
Jedes Jahr am 9. August erinnert die Welt an Menschen, die oft vergessen werden – die indigenen Völker. Viele von ihnen bewahren Sprachen, Kulturen und Traditionen, die teilweise tausende Jahre alt sind. Doch sie kämpfen bis heute um Anerkennung, Landrechte und Schutz ihrer Lebensweise.
Warum gibt es diesen Tag?
Der Internationale Tag der indigenen Völker der Welt wurde von den Vereinten Nationen (UN) ins Leben gerufen. Er findet jedes Jahr am 9. August statt. Das Datum erinnert an die erste Sitzung der UN-Arbeitsgruppe für indigene Völker im Jahr 1982. Seitdem setzt sich die UN dafür ein, die Rechte und Lebensbedingungen indigener Gemeinschaften weltweit zu stärken.
Historischer Hintergrund
1993 erklärte die UN das Internationale Jahr der indigenen Völker.
1994 startete die erste Internationale Dekade der indigenen Völker, um Zusammenarbeit und Unterstützung zu fördern.
Schwerpunkte waren unter anderem:
Schutz der Menschenrechte
Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung
nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz
2005 begann die zweite Dekade mit neuen Programmen zum Erhalt von Sprache, Kultur und traditionellen Lebensräumen.
Bei vielen Veranstaltungen – etwa in New York am UN-Hauptquartier – berichten Vertreter indigener Gemeinden über ihre Situation, bringen Forderungen ein und teilen ihre Kultur.
Indigene Völker heute
Auch im 21. Jahrhundert stehen viele indigene Gruppen vor großen Herausforderungen:
Verlust von Land und Ressourcen
Bedrohung ihrer Sprachen und Traditionen
Benachteiligung in Bildung und Gesundheitswesen
Folgen des Klimawandels
Gleichzeitig gibt es positive Entwicklungen. In mehreren Ländern wachsen Schutzprogramme, kulturelle Zentren und Bildungsprojekte. Einige Regionen fördern zweisprachige Schulen oder setzen sich für den Schutz traditioneller Gebiete ein.
Was bedeutet der Tag für uns?
Auch wenn in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine großen indigenen Gemeinschaften leben, ist der Tag ein Zeichen globaler Verantwortung. Er erinnert daran, dass kulturelle Vielfalt ein Schatz ist, der geschützt werden muss – ähnlich wie Weltkulturerbe, historische Sprachen oder regionale Traditionen in Europa.
Wie kann man den Tag würdigen?
Dokumentationen oder Berichte ansehen
Bücher indigener Autorinnen und Autoren lesen
Fair-Trade-Produkte kleiner Gemeinschaften unterstützen
Veranstaltungen, Online-Vorträge oder Ausstellungen besuchen
FAQ – Häufige Fragen
Warum ist der 9. August gewählt worden?
Weil an diesem Tag 1982 die UN-Arbeitsgruppe für indigene Völker zum ersten Mal zusammentrat.
Wie viele indigene Völker gibt es weltweit?
Schätzungen sprechen von mehreren tausend Gemeinschaften auf allen Kontinenten – von Nord- und Südamerika bis Asien und Ozeanien.
Gibt es offizielle Veranstaltungen?
Ja. Am UN-Hauptsitz und in vielen Ländern finden Konferenzen, Konzerte, Kulturprogramme oder Online-Livestreams statt.
Was bringt die Zukunft?
Der Internationale Tag der indigenen Völker der Welt ist ein wichtiger Erinnerungstag. Er macht auf Menschen aufmerksam, deren Lebensweisen und Traditionen Teil des kulturellen Erbes der Menschheit sind – und doch oft bedroht bleiben.
Was bedeutet kulturelle Vielfalt für Sie persönlich?
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Internationaler Tag der indigenen Völker der Welt im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Deutschland, UN-Feiertage, US Feiertage, Welttage, Österreich.
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