelbe, knusprige Kartoffelpuffer, die traditionell mit Apfelmus serviert werden.
Fouer-Fësch: In Bierteig gebackener Fisch (meist Kabeljau oder Merlan), der oft mit Pommes Frites und einer feinen Remoulade gegessen wird.
Luxemburger Weine: Ein Glas kühler Riesling oder ein spritziger Crémant aus den Weinbergen der Mosel rundet das Erlebnis ab.
Mit über 200 Attraktionen bietet das Fest für jeden Geschmack etwas. Das Glacis-Feld verwandelt sich jedes Jahr Ende August für 20 Tage in eine eigene kleine Welt.
Für Adrenalin-Junkies: Hochmoderne Achterbahnen und riesige Schaukeln sorgen für einen Blick über die Festungsmauern aus schwindelerregender Höhe.
Für Familien: Klassische Karussells, Entenangeln und Schießbuden wecken Nostalgie und begeistern die kleinsten Besucher.
Das Riesenrad: Es ist das Wahrzeichen der Fouer und bietet den besten Panoramablick auf die moderne Skyline des Kirchbergs und die historische Altstadt.
Damit Ihr Ausflug zur Schueberfouer entspannt verläuft, hier einige Empfehlungen:
Anreise: Nutzen Sie die Tram! Sie hält direkt am „Theater“ oder „Faïencerie“, nur wenige Schritte vom Festgelände entfernt. Parken in der Stadt ist während der Fouer schwierig; nutzen Sie die P+R-Parkplätze am Stadtrand.
Beste Zeit: Unter der Woche am Nachmittag ist es etwas ruhiger – ideal für Familien. Am Abend und am Wochenende verwandelt sich der Platz in eine glitzernde Partymeile.
Abschluss-Feuerwerk: Am letzten Abend (meist um den 11. September) findet ein spektakuläres Feuerwerk auf der Schuman-Brücke statt, das den Himmel erleuchtet.
Wann findet die Schueberfouer statt?
Das Fest beginnt traditionell am 23. August (Vorabend des Bartholomäustags) und dauert 20 Tage bis in den September hinein.
Kostet der Eintritt zur Schueberfouer etwas?
Nein, der Zugang zum Festgelände auf dem Glacis-Feld ist kostenlos. Sie zahlen lediglich für die einzelnen Fahrgeschäfte und Verpflegung.
Ist die Schueberfouer barrierefrei?
Ja, das Gelände ist weitgehend eben und asphaltiert. Es gibt behindertengerechte Toiletten und die meisten Restaurants sind ebenerdig zugänglich.
Wie sicher ist das Fest?
Luxemburg legt großen Wert auf Sicherheit. Es gibt eine permanente Polizeistation direkt auf dem Gelände sowie Sanitätsdienste.
Während die zunehmende Kommerzialisierung und der Trubel der modernen Fahrgeschäfte den besinnlichen Charakter der alten Marktradition manchmal in den Hintergrund drängen, bleibt die Schueberfouer dennoch das unverzichtbare kulturelle Bindeglied, das Generationen von Luxemburgern und Gästen am selben Tisch vereint. Dieser Kontrast zeigt deutlich, dass wahre Traditionen nicht im Stillstand, sondern in der ständigen Anpassung an die Zeit überleben. Genau diese Mischung macht den Charme aus.
Wann planen Sie Ihren Besuch auf der nächsten "Fouer"? Wir freuen uns darauf, Sie in Luxemburg begrüßen zu dürfen.
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