Die Gründung Roms in Italien
Am 21. April ist die Gründung Roms in Italien. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats April statt.
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Laut Legende wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von den Zwillingsbrüdern und Halbgöttern Romulus und Remus gegründet. An dem Ort, an dem sie als Waisenkinder von einer Wölfin gesäugt wurden, entstand die Stadt. Die Brüder, Söhne der Vestalin Rhea Silvia und des Kriegsgottes Mars, wurden nach der Geburt von dem tyrannischen König Amulius in den Fluss geworfen, um zu ertrinken. Doch die Zwillinge überlebten und wuchsen in der Wildnis auf. Eine Wölfin fand sie und säugte sie, was zu ihrem späteren Symbol der Stadt Rom wurde – der Lupa Capitolina.
Als Erwachsene kehrten Romulus und Remus zurück, stürzten Amulius und setzten die rechtmäßige Herrschaft der Familie ihrer Mutter wieder ein. Doch ihre gemeinsame Vision einer neuen Stadt führte zu einem tödlichen Streit: Romulus tötete Remus, nachdem dieser die Mauer seines Bruders verspottet hatte. Diese Tragödie hat das Schicksal Roms geprägt und symbolisiert die Gewalt, die oft mit der Entstehung großer Imperien verbunden ist.
Interessanterweise entstand der Romulus- und Remus-Mythos erst im vierten Jahrhundert v. Chr. – lange nachdem die Stadt Rom selbst gegründet wurde. Der römische Gelehrte Marcus Terentius Varro setzte das genaue Datum der Gründung auf den 21. April 753 v. Chr., was in der römischen Kalenderrechnung als Ab urbe condita bekannt wurde und in der römischen Geschichte eine bedeutende Rolle spielte.
Doch diese berühmte Gründungslegende ist nicht die einzige. Es gibt auch andere Mythen, die sich um die Entstehung der Stadt ranken, wie die Geschichte von Aeneas, einem trojanischen Helden, dessen Nachkommen laut einer weiteren Legende die Gründer Roms waren. Diese alternative Erzählung wurde vor allem durch Vergils Epos Aeneis populär gemacht und zeigt, wie stark die römische Identität durch ihre Verbindungen zu anderen großen Kulturen geprägt wurde.
Von einer kleinen Siedlung am Tiber im 8. Jahrhundert v. Chr. wuchs Rom rasch zu einer Stadt heran, die nicht nur politische, sondern auch kulturelle und militärische Macht ausstrahlte. Das römische Imperium expandierte so weit, dass es fast ganz Europa, Britannien, große Teile Westasiens, Nordafrikas und zahlreiche Mittelmeerländer umfasste. Diese gewaltige Ausdehnung hatte weitreichende Auswirkungen auf die Geschichte der Menschheit und schuf ein Erbe, das auch heute noch zu sehen ist – in der Architektur, Rechtsprechung und in vielen modernen Staatsformen.
Was viele nicht wissen: Rom besiegte seine Feinde nicht nur mit militärischer Gewalt, sondern auch mit innovativen Techniken und diplomatischen Strategien. Die Römer entwickelten fortschrittliche Kriegsmaschinen, wie die berühmte „Testudo“-Formation, bei der Soldaten ihre Schilde so anordneten, dass sie eine nahezu undurchdringliche Wand bildeten. Doch nicht nur ihre Kriegsführung war bemerkenswert – auch ihre Infrastruktur war revolutionär. Rom war bekannt für seine gewaltigen Straßen, die das gesamte Reich verbanden, und für seine Aquädukte, die das gesamte Imperium mit frischem Wasser versorgten. Sogar heute noch können Teile dieser römischen Straßen und Aquädukte in Europa besichtigt werden.
Ein weiteres unerwartetes Detail: Eines der berühmtesten Bauwerke der Römer, das Kolosseum, war nicht nur ein Arena für Gladiatorenkämpfe. Es wurde für eine Vielzahl von öffentlichen Unterhaltungseinrichtungen genutzt, darunter Massenmorde, Schiffsschlachten und sogar die Nachbildung von berühmten Schlachten. Der Bau dieses riesigen Amphitheaters, das Platz für über 50.000 Zuschauer bot, war ein technisches Meisterwerk seiner Zeit. Die Römer entwickelten einen raffinierten Mechanismus, der es ermöglichte, den Boden zu überfluten, um Seeschlachten nachzustellen. Das Kolosseum ist heute ein Symbol für den Ingenieursgeist und die extravagante Kultur des antiken Rom.
Die Gründung Roms in Italien im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Italien.
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