Mary-Prince-Tag oder Somers Day auf Bermuda
Am 31. Juli ist der Mary-Prince-Tag oder Somers Day auf Bermuda. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Juli statt.
Am 31. Juli ist der Mary-Prince-Tag oder Somers Day auf Bermuda. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Juli statt.

Der Feiertag fällt auf den Freitag vor dem ersten Montag im August und ist tief in Bermudas Kolonialgeschichte verwurzelt. Ursprünglich als Somers Day begangen, ehrte er Admiral Sir George Somers, den Gründer der englischen Kolonie. Fast 20 Jahre prägte Somers Day das gesellschaftliche Leben, bis 1947 das Parlament den zweitägigen Cup Match-Feiertag etablierte.
Seit 2020 erklingt der Tag nun unter dem Namen Mary-Prince-Tag. Er versetzt das Andenken an eine beeindruckende Frau in den Mittelpunkt: Mary Prince, eine Bermudianerin, die als Sklavin geboren wurde und zur Schlüsselfigur in Großbritanniens Abolitionistenbewegung aufstieg.
Gedenkfeiern zu Segeltouren und Hafenparaden
Traditionelle Rede über Admiral Somers’ Landung 1609
Picknicks unter Palmen und Segelregatten
Diese Rituale spiegeln das maritime Erbe Bermudas wider und zelebrieren den Pioniergeist, der die Insel prägte. Doch längst entstand das Bedürfnis nach einem differenzierteren Blick auf die Kolonialvergangenheit.
Geboren 1788 in Devonshire Parish, durchlebte Mary Prince unvorstellbare Härten. Ihre Autobiografie The History of Mary Prince (1831) brachte erstmals eine schwarze Frau als Stimme der Sklavenerfahrung ins Licht der Öffentlichkeit. Mit klarer, ungeschönter Sprache prangerte sie Ungerechtigkeiten an und inspirierte so zahllose Menschen in ganz Europa, die Sklaverei zu bekämpfen.
Während der Mary-Prince-Tag in kleinerem Rahmen als Cup Match gefeiert wird, haben sich neue Rituale etabliert:
Gedenkgottesdienste in Kirchen von Hamilton bis St. George’s
Lesungen aus „The History of Mary Prince“
Kulturelle Workshops, die Musik und Tanz afrikanischer Herkunft präsentieren
Diskussionsrunden zur Menschenrechtsgeschichte, offen für Einheimische und Touristen
Welche dieser Veranstaltungen würden Sie faszinieren, wenn Sie auf Bermuda weilen?
Der Mary-Prince-Tag ist mehr als ein historisches Andenken. Er steht für:
Den Wandel von kolonialem Pathos hin zu kritischer Erinnerungskultur
Die Wertschätzung von individueller Freiheit und Zivilcourage
Die Verbindung von lokaler Identität mit globalen Menschenrechtsdebatten
In einer Zeit, in der das Bewusstsein für interkulturelle Gerechtigkeit wächst, lädt dieser Feiertag zum Reflektieren ein: Wie gehen wir heute mit unserer eigenen Geschichte um?
Der Mary-Prince-Tag auf Bermuda verknüpft Piratenromantik mit der Mahnung eines mutigen Eintretens für Freiheit. Er erinnert uns daran, dass Geschichte stets aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden muss.
Welche Parallelen sehen Sie zwischen Mary Princes Kampf und aktuellen Menschenrechtsbewegungen? Teilen Sie diesen Artikel in Ihren Netzwerken oder speichern Sie ihn für spätere Entdeckungsreisen durch die Welt der Feiertage!
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Bermudas.
Ein Fest der Freiheit unter Palmen...
Freiheit, Erinnerung und Karneval...
Zwischen Protest-Erbe und Picknick-Idylle...
Ein Fest zwischen uralter Geschichte, Grusel und Gemeinschaft...
Magie, Mythen und weltweite Traditionen...
Traditionen, Geschichte und moderne Bräuche...