Nationaler Tag des heißen Pastrami-Sandwiches in den USA
Am 14. Januar ist der Nationaler Tag des heißen Pastrami-Sandwiches in den USA. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Januar statt.

Ein Stück New York auf dem Teller
Kennen Sie diesen einen Duft, der sofort Bilder von belebten Straßenzügen und gemütlichen Diner-Bänken weckt? Wenn am 14. Januar in den USA der Nationale Tag des heißen Pastrami-Sandwiches gefeiert wird, ehren wir weit mehr als nur eine Mahlzeit. Wir feiern ein kulinarisches Erbe, das den Sprung von den jüdischen Vierteln Osteuropas direkt in das Herz der modernen Weltgastronomie geschafft hat.
Die Reise eines Klassikers: Von Europa nach Manhattan
Die Geschichte des Pastrami-Sandwiches ist eine klassische Einwanderergeschichte. Im späten 19. Jahrhundert brachte der litauische Metzger Sussman Volk das Rezept nach New York. Die Legende besagt, dass er das Rezept von einem rumänischen Freund erhielt – als Dank dafür, dass Volk dessen Reisegepäck lagerte.
In seinem kleinen Laden in der Delancey Street 88 im Jahr 1888 servierte er das Fleisch erstmals auf Roggenbrot. Was als pragmatische Haltbarmachung begann, wurde schnell zur Ikone der New Yorker Arbeiterklasse.
Der Name: Das Wort „Pastrami“ leitet sich vom rumänischen pastramă ab (konservieren), das wiederum Wurzeln im türkischen pastırma hat.
Die Tradition: Ursprünglich wurde meist preiswertes Rindfleisch (Brustkern oder Tafelspitz) durch Pökeln, Würzen und Räuchern veredelt.
Das Geheimnis der Zubereitung: Geduld ist die wichtigste Zutat
Ein echtes Pastrami-Sandwich ist kein Fast Food, sondern Handwerk. Im Gegensatz zum Corned Beef, das lediglich gepökelt und gekocht wird, durchläuft Pastrami einen komplexen Veredelungsprozess:
Pökeln: Das Fleisch lagert mehrere Wochen in einer würzigen Lake.
Würzen: Eine dicke Kruste aus grobem Pfeffer, Koriander, Knoblauch und Piment wird aufgetragen.
Räuchern: Das Fleisch wird schonend über hartem Holz geräuchert.
Dämpfen: Vor dem Servieren wird es sanft gedämpft, bis es butterweich ist und gegen die Faser aufgeschnitten werden kann.
Kulinarischer Kult: Katz’s Delicatessen und Popkultur
Wer an Pastrami denkt, kommt an „Katz’s Delicatessen“ in New York nicht vorbei. Seit 1888 ist dieses Deli eine Institution. Weltberühmt wurde es durch die ikonische Szene aus dem Film Harry und Sally. Der berühmte Satz „Ich will genau das, was sie hatte“ bezog sich auf das legendäre Truthahn-Sandwich – doch die meisten Gäste kommen heute wegen des meterhoch geschichteten Pastramis.
Auch im deutschsprachigen Raum hat der Trend längst Einzug gehalten. In Städten wie Berlin, Wien oder Zürich finden sich moderne Deli-Konzepte, die diese Handwerkstradition mit regionalem Qualitätsfleisch neu interpretieren.
Genuss mit Verstand: Die gesundheitliche Perspektive
Als Analyst betrachte ich Lebensmittel stets ganzheitlich. Pastrami bietet hochwertige Proteine und wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Zink.
Dennoch ist Vorsicht bei der Menge geboten: Aufgrund des Pökelverfahrens ist der Natriumgehalt sehr hoch. Ein klassisches Sandwich kann bereits einen großen Teil der empfohlenen Tagesdosis an Salz enthalten. Genießen Sie es daher als das, was es ist: ein besonderes Festmahl, kein täglicher Snack.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Pastrami und Corned Beef?
Pastrami wird nach dem Pökeln gewürzt und geräuchert, während Corned Beef nur gepökelt und dann gekocht wird.
Welches Brot passt am besten?
Traditionell wird Pastrami auf jüdischem Roggenbrot (Rye Bread) serviert, oft mit einer Kruste aus Kümmel.
Muss Pastrami immer warm gegessen werden?
Am 14. Januar feiern wir die „heiße“ Variante. Durch das Dämpfen entfalten sich die Aromen und das Fett wird geschmeidig, was den Geschmack intensiviert.
Welche Beilagen sind klassisch?
Saure Gurken (Pickles), ein Klecks scharfer Senf und eventuell ein klassischer Krautsalat (Coleslaw).
Ist Pastrami glutenfrei?
Das Fleisch selbst ist in der Regel glutenfrei, sofern die Gewürzmischung keine Zusätze enthält. Das klassische Sandwich ist es wegen des Brotes natürlich nicht.
Tradition zwischen Nostalgie und Moderne
Während der hohe Grad der Verarbeitung und der Salzgehalt in einer Zeit des wachsenden Gesundheitsbewusstseins kritisch hinterfragt werden müssen, bleibt das Pastrami-Sandwich ein unersetzliches Symbol für kulturelle Verschmelzung und kulinarische Beständigkeit. Trotz moderner Ernährungstrends behauptet sich dieses Gericht als zeitloses Handwerksprodukt, das Gemeinschaften an einem Tisch vereint. Dies unterstreicht die Kraft von Traditionen, die selbst im Wandel der Zeit ihren Kern bewahren.
Die Geschichte des Pastramis zeigt uns, dass Qualität und Zeit die besten Gewürze sind. Vielleicht probieren Sie diesen Klassiker bei Ihrem nächsten Stadtbummel oder wagen sich sogar an ein eigenes Rezept?
Welche Variante bevorzugen Sie? Klassisch mit Senf oder die moderne Interpretation?
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