Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus im Vatikan
Am 13. März ist der Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus im Vatikan. Ein Pontifikat des Wandels. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats März statt.
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„Buonasera – Guten Abend.“ Mit diesen bescheidenen Worten trat am Abend des 13. März 2013 ein Mann auf den Balkon des Petersdoms, der die Weltkirche nachhaltig verändern sollte. Es war der Moment, in dem aus Jorge Mario Bergoglio Papst Franziskus wurde.
Doch was macht diesen Tag so besonders für uns? Es ist nicht nur das Datum einer Wahl, sondern der Beginn einer Reise, die Traditionen hinterfragt und den Fokus auf das Menschliche lenkt.
Ein Lebensweg abseits der Norm: Vom Türsteher zum Vatikan
Die Biografie von Franziskus ist alles andere als gewöhnlich. Bevor er die Leitung der katholischen Kirche übernahm, führte ihn sein Weg durch das reale Leben in Buenos Aires.
Der unkonventionelle Arbeiter: In seiner Jugend arbeitete er unter anderem als Türsteher in einem Nachtclub und als Reinigungskraft. Diese Erfahrungen prägen bis heute seinen Blick auf die Arbeitswelt und die Sorgen einfacher Menschen.
Verzicht als Lebensprinzip: Seit dem 15. Juli 1990 schaut der Papst kein Fernsehen mehr. Dieses Versprechen gab er der Jungfrau von Carmen. Er möchte sich so vor oberflächlicher Ablenkung schützen und den Fokus auf das Gebet und das Gespräch mit Menschen legen.
Leidenschaft für Kultur: Seine Liebe zum Tango, dem Tanz seiner Heimat Argentinien, zeigt seine tiefe Verwurzelung in der Kultur und seine Lebensfreude.
Der historische 13. März 2013: Weißer Rauch über Rom
Die Wahl am 13. März war aus mehreren Gründen eine Sensation. Nach dem überraschenden Rücktritt von Papst Benedikt XVI. suchte die Kirche nach einer neuen Richtung.
Das Konklave dauerte nur zwei Tage. Im fünften Wahlgang erhielt Bergoglio die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit. Er wählte als erster Papst den Namen Franziskus – eine Hommage an Franz von Assisi, den Heiligen der Armen und der Natur.
Damit setzte er ein klares Zeichen: Er ist der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri und der erste Papst aus Lateinamerika. Sein Einzug in das schlichte Gästehaus „Santa Marta“ anstelle der prächtigen Papst-Appartements war seine erste Amtshandlung gegen den Prunk.
Reformen und globale Verantwortung
Franziskus gilt als Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne. Er rüttelt an verkrusteten Strukturen und fordert eine „Kirche für die Armen“.
Umwelt- und Klimaschutz: Mit seiner Enzyklika Laudato si’ (2015) schrieb er Weltgeschichte. Er verknüpfte soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Verantwortung und mahnte, dass die Erde unser „gemeinsames Haus“ sei.
Soziale Gerechtigkeit: Er kritisiert eine „Wirtschaft, die tötet“ und setzt sich weltweit für Geflüchtete und Benachteiligte ein.
Bürgernähe: Seine Sprache ist direkt und verzichtet oft auf kompliziertes Kirchenlatein. Das macht ihn besonders für Menschen im deutschsprachigen Raum zu einer nahbaren moralischen Instanz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann wurde Papst Franziskus gewählt?
Er wurde am 13. März 2013 im Konklave gewählt.
Warum heißt er Franziskus?
Er wählte den Namen zu Ehren des heiligen Franz von Assisi, um seine Verbundenheit mit den Armen und der Schöpfung auszudrücken.
Woher kommt Papst Franziskus?
Er wurde in Buenos Aires, Argentinien, geboren. Damit ist er der erste Papst aus der „Neuen Welt“.
Was war sein Beruf vor dem Priestertum?
Er absolvierte eine Ausbildung zum Chemietechniker und arbeitete unter anderem als Türsteher.
Was ist seine wichtigste Botschaft?
Im Zentrum seines Wirkens stehen Barmherzigkeit, soziale Gerechtigkeit und der Schutz der Umwelt.
Die Zukunft wird’s zeigen
Obwohl die katholische Kirche weiterhin vor massiven internen Herausforderungen und dem Vertrauensverlust vieler Gläubiger steht, hat Papst Franziskus durch seine Demut einen neuen Weg der Glaubwürdigkeit eröffnet. Während strukturelle Reformen oft nur langsam voranschreiten, bleibt seine persönliche Authentizität ein starker Anker in einer unruhigen Welt. Dies unterstreicht, dass echter Wandel oft bei der inneren Haltung des Einzelnen beginnt.
Die Geschichte von Papst Franziskus zeigt uns: Mut zum Bruch mit Konventionen kann neue Horizonte eröffnen. Welche kleinen Veränderungen in Ihrem Alltag könnten heute der Beginn für etwas Großes sein?
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