Lammas

Am 1. August ist der Lammas. Das Fest der ersten Ernte – Warum wir heute wieder das Brot teilen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats August statt.

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Entdecken Sie die Wurzeln und Traditionen von Lammas, dem ersten Erntefest des Jahres.

Haben Sie heute Morgen den Duft von frischem Brot wahrgenommen oder das goldene Schimmern der Getreidefelder im Augustlicht gesehen? Es ist die Zeit, in der die Natur ihr volles Potenzial entfaltet. Lammas, das erste der drei Erntefeste, lädt uns ein, innezuhalten und die Fülle des Sommers bewusst zu genießen.

Was ist Lammas? Der Ursprung der „Brotmesse“

Lammas wird traditionell am 1. August gefeiert. Der Name leitet sich vom altenglischen hlaf-mæsse ab, was wörtlich „Brotmesse“ bedeutet. In der christlich-angelsächsischen Tradition wurde an diesem Tag das erste Brot aus dem frisch gemahlenen Korn geweiht.

Doch die Wurzeln reichen tiefer. Lange bevor der Begriff Lammas entstand, feierten die Kelten zu diesem Zeitpunkt Lughnasadh. Dieses Fest war dem Gott Lugh gewidmet und markierte den Moment, in dem die Sichel das erste Mal das Korn schnitt. Es war ein Fest der Gemeinschaft, der Spiele und der Dankbarkeit für das Überleben durch die kommende Ernte.

Das Schnitterfest: Regionale Bräuche im deutschsprachigen Raum

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Lammas auch als „Schnitterfest“ bekannt. Früher war die Ernte harte Handarbeit. Der „Schnitter“ (der Erntende) trug eine große Verantwortung: Er musste den richtigen Moment abpassen, bevor Gewitter die Arbeit eines ganzen Jahres vernichten konnten.

  • Die Kräuterweihe: In vielen alpinen Regionen schlägt Lammas die Brücke zur nahen Kräuterweihe am 15. August (Mariä Himmelfahrt). Hier werden Heilkräuter gesammelt, die in dieser Zeit ihre höchste Kraft besitzen.

  • Die letzte Garbe: Ein weit verbreiteter Brauch war es, die letzte Garbe auf dem Feld zu lassen oder daraus eine „Kornpuppe“ zu flechten. Dies sollte den Geist des Ackers ehren und die Fruchtbarkeit für das nächste Jahr bewahren.

Brot, Brauchtum und die Kraft der Dankbarkeit

Das zentrale Symbol von Lammas ist und bleibt das Brot. Es ist das Ergebnis von Erde, Wasser, Sonne und menschlicher Ausdauer. Wenn wir heute ein handwerklich hergestelltes Brot teilen, knüpfen wir an eine jahrtausendealte Kette von Traditionen an.

Dieses Fest erinnert uns daran, dass nichts selbstverständlich ist. In einer Welt der Supermärkte vergessen wir oft, wie viel Zeit und Energie in unseren Grundnahrungsmitteln steckt. Lammas ist der ideale Moment, um lokale Erzeuger zu unterstützen und die Qualität regionaler Produkte neu zu schätzen.

Warum Lammas für uns heute so wichtig ist

Sie müssen kein Landwirt sein, um die Energie dieses Festes zu spüren. Für uns moderne Menschen im DACH-Raum bietet Lammas eine psychologische Atempause. Es ist die Zeit der „ersten Früchte“ in unserem eigenen Leben:

  1. Reflektion: Welche Projekte, die ich im Frühjahr gesät habe, tragen jetzt erste Früchte?

  2. Genuss: Können wir den Erfolg feiern, bevor wir schon wieder zum nächsten Ziel hetzen?

  3. Gemeinschaft: Mit wem möchte ich mein „Brot“ – also meine Zeit und meinen Erfolg – teilen?

Häufig gestellte Fragen zu Lammas (FAQ)

Wann genau wird Lammas gefeiert?

Traditionell am 1. August. Manche feiern es auch astrologisch genau in der Mitte zwischen Sommersonnenwende und Herbst-Tagundnachtgleiche (etwa um den 7. August).

Was ist der Unterschied zwischen Lammas und Erntedank?

Lammas markiert den Beginn der Ernte (Getreide), während das klassische Erntedankfest im Oktober den Abschluss der gesamten Ernte (inklusive Obst und Wein) feiert.

Wie kann ich Lammas einfach feiern?

Backen Sie selbst ein Brot oder besuchen Sie einen regionalen Bäcker. Teilen Sie dieses Brot ganz bewusst mit Freunden oder der Familie im Freien.

Ist Lammas ein religiöses Fest?

Es hat sowohl heidnische (Lughnasadh) als auch christliche (Brotmesse) Wurzeln. Heute wird es oft überkonfessionell als Naturfest oder spiritueller Meilenstein im Jahreskreis begangen.

Die Zukunft wird’s zeigen

In einer Zeit, in der die Verbindung zu unseren natürlichen Lebensgrundlagen zunehmend verloren geht, drohen alte Traditionen wie Lammas zu bloßer Folklore zu verblassen. Doch während die industrielle Landwirtschaft oft die spirituelle Tiefe der Ernte verdrängt, bietet die Rückbesinnung auf diese Rhythmen eine wertvolle Chance zur Entschleunigung und Wertschätzung. Dies erinnert daran, dass wir trotz technologischem Fortschritt Teil eines größeren, natürlichen Kreislaufs bleiben.

Präzise betrachtet liegen die Risiken in einer kommerziellen Kitsch-Variante solcher Feste, während die Chance in einer echten, nachhaltigen Verbindung zu regionalen Produzenten und persönlicher Achtsamkeit besteht.

Welche „Ernte“ in Ihrem Leben macht Sie diesen August besonders stolz?

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Lammas im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: UK Feiertage.

Was wird zusammen mit dem Lammas gefeiert?

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