Rosch Haschana – Das jüdische Neujahrsfest
Am 11. September ist der Rosch Haschana – Das jüdische Neujahrsfest. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats September statt.
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„Le-shana tova tikatev ve-techatem“ – Mögest du für ein gutes Jahr eingeschrieben sein!
Mit diesen Worten begrüßen sich Jüdinnen und Juden an Rosch Haschana, dem jüdischen Neujahrsfest. Doch dieser Feiertag ist weit mehr als ein Jahreswechsel: Er ist ein Moment der Hoffnung, der Selbstreflexion und der spirituellen Erneuerung.
Ein Blick zurück – und nach vorn
Rosch Haschana bedeutet wörtlich „Kopf des Jahres“. Nach jüdischer Überlieferung ist es der Tag, an dem Gott die Welt erschuf – ein kosmischer Geburtstag der Schöpfung. Er fällt auf den ersten Tag des Monats Tischri und wird traditionell zwei Tage gefeiert.
Symbolisch öffnet sich an diesem Tag das „Buch des Lebens“. Gott entscheidet, so heißt es, über das Schicksal jedes Menschen im kommenden Jahr:
Wer wird leben oder sterben?
Wer wird Ruhe oder Erfolg finden?
Wer wird gedeihen oder leiden?
Diese Worte stammen aus dem liturgischen Gebet Unetaneh Tokef und berühren seit Jahrhunderten die Herzen vieler Gläubiger.
Ein Fest der Einkehr und der Hoffnung
Rosch Haschana ist leise und nachdenklich. Keine Feuerwerke, keine ausgelassenen Feiern – stattdessen Selbstreflexion, Versöhnung und gute Vorsätze.
Zentral ist der Klang des Schofar, eines Widderhorns. Sein durchdringender Ton ruft:
„Erwacht, ihr Schläfer, und prüft eure Wege!“
Die Tradition ist Jahrtausende alt und erinnert daran, innezuhalten und das eigene Leben bewusst zu betrachten.
Kulinarische Symbolik
Jede Speise erzählt eine Geschichte und trägt Wünsche für das kommende Jahr:
Äpfel in Honig: Für ein süßes, glückliches Jahr.
Runde Challah mit Rosinen: Symbolisiert den Jahreskreis – ohne Anfang und Ende.
Karotten in Honig: Zeichen von Reichtum, erinnert an Goldmünzen.
Fisch- oder Lammkopf: Wunsch, „am Kopf“ zu stehen – zu führen, nicht zu folgen.
Granatapfel: Viele Kerne stehen für zahlreiche gute Taten.
So wird das Essen zu einem Erlebnis für Gaumen und Herz zugleich.
Traditionen im Wandel
Auch heute verändert sich Rosch Haschana. In liberalen Gemeinden gibt es inklusive Gebete, gemeinschaftliche Tashlich-Zeremonien am Wasser oder soziale Projekte. Dennoch bleibt die Botschaft unverändert: Umkehr, Neubeginn und Hoffnung.
Universelle Gedanken
Rosch Haschana inspiriert auch Menschen außerhalb des jüdischen Glaubens. Wer hat nicht schon einmal innegehalten, Bilanz gezogen oder sich gewünscht, einen neuen Anfang zu wagen? Der Gedanke, dass unsere Handlungen zählen und ein neues Jahr neue Chancen bringt, verbindet über Religionen hinweg.
Fragen, die zum Nachdenken einladen
Wann nehmen wir uns bewusst Zeit für Selbstreflexion?
In welchen Bereichen möchten wir im kommenden Jahr „am Kopf“ stehen – Beruf, Familie, Gesellschaft?
Welche kleinen Schritte können wir heute schon gehen, um das neue Jahr gut zu gestalten?
Die Zukunft wird’s zeigen
Rosch Haschana ist ein stiller, kraftvoller Feiertag – ein Moment des Innehaltens, der Hoffnung und der Besinnung. Er erinnert daran, dass jeder neue Anfang eine Chance bietet.
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Rosch Haschana – Das jüdische Neujahrsfest im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Argentinien, Deutschland, Israel, Silvester, US Feiertage.
Was wird zusammen mit dem Rosch Haschana – Das jüdische Neujahrsfest gefeiert?
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