Nationaler Tempura-Tag in den USA
Am 7. Januar ist der Nationaler Tempura-Tag in den USA. Wie der Glaube die Knusprigkeit erfand. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Januar statt.
Am 7. Januar ist der Nationaler Tempura-Tag in den USA. Wie der Glaube die Knusprigkeit erfand. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Januar statt.

Wussten Sie, dass eines der berühmtesten Gerichte Japans seine Wurzeln eigentlich in Europa hat? Was heute als Inbegriff fernöstlicher Kochkunst gilt, begann als einfache Fastenspeise portugiesischer Seefahrer. Jedes Jahr am 7. Januar feiern wir den Nationalen Tempura-Tag – eine perfekte Gelegenheit, diese knusprige Verbindung der Kulturen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Geschichte von Tempura beginnt im 16. Jahrhundert. Portugiesische Jesuitenmissionare brachten die Technik des Frittierens in Teig nach Nagasaki. Der Name „Tempura“ leitet sich vom lateinischen Begriff Quattuor Tempora (Quatember-Tage) ab. Dies waren Fastenzeiten der katholischen Kirche, in denen Fleisch verboten war.
Um dennoch nahrhafte und schmackhafte Mahlzeiten zu genießen, frittierten die Missionare Fisch und Gemüse in einem leichten Teigmantel. Die Japaner übernahmen diese Methode, verfeinerten sie über Jahrhunderte und machten daraus das handwerkliche Meisterstück, das wir heute kennen.
Was unterscheidet Tempura von herkömmlichem Frittierten? Es ist die Leichtigkeit. Ein echter Tempura-Teig besteht meist nur aus drei Zutaten:
Eiskaltes Wasser (oft mit Kohlensäure für zusätzliche Lockerheit)
Feines Weizenmehl
Gelegentlich ein Eigelb
Der Profi-Tipp: Der Teig darf nur ganz kurz und grob gerührt werden. Klümpchen sind ausdrücklich erwünscht! Dadurch entsteht kaum Gluten, was die Hülle beim Ausbacken in heißem Öl (oft Sesamöl-Mischungen) so unvergleichlich zart und luftig macht.
Obwohl der „National Tempura Day“ ursprünglich aus den USA stammt, gewinnt er auch in Europa an Bedeutung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz schätzen wir die japanische Küche seit Jahrzehnten für ihre Qualität und Frische. Der 7. Januar markiert den Abschluss der schweren Weihnachtsfeiertage. Tempura bietet hier eine willkommene Abwechslung: Es ist festlich, aber durch die spezielle Zubereitung deutlich bekömmlicher als viele winterliche Speisen.
In der klassischen japanischen Küche (Edo-mae) dominieren Garnelen (Ebi) und Meeresfrüchte. Doch Tempura ist wunderbar wandelbar und passt hervorragend zu unseren regionalen Erzeugnissen:
Gemüse: Kürbis, Süßkartoffeln, Pilze oder regionaler Brokkoli.
Wildkräuter: Im Frühjahr eignen sich sogar Bärlauch oder Salbeiblätter.
Süße Varianten: In modernen Restaurants findet man heute oft Obst im Tempura-Mantel, serviert mit einer Kugel Milcheis.
Ist Tempura immer glutenfrei?
Nein, klassischer Tempura-Teig wird mit Weizenmehl hergestellt. Es gibt jedoch hervorragende Alternativen mit Reismehl, die ebenfalls sehr knusprig werden.
Welches Öl eignet sich am besten zum Frittieren?
Ideal sind hitzestabile Öle mit neutralem Geschmack, wie Rapsöl oder spezielles Brat-Sonnnenblumenöl. In Japan wird für das Aroma oft ein kleiner Anteil geröstetes Sesamöl beigemischt.
Was ist die klassische Beilage?
Tempura wird traditionell mit Tentsuyu serviert, einer Sauce aus Dashi (Fischsud), Sojasauce und Mirin. Dazu reicht man oft geriebenen Rettich (Daikon) und Ingwer.
Kann man Tempura am nächsten Tag noch essen?
Tempura lebt von der Frische und Knusprigkeit. Wenn Reste bleiben, sollten diese im Ofen kurz aufgebacken werden; die Mikrowelle macht den Teig leider weich und zäh.
Während die industrielle Massenproduktion von Tiefkühlkost die handwerkliche Kunst des perfekten Teigmantels zu verdrängen droht, bewahrt der Nationale Tempura-Tag das Bewusstsein für diese feine kulinarische Tradition. Trotz der Schnelllebigkeit moderner Food-Trends erinnert uns dieses Gericht daran, dass wahre Qualität Zeit, eiskaltes Wasser und ein tiefes Verständnis für Geschichte benötigt. Dies unterstreicht, dass Essen weit mehr ist als nur Sättigung – es ist gelebte Kulturgeschichte auf dem Teller.
Welche Zutat würden Sie gerne einmal im knusprigen Tempura-Mantel probieren? Vielleicht ist der heutige Tag der ideale Moment für ein kulinarisches Experiment in der eigenen Küche.
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