Gedenken an den Anfal-Völkermord

Am 14. April ist der Gedenken an den Anfal-Völkermord. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats April statt.

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Tauchen Sie ein in die Geschichte des Anfal-Völkermords an den Kurden im Irakisch-Kurdistan.

„Wie bewahrt man das Andenken an eine Tragödie, die fast ausgelöscht werden sollte?“

Am 14. April erinnern wir an eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren Geschichte: den Anfal-Völkermord an den Kurden in Irakisch-Kurdistan.

Was geschah während der Anfal-Operationen?

Zwischen 1986 und 1989 führte das irakische Baath-Regime unter Saddam Hussein eine systematische Vernichtungskampagne gegen die kurdische Bevölkerung durch. Unter dem zynischen Namen „Anfal“ – abgeleitet aus der Koransure Al-Anfal („die Kriegsbeute“) – wurden Hunderttausende Menschen Opfer brutaler Gewalt:

  • Männer und Jungen im „Kampfalter“ wurden gezielt hingerichtet.

  • Frauen, Kinder und ältere Menschen verschleppte man in Lager, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen litten.

  • Über 4.000 Dörfer wurden zerstört, viele davon mit chemischen Waffen angegriffen.

  • Auch christliche und andere Minderheiten gerieten ins Visier der Angriffe.

Schätzungen zufolge verloren bis zu 182.000 Menschen ihr Leben. Viele von ihnen liegen bis heute in anonymen Massengräbern.

Missbrauch religiöser Begriffe

Die Wahl des Begriffs „Anfal“ war kein Zufall: Ali Hassan al-Majid, bekannt als „Chemie-Ali“, nutzte die religiöse Konnotation, um die Verbrechen zu verschleiern und zu legitimieren. Doch im Koran steht „Anfal“ nicht für Vernichtung – die Instrumentalisierung war ein politisches Machtinstrument.

Warum das Erinnern so wichtig ist

Das Gedenken am 14. April ist mehr als ein Blick zurück. Es ist ein Appell an die Menschlichkeit:

  • Damit die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

  • Damit die Nachkommen ihre Geschichte kennen und ihre Identität bewahren.

  • Damit wir alle wachsam bleiben gegenüber Ideologien, die Hass und Gewalt rechtfertigen wollen.

Ein Blick in die Gegenwart

Auch heute noch prägt der Anfal-Völkermord das Leben vieler kurdischer Familien – sei es in Irakisch-Kurdistan oder in der Diaspora. Internationale Anerkennung und Aufarbeitung sind entscheidend, um Heilung und Versöhnung zu ermöglichen.

Was bringt die Zukunft?

Der 14. April erinnert uns daran, dass Frieden und Gerechtigkeit keine Selbstverständlichkeit sind. Das Gedenken an den Anfal-Völkermord ist ein Mahnmal gegen das Vergessen – und ein Aufruf, die Werte von Menschlichkeit, Würde und Solidarität zu verteidigen.

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Gedenken an den Anfal-Völkermord im Kalender 2026, 2027

Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Jahrestage.

Was wird zusammen mit dem Gedenken an den Anfal-Völkermord gefeiert?

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