Lughnasadh
Am 1. August ist der Lughnasadh. Ein Erntefest mit keltischen Wurzeln und zeitloser Symbolkraft. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats August statt.
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Ein Fest zwischen Licht und Schatten
Lughnasadh, gesprochen „Luh-na-sa“, ist ein altes keltisches Erntefest, das traditionell am 1. August gefeiert wird. Es markiert die Schwelle zwischen der lichtreichen Sommerzeit und dem nahenden Herbst – ein Wendepunkt im Jahreskreis, der tief mit Naturbeobachtung, Dankbarkeit und Gemeinschaft verbunden ist. In der Abfolge der vier großen keltischen Jahreskreisfeste steht Lughnasadh zwischen der Sommersonnenwende (Litha) und der Herbsttagundnachtgleiche (Mabon).
Mythische Ursprünge – Die Legende von Lugh und Tailtiu
Der Ursprung des Festes liegt in der irisch-keltischen Mythologie: Der Lichtgott Lugh soll Lughnasadh zu Ehren seiner Pflegemutter Tailtiu eingeführt haben. Sie hatte ihr Leben dem Ackerbau gewidmet und durch harte Arbeit Irlands Böden fruchtbar gemacht. Ihr Tod aus Erschöpfung wurde durch ein Fest des Gedenkens und der Ernte gewürdigt – das erste Lughnasadh.
Diese mythologische Erzählung verdeutlicht: Die Ernte ist nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis von Mühe, Hingabe und Opferbereitschaft.
Traditionen und Bräuche: Dankbarkeit, Brot und Gemeinschaft
In Irland und Schottland war Lughnasadh über Jahrhunderte hinweg ein lebendiger Höhepunkt im bäuerlichen Jahreslauf. Die Feierlichkeiten beinhalteten:
Sportliche Wettkämpfe wie Ringkämpfe und Wettrennen – oft mit Ritualcharakter.
Musik und Tanz, um die Lebensfreude und den Überfluss der Ernte auszudrücken.
Das Teilen von Lebensmitteln, besonders des sogenannten Lammas-Brots, gebacken aus dem ersten Getreide der neuen Ernte.
Das Lammas-Brot („Loaf Mass“) wurde häufig in einer rituellen Zeremonie gebrochen – als Symbol für Dankbarkeit, Teilhabe und Zusammenhalt.
Lughnasadh heute – Zwischen Spiritualität und Nachhaltigkeit
Auch wenn viele der ursprünglichen Rituale in Vergessenheit geraten sind, erleben keltische Jahreskreisfeste im deutschsprachigen Raum eine stille Renaissance. Besonders Menschen mit einem Sinn für Naturverbundenheit, Regionalität und Nachhaltigkeit finden in Lughnasadh einen Anlass, innezuhalten.
Moderne Formen des Feierns können sein:
Ein gemeinsames Erntedank-Essen mit saisonalen Zutaten aus der Region.
Backen von selbstgemachtem Brot mit Freunden oder Nachbarn.
Kleine Rituale im Freien – etwa das Sammeln von Kräutern oder ein Spaziergang durch die Felder zum Sonnenuntergang.
Dabei geht es nicht um exakte Rekonstruktion, sondern um das Wiederentdecken von Rhythmen, die uns mit der Natur und miteinander verbinden.
Ein Fest mit Botschaft
Lughnasadh erinnert daran, dass alles seinen Preis hat – und dass das Teilen ebenso wichtig ist wie das Ernten. Es ist ein leiser Aufruf zur Achtsamkeit: für das, was wir haben, für das, was vergeht, und für das, was wir gemeinsam gestalten können.
Welche Rituale leben Sie im Spätsommer? Gibt es ein Fest oder einen Moment, der Sie mit der Natur und Ihrer Umgebung verbindet?
Feiern, was uns nährt – innen wie außen
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Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Irland.
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