Nationaler Tag von Bagel und Lachs
Am 9. Februar ist der Nationaler Tag von Bagel und Lachs. Ein Kultgebäck mit Wiener Wurzeln?. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats Februar statt.
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Kennen Sie das Geheimnis, warum ein echter Bagel so unvergleichlich bissfest schmeckt, während normale Brötchen oft nur krümeln? Die Antwort liegt in einem brachialen Kochvorgang, den kaum ein anderes Brot überlebt.
Am 9. Februar feiern die USA den National Bagels and Lox Day (Tag von Bagel und Lachs). Doch wir im deutschsprachigen Raum haben allen Grund mitzufeiern: Die Spuren dieses weltberühmten Kringels führen nämlich tief in die europäische Geschichte – und vielleicht sogar direkt nach Wien.
Tauchen Sie ein in die Geschichte eines Gebäcks, das als Arme-Leute-Essen begann und zum globalen Lifestyle-Frühstück aufstieg.
Ein technisches Meisterwerk: Warum Bagels baden gehen
Bevor ein Bagel den Ofen sieht, muss er schwimmen. Das ist kein Scherz, sondern reine Lebensmittelchemie, die den Unterschied macht.
Das kurze Bad in kochendem Wasser (ca. 3 bis 5 Minuten) bewirkt Folgendes:
Die Kruste: Die Stärke an der Oberfläche verkleistert sofort. Das sorgt für den typischen Glanz und die knackige Hülle.
Die Textur: Das Kochen stoppt das Aufgehen des Teigs vorzeitig. Das Ergebnis ist das dichte, zähe Innere ("chewy"), das Bagel-Fans so lieben.
Der Geschmack: Durch die Vorbehandlung karamellisiert die Kruste beim Backen stärker, was für ein malziges Aroma sorgt.
Interessant: Je länger der Bagel kocht, desto dicker wird die Kruste. Ein echter New York Style Bagel verlangt hier Präzision auf die Sekunde.
Von Krakau, Wien und einer schönen Legende
Woher kommt der Kringel wirklich? Die Geschichte liest sich wie ein Krimi zwischen Polen und Österreich.
Die Wien-Legende (1683)
Eine besonders im deutschsprachigen Raum beliebte Erzählung verortet die Geburt des Bagels in Wien. Nach dem Sieg über die osmanischen Truppen in der zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 soll ein jüdischer Bäcker dem polnischen König Jan Sobieski huldigen gewollt haben. Da der König ein Pferdeliebhaber war, formte der Bäcker den Teig wie einen Steigbügel (altdeutsch: „Beugel“).
Die historischen Fakten
So schön die Geschichte vom Steigbügel klingt – Historiker sind skeptisch. Schriftliche Erwähnungen von "Bajgiel" finden sich bereits in den Stadtordnungen von Krakau aus dem Jahr 1610. Dort wurden sie als Geschenk für Wöchnerinnen empfohlen. Vermutlich wanderten jüdische Bäcker aus Deutschland nach Polen aus und brachten Vorformen der Brezel mit, die sich dann zum runden Bagel weiterentwickelten.
Der Aufstieg in New York: Vom "Arme-Leute-Brot" zum Kult
Was heute in Hipster-Cafés in Berlin, Zürich oder München teuer verkauft wird, war ursprünglich ein Mittel zum Überleben.
Jüdische Einwanderung: Im späten 19. Jahrhundert brachten osteuropäische Einwanderer den Bagel nach New York.
Günstige Sättigung: Er galt als einfaches, koscheres Essen für die Arbeiterklasse.
Der "Bagel-Boom": Erst durch Automatisierung und Marketing in den 1960ern und 70ern wurde der Bagel zum Mainstream-Produkt in den ganzen USA.
Heute gilt New York als das Mekka der Bagel-Kultur. Institutionen wie „Russ & Daughters“ sind Pilgerstätten für Gourmets. Viele New Yorker schwören übrigens, dass ihr lokales Leitungswasser die geheime Zutat ist, die den Teig perfekt macht.
Das Traumpaar: Bagel und "Lox"
Am 9. Februar feiern wir nicht nur das Brot, sondern den Belag. Die Kombination mit Lox (vom jiddischen laks für Lachs) und Frischkäse ("Schmear") ist ein kulinarischer Klassiker.
Auch hier trafen zwei Welten aufeinander:
Skandinavische Technik: Die Methode, Lachs in Salzlake zu konservieren (ohne ihn zu räuchern), stammt ursprünglich aus Skandinavien.
Amerikanische Notwendigkeit: Vor der Erfindung moderner Kühlketten war gepökelter Lachs eine der wenigen Möglichkeiten, Fisch haltbar und transportfähig zu machen.
Der salzige Fisch, der fettige Frischkäse und der dichte, malzige Bagel bilden eine perfekte Balance aus Texturen und Geschmacksrichtungen (Umami, Salzigkeit, Süße).
FAQ: Häufige Fragen zum Bagel-Tag
Was ist der Unterschied zwischen "Lox" und Räucherlachs?
Echter "Lox" ist nur in Salzlake gepökelt und nicht geräuchert. Er ist sehr salzig. Was wir heute meist auf dem Bagel essen, ist "Nova Lox" – gepökelt und anschließend kaltgeräuchert (weniger salzig, feines Raucharoma).
Warum hat der Bagel ein Loch?
Neben der Symbolik (Kreislauf des Lebens) hatte das Loch einen ganz praktischen Nutzen: Straßenverkäufer konnten die Bagels auf lange Holzstangen fädeln oder an Schnüren transportieren und so einfacher verkaufen.
Feiert man den Tag auch in Deutschland?
Offiziell nicht, aber die Bagel-Kultur wächst rasant. Viele Cafés bieten mittlerweile hochwertige, handgerollte Bagels an, die sich vor den US-Vorbildern nicht verstecken müssen.
Die Zukunft steht uns offen: Ein Tag für Genießer
Der National Bagels and Lox Day erinnert uns daran, wie Einwanderung und kultureller Austausch unsere Esskultur bereichern. Ein Gebäck mit Wurzeln in Polen oder Österreich, verfeinert in New York, belegt mit skandinavisch inspiriertem Lachs – das ist Globalisierung auf dem Teller.
Wie feiern Sie heute?
Vielleicht mit einem Besuch beim lokalen Bäcker oder einem selbstbelegten Bagel-Frühstück am kommenden Wochenende?
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Nationaler Tag von Bagel und Lachs im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Kulinarische Tage, US Feiertage.
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