Internationaler Tag des Rechts auf Wissen
Am 28. September ist der Internationaler Tag des Rechts auf Wissen. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats September statt.
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Warum dieser Tag zählt
Wussten Sie, dass Ihr Recht auf Information ein Grundpfeiler der Demokratie ist? Seit 2002 erinnert der Internationale Tag des Rechts auf Wissen jedes Jahr am 28. September daran, dass Transparenz nicht nur ein politisches Schlagwort ist – sondern Freiheit bedeutet.
Ursprung und Bedeutung
Gründung: 2002 in Sofia (Bulgarien) durch das Freedom of Information Advocates Network (FOIAnet).
Ziel: Zugang zu Informationen als Menschenrecht stärken und Transparenz in Staat und Gesellschaft fördern.
Historischer Hintergrund: Schon in der Aufklärung galt Wissen als Schlüssel zur Emanzipation. Heute ist es ein Schutzschild gegen Manipulation und Machtmissbrauch.
Warum Informationsfreiheit wichtig ist
Demokratie stärken: Informierte Bürger:innen treffen bessere Entscheidungen.
Verwaltung verbessern: Behörden müssen Anfragen unkompliziert und kostenfrei bearbeiten – außer bei schutzwürdigen Inhalten.
Vertrauen schaffen: Transparente Prozesse fördern Glaubwürdigkeit und Nähe zwischen Staat und Menschen.
Wer prägt den Diskurs?
Politik: Regierungen betonen Transparenz, doch Bürokratie und Geheimhaltung bleiben Hindernisse.
Unternehmen: Digitale Plattformen wie Google oder Meta steuern Informationszugänge – zwischen öffentlichem Interesse und Profit.
Zivilgesellschaft: Whistleblower und Initiativen wie WikiLeaks öffnen Informationskanäle jenseits offizieller Wege.
Kulturelle Unterschiede: Während Offenheit im Westen positiv bewertet wird, gilt in anderen Kulturen der Schutz von Wissen als wichtiger.
NGOs: Organisationen wie Transparency International oder Reporter ohne Grenzen kämpfen für Informationsfreiheit – oft unter politischem Druck.
Blick in den deutschsprachigen Raum
Deutschland: Das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) ermöglicht Bürger:innen seit 2006 den Zugang zu amtlichen Informationen.
Österreich: Transparenzgesetzgebung ist im Aufbau, bisher gilt ein Amtsgeheimnis mit Ausnahmen.
Schweiz: Das Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (BGÖ) garantiert seit 2006 Einsicht in amtliche Dokumente.
Was können Sie persönlich tun?
Im Alltag: Stellen Sie eine Auskunftsanfrage bei Ihrer Gemeinde oder einem Amt.
Für die Gesellschaft: Unterstützen Sie Petitionen oder beteiligen Sie sich an öffentlichen Diskussionen.
Für die Demokratie: Informieren Sie sich aktiv – Ihr Wissen stärkt die Gesellschaft.
FAQ – Häufige Fragen
1. Ist das Auskunftsrecht kostenlos?
Ja, Anfragen sind in der Regel kostenfrei. Gebühren können nur bei hohem Verwaltungsaufwand entstehen.
2. Muss jede Behörde antworten?
Grundsätzlich ja – Ausnahmen gelten bei vertraulichen oder sicherheitsrelevanten Informationen.
3. Gibt es Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Ja, die gesetzlichen Grundlagen sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Deutschland und die Schweiz haben klare Gesetze, Österreich arbeitet noch an Reformen.
4. Kann ich auch Unternehmen befragen?
Teilweise – besonders wenn es um persönliche Daten oder Verbraucherschutz geht.
5. Warum ist Transparenz kulturell unterschiedlich bewertet?
In manchen Kulturen gilt der Schutz von Wissen als Teil der Tradition oder Religion.
Zukunftsperspektive
Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen für Transparenz – etwa durch offene Datenportale. Gleichzeitig entstehen Risiken wie algorithmische Zensur oder Überwachung. Die Frage bleibt: Wird Informationsfreiheit im digitalen Zeitalter gestärkt oder eingeschränkt?
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Internationaler Tag des Rechts auf Wissen im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Welttage.
Was wird zusammen mit dem Internationaler Tag des Rechts auf Wissen gefeiert?
Rückgrat der Rechtswelt würdigen...








