Internationaler Tag der Lohngleichheit

Am 18. September ist der Internationaler Tag der Lohngleichheit. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats September statt.

18. September 2025 - Donnerstag
18. September 2026 - Freitag
18. September 2027 - Samstag

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Gerechtigkeit am Arbeitsplatz: Feiern Sie den Internationalen Tag der Lohngleichheit und setzen Sie ein Zeichen gegen das anhaltende Entgeltgefälle zwischen Geschlechtern weltweit.

Warum die Gehaltslücke uns alle angeht

Stell dir vor, du gehst jeden Tag zur Arbeit, leistest exakt das Gleiche wie dein Kollege – und hast am Ende des Jahres trotzdem deutlich weniger Geld auf dem Konto. Frustrierend, oder? Für Millionen Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das kein Gedankenspiel, sondern Alltag. Genau hier setzt der Internationale Tag der Lohngleichheit am 18. September an. Er erinnert uns weltweit daran, dass gleiche Leistung auch gleich bezahlt werden muss.

Die harte Realität: So sieht der Gender Pay Gap im DACH-Raum aus

Der Aktionstag wurde 2019 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf globale Missstände aufmerksam zu machen. Doch wir müssen gar nicht in die Ferne schauen. Ein Blick auf die aktuellen, offiziellen Erhebungen für das Jahr 2024 zeigt ein klares Bild direkt vor unserer Haustür:

  • Deutschland: Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) lag der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2024 bei 16 Prozent. Das bedeutet, Frauen verdienten pro Stunde im Schnitt 4,10 Euro weniger als Männer.

  • Österreich: Die Statistik Austria ermittelte für 2024 eine Lohnlücke von 17,6 Prozent. Damit hat Österreich einen der höchsten Lohnunterschiede in der gesamten EU. Regional gibt es dabei extreme Schwankungen: Während Frauen in Wien vergleichsweise besser abschneiden, öffnet sich die Einkommensschere in Bundesländern wie Vorarlberg massiv.

  • Schweiz: Das Schweizer Bundesamt für Statistik (BFS) verzeichnete 2024 einen geschlechtsspezifischen Median-Lohnunterschied von 8,4 Prozent.

Die Rushhour des Lebens: Warum die Schere ab 35 Jahren aufgeht

Besonders für Menschen zwischen 35 und 60 Jahren ist dieses Thema hochaktuell. Analysen zeigen eindrucksvoll: Bei den 20-Jährigen ist die Lohnlücke noch relativ gering (rund 13 Prozent in Österreich). Doch ab Mitte 30 schießt sie steil nach oben und erreicht bei den 50-Jährigen teilweise über 21 Prozent. Warum ist das so?

Hier schnappt oft die sogenannte Teilzeitfalle zu. Frauen übernehmen in dieser Lebensphase häufiger den Großteil der familiären Care-Arbeit. Sie betreuen kleine Kinder oder pflegen ältere Angehörige. Das bedeutet in der Praxis oft:

  • Reduzierte Arbeitsstunden

  • Verpasste Beförderungschancen

  • Eine deutlich langsamere Gehaltsentwicklung

Aus einer scheinbar kleinen Gehaltslücke wird so über die Jahre schleichend eine massive Rentenlücke, die die finanzielle Unabhängigkeit im Alter bedroht.

Bereinigt oder unbereinigt? Ein Klassiker am Küchentisch

Wenn das Thema im Bekanntenkreis diskutiert wird, fällt oft der Satz: „Frauen arbeiten doch einfach öfter in schlechter bezahlten Berufen!“ Das führt uns zum wichtigen Unterschied zwischen der unbereinigten und der bereinigten Lohnlücke.

Der unbereinigte Gap vergleicht schlicht die Durchschnittslöhne aller Männer und Frauen über alle Branchen hinweg. Der bereinigte Gap hingegen vergleicht Männer und Frauen mit gleicher Qualifikation, gleichem Beruf und exakt gleicher Arbeitszeit.

Das Erstaunliche: Auch dann bleibt beispielsweise in Deutschland noch immer eine unerklärte Lücke von 6 Prozent. Das heißt, selbst bei identischen Voraussetzungen verdienen Frauen spürbar weniger. Das liefert wertvolle Fakten für sachliche Diskussionen und die Vorbereitung auf die nächste Gehaltsverhandlung.

Mehr als nur ein Tag: Die globalen Equal Pay Days

Der 18. September ist als internationaler UN-Gedenktag ein wichtiges Symbol. Viele Länder haben jedoch zusätzlich ihren eigenen, nationalen „Equal Pay Day“. Dieser Tag markiert rein rechnerisch das Datum, bis zu dem Frauen im Kalenderjahr quasi „umsonst“ arbeiten, wenn man ihr durchschnittliches Einkommen mit dem von Männern vergleicht.

In den USA wird dieser Tag sogar nach ethnischer Zugehörigkeit aufgeschlüsselt, um Mehrfachdiskriminierung sichtbar zu machen. Während der Equal Pay Day für weiße Frauen meist im Frühjahr liegt, fällt er für Latinas oder indigene Frauen oft erst tief in den Herbst. Diese weltweiten Unterschiede machen klar: Lohnungleichheit ist oft tief in gesellschaftlichen und strukturellen Hürden verwurzelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Gender Pay Gap

  • Wann ist der Internationale Tag der Lohngleichheit?

    Der offizielle UN-Aktionstag findet weltweit am 18. September statt. Nationale „Equal Pay Days“ variieren hingegen je nach Land und Lohnlücke.

  • Was ist der Unterschied zwischen Gender Pay Gap und Equal Pay Day?

    Der Gender Pay Gap beziffert den statistischen Verdienstunterschied in Prozent. Der Equal Pay Day rechnet diesen Prozentsatz bildhaft in Tage des Jahres um, an denen Frauen symbolisch unbezahlt arbeiten.

  • Warum gibt es selbst bei exakt gleicher Arbeit Lohnunterschiede?

    Oft spielen unbewusste Vorurteile, Intransparenz in den Gehaltsstrukturen oder die Tatsache, dass Einstiegsgehälter unterschiedlich hart verhandelt werden, eine Rolle.

  • Was hilft konkret gegen die Lohnlücke?

    Offene Gespräche über Geld unter Kollegen, gezielte Verhandlungscoachings, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für Männer und Frauen sowie neue EU-Gesetze zur Gehaltstransparenz.

Ein Blick in die Zukunft

Obwohl hartnäckige Rollenbilder und schleichende Rentenlücken die finanzielle Unabhängigkeit vieler Frauen weiterhin gefährden, eröffnen neue gesetzliche Vorstöße zur Lohntransparenz klare Chancen für eine gerechtere Arbeitswelt. Diese neuen Regeln zwingen Unternehmen endlich zum Handeln, bergen jedoch gleichzeitig das Risiko bürokratischer Hürden, die von den eigentlichen kulturellen Ursachen ablenken könnten. Genau das zeigt es: Wahre Gleichberechtigung lässt sich nicht allein per Gesetz verordnen, sondern erfordert ein tiefgreifendes Umdenken an den Schreibtischen und Küchentischen unserer Gesellschaft.

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Internationaler Tag der Lohngleichheit im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Georgia, UN-Feiertage, Ukraine, Welttage, Österreich.

Was wird zusammen mit dem Internationaler Tag der Lohngleichheit gefeiert?

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