Der Tag von 'Arafah
Am 25. Mai ist der Tag von 'Arafah. Ein Tag der Vergebung, Einheit und spirituellen Erneuerung im Islam. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Mai statt.
Am 25. Mai ist der Tag von 'Arafah. Ein Tag der Vergebung, Einheit und spirituellen Erneuerung im Islam. Diese Veranstaltung findet jährlich in der dritten Dekade des Monats Mai statt.

Einmal im Jahr – am 9. Tag des islamischen Monats Dhu al-Hijjah – richten sich die Blicke von Millionen gläubiger Menschen auf ein kleines Stück Wüste bei Mekka: den Berg Arafat. Hier findet der Tag von ʿArafah statt, einer der bedeutendsten spirituellen Höhepunkte im islamischen Kalender. Er steht für Vergebung, tiefe Einkehr und globale Verbundenheit – Werte, die auch außerhalb des Islams universelle Relevanz haben.
Der Tag von ʿArafah ist nicht nur ein spiritueller Fixpunkt – er ist auch ein historischer Meilenstein. An diesem Ort soll der Prophet Muhammad (s.a.w.) einen der letzten Verse des Korans empfangen haben:
„Heute habe Ich euch eure Religion vollendet.“ (Sure 5:3)
Mit diesen Worten wurde die islamische Glaubenslehre offiziell vervollständigt. Für Gläubige bedeutet das: An diesem Tag öffnet sich ein Fenster zur göttlichen Gnade – ein Moment der inneren Erneuerung, des Loslassens und des Neuanfangs.
Die ersten zehn Tage dieses Monats gelten im Islam als besonders segensreich. Der Prophet Muhammad (s.a.w.) beschrieb sie als „die besten Tage, die Allah liebt“. Gläubige nutzen diese Zeit für gute Taten, verstärktes Gebet, Spenden und Fasten. Besonders hervorgehoben wird dabei der 9. Tag – der Tag von ʿArafah.
Muslime, die nicht an der Pilgerreise (Hadsch) teilnehmen, fasten traditionell an diesem Tag. Diese Praxis gilt als spiritueller Akt, der laut Überlieferung die Sünden des vergangenen und des kommenden Jahres auslöscht.
Gleichzeitig erinnert das Fasten an ein uraltes Bild: der Reue von Adam und Eva nach ihrer Vertreibung aus dem Paradies. Auch sie sollen der Überlieferung nach an diesem Ort, dem Berg Arafat, um Vergebung gebeten haben. Ein Symbol der Rückkehr, der Hoffnung – und des ewigen Strebens nach dem Guten.
Bis zu 2,5 Millionen Menschen versammeln sich jährlich am Berg Arafat. Sie tragen weiße Gewänder, die an Gleichheit und Bescheidenheit erinnern, und beten Schulter an Schulter – unabhängig von Herkunft, Status oder Sprache.
Diese gewaltige, friedliche Versammlung gilt als Höhepunkt der Hadsch. Gleichzeitig beten weltweit Millionen Muslime in ihren eigenen vier Wänden, um Teil dieses Moments der Einheit zu sein.
Viele Muslime verbringen den Abend des Tages mit Spenden an Bedürftige – in der Überzeugung, dass gute Taten an ʿArafah besonders segensreich sind. Andere versinken in stiller Andacht, rezitieren den Koran oder sprechen persönliche Gebete. Der Tag lädt zur Achtsamkeit ein – und zur Frage:
Was möchte ich loslassen – und was in mir erneuern?
Direkt nach dem Tag von ʿArafah beginnt das Opferfest (Eid al-Adha) – ein weiteres zentrales Ereignis im Islam. Doch viele Gläubige berichten, dass der Tag zuvor bereits ein Fest für die Seele ist: eine Einladung, den eigenen Glauben zu vertiefen, inneren Frieden zu finden und sich neu auszurichten.
Der Berg Arafat wird auch als „Berg der Barmherzigkeit“ bezeichnet.
Es wird empfohlen, an diesem Tag besonders viele Gebete zu sprechen.
Die letzten Stunden des Tages gelten als besonders kraftvoll für die spirituelle Einkehr.
Ob in Mekka oder Berlin, Zürich oder Wien – der Tag von ʿArafah ist ein Moment der Besinnung, der Einheit und der Hoffnung. Er ruft dazu auf, innezuhalten, sich neu zu justieren und die eigene Verbindung zum Transzendenten – in welcher Form auch immer – zu vertiefen.
Welche Rituale helfen Ihnen, sich im Alltag zu zentrieren oder spirituell aufzutanken?
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