Mauretaniens Unabhängigkeitstag

Am 28. November ist der Mauretaniens Unabhängigkeitstag. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats November statt.

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Der Unabhängigkeitstag, ein gesetzlicher Feiertag in Mauretanien, wird in der dritten Dekade des Novembers begangen.

Wussten Sie, dass einer der längsten Eisenbahnzüge der Welt in Mauretanien verkehrt? Mit einer Länge von fast drei Kilometern ist er ein beeindruckendes Beispiel für die Transportmöglichkeiten in diesem einzigartigen Land. Wenn man Mauretanien aus dem Weltraum betrachtet, offenbart sich ein faszinierendes Bild: eine geologische Formation, die das „Auge von Afrika“ genannt wird. Die Entstehung dieser riesigen Bodenskulptur ist bis heute ein Rätsel.

Die Islamische Republik Mauretanien liegt in der Maghreb-Region im westlichen Nordafrika. Als das elftgrößte Land des Kontinents grenzt Mauretanien im Norden an Marokko, im Nordosten an Algerien, im Osten und Südosten an Mali sowie im Südwesten an Senegal. Der Name „Mauretanien“ stammt vom antiken Berberkönigreich, das von etwa 300 v. Chr. bis 700 n. Chr. existierte. Aufgrund der ausgedehnten Sahara-Wüste, die einen Großteil des Landes einnimmt, lebt der Großteil der Bevölkerung in den fruchtbareren südlichen Gebieten, wo die Regenwahrscheinlichkeit etwas höher ist.

Mauretanien erlangte erst 1960 seine Unabhängigkeit als eigenständige politische Einheit. Das Land wurde ursprünglich als französisches Kolonialgebiet in enger Verbindung mit einer arabisch-berberischen Theokratie in der Region Tarza gegründet. Die Gründung eines separaten Staates wurde initiiert, um eine Brücke zwischen den französischen Kolonien in Westafrika und Algerien zu schlagen und die Expansionsbestrebungen des benachbarten Marokkos zu blockieren. Bereits im 15. Jahrhundert begannen europäische Händler, Mauretanien ins Visier zu nehmen, und Frankreich übernahm 1817 die Kontrolle über die Küstenregion.

Der französische Einfluss erstreckte sich schnell über Senegal nach Mauretanien. Im Jahr 1901 versuchte Frankreich, diese Gebiete formell unter seine koloniale Kontrolle zu bringen, was ihm auch gelang. Ein offizielles französisches Protektorat wurde 1904 eingerichtet. Interessanterweise unterzeichneten nur die Regionen Brakna, Tagant und Tarza Abkommen mit den Franzosen, während die nördliche Region Adrar sich weigerte und unter der Führung von Scheich Maa al-Ainaina gegen den französischen Einfluss kämpfte. Einige Historiker glauben, dass Adrar offiziell mit den Franzosen übereinstimmte, obwohl es einen antikolonialen Aufstand führte, der erst 1912 durch das Militär niedergeschlagen wurde. 1920 wurde Mauretanien schließlich Teil von Französisch-Westafrika.

Trotz dieser Veränderungen verbesserte sich die Lebenssituation für viele nicht, wie es sich viele erhofft hatten. Zwar verbot die französische Regierung die Sklaverei und interne Clan-Konflikte, doch 90 % der Bevölkerung bestand weiterhin aus Nomaden und sesshaften Völkern, deren Vorfahren über Jahrhunderte verfolgt worden waren. Mit leichten Verbesserungen der Infrastruktur in der Region begann jedoch ein langsamer Rückkehrprozess nach Mauretanien.

Die politische Krise in Frankreich 1958 führte zur Einführung einer neuen Verfassung, die eine französische Gemeinschaft vorsah, deren Mitglieder autonome Republiken werden sollten. Dieser Status verlor jedoch schnell an Attraktivität, als Mauretanien von einer Welle nationaler Umwälzungen erfasst wurde. Nach der Proklamation der Islamischen Republik Mauretanien im Oktober 1958 wandelte die Territorialversammlung ihren Namen in „Konstituierende Versammlung“ und begann mit der Ausarbeitung einer eigenen nationalen Verfassung, die im März 1959 einstimmig angenommen wurde. Am 28. November 1960 erklärte Mauretanien seine Unabhängigkeit.

Dieses Datum hat sich zu einem symbolischen Wendepunkt in der Geschichte des Landes entwickelt. Der 28. November wird in Mauretanien als offizieller Nationalfeiertag gefeiert. An diesem Tag zeigen die Menschen ihren Stolz auf ihre Nation. Die Nationalflagge ist ein zentrales Element der Feierlichkeiten, und es finden zahlreiche patriotische Veranstaltungen statt. Zuhause nutzen die Menschen die Feiertage, um Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, köstliche Gerichte zuzubereiten und fröhliche Feiern zu organisieren.

Übrigens wurde die Sklaverei in Mauretanien erst 1981 gesetzlich abgeschafft, was das Land zu einem der letzten machte, die diesen Schritt unternahmen. Trotz der Verabschiedung entsprechender Gesetze lebten im Jahr 2003 Schätzungen zufolge noch etwa 90.000 Sklaven im Land. Leider zählt Mauretanien seit 2017 zu den ärmsten Ländern der Welt, in dem rund 40 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben.

Mauretaniens Unabhängigkeitstag ist nicht nur ein Feiertag, sondern auch eine Gelegenheit zur Reflexion über die Herausforderungen und Errungenschaften der Nation. Mit seinem reichen kulturellen Erbe und der bemerkenswerten Geschichte bleibt Mauretanien ein Land voller Überraschungen und Potenzial.

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Mauretaniens Unabhängigkeitstag im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Nationalfeiertage.

Was wird zusammen mit dem Mauretaniens Unabhängigkeitstag gefeiert?

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