Chortag
Am 13. Dezember ist der Chortag. Feier des gemeinsamen Singens: zweiter Sonntag im Dezember. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats Dezember statt.

Das Singen im Chor ist weit mehr als eine musikalische Freizeitbeschäftigung: Es stärkt Körper und Geist, schafft Gemeinschaft und bewahrt jahrhundertealte Traditionen. Der Chortag, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember gefeiert wird, macht auf diese besondere Form des Musizierens aufmerksam.
Die Wurzeln des Chorgesangs
Bereits im antiken Griechenland gehörten Chöre zum kulturellen Leben. Überlieferungen wie die Delphischen Hymnen (2. Jahrhundert v. Chr.) oder die Werke des Komponisten Mesomedes (2. Jahrhundert n. Chr.) zeigen, dass gemeinsames Singen schon damals ein Ausdruck von Spiritualität und Gemeinschaft war. Später prägte der Chorgesang maßgeblich die europäische Musikgeschichte – von der mittelalterlichen Kirchenmusik bis hin zu den großen Oratorien von Johann Sebastian Bach oder Joseph Haydn.
Mehr als Musik: Die Kraft der Gemeinschaft
Ein Chor ist ein Sinnbild für Teamarbeit. Wer singt, trainiert Konzentration, Atemtechnik und Disziplin – gleichzeitig aber auch Zuhören, Vertrauen und Zusammenarbeit. Studien zeigen, dass Chorsingen das Wohlbefinden steigert, Stress reduziert und das Immunsystem stärkt. Besonders für Menschen mittleren Alters kann das regelmäßige Singen eine Quelle neuer Energie und Lebensfreude sein.
Chormusik heute – lebendige Kultur weltweit
Ob Kirchenchor, Oratorienchor oder moderner Pop- und Jazzchor: Chormusik ist lebendig wie nie. Allein in Deutschland sind über eine Million Menschen in Chören aktiv, von kleinen Dorfensembles bis hin zu großen Festivalchören. Der Welttag des Chorgesangs, 1990 vom venezolanischen Komponisten Alberto Grau ins Leben gerufen, betont die weltweite Bedeutung des Chorgesangs und macht sichtbar, wie Musik Brücken zwischen Kulturen schlägt.
Aktuell brennende Fragen zum Chorgesang
Muss man perfekt singen können, um in einem Chor mitzumachen?
– Nein. Viele Chöre betonen, dass Freude am Singen und Teamgeist wichtiger sind als Perfektion. Chöre bieten oft Stimmbildung und Unterstützung für Anfänger.
Wie wirkt sich die Corona-Pandemie langfristig auf das Chorsingen aus, besonders bei Kindern?
– Einschränkungen wie Maskenpflicht und abgesagte Proben führten bei manchen Kindern zu einem vorübergehenden Verlust der Freude am Singen. Viele Chöre setzen inzwischen auf kreative Lösungen wie kleinere Gruppen, Open-Air-Proben und digitale Angebote.
Sollten Knabenchöre für Mädchen geöffnet werden?
– Diese Frage beschäftigt Eltern und Chorleiter gleichermaßen. Während Inklusion gefordert wird, verteidigen einige die traditionelle Klangfarbe von Knabenchören. In der Praxis entstehen zunehmend gemischte Chöre oder Sonderprojekte für Mädchen.
Kann man eine einzelne Stimme in einem Chor isolieren und separat hören?
– Ja. Durch gezielte Fokussierung oder Stimmbildungsübungen können Sänger*innen bestimmte Stimmen heraushören, was sowohl neurologisch als auch musikalisch üblich ist.
Wie inklusiv können neue Kinderchöre sein, z. B. für Kinder mit Behinderungen?
– Projekte wie das „Karpfen-Chörle“ in Gunningen zeigen, dass Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten erfolgreich integriert werden können. Musik verbindet und fördert soziale Fähigkeiten.
Droht Chorverbänden das Aus durch Nachwuchsmangel?
– Viele Verbände kämpfen mit fehlenden Mitgliedern oder Vorständen. Lösungen umfassen moderne Programme, gezielte Werbung für Jugendliche und Kooperationen mit Schulen.
Ist Chorgesang in politischen Protesten legitim, z. B. bei Störungen von Interviews?
– Chorgesang kann als künstlerischer Ausdruck dienen, muss jedoch im Rahmen des rechtlich Zulässigen bleiben. Die Abgrenzung zwischen Kunstform und Störung ist oft strittig.
Warum wird Chorgesang in der Liturgie kritisiert oder neu interpretiert?
– Diskussionen drehen sich um politische, ethische oder historische Kontexte bestimmter Werke. Manchmal werden Stücke neu interpretiert, um zeitgemäße Inhalte zu vermitteln, ohne die musikalische Tradition zu verlieren.
Wie kann man Singen im Chor ohne Anstrengung lernen?
– Praktische Tipps: Atemübungen, leichte Stimmlagen zu Beginn, regelmäßige Proben und Stimmbildung. Anfänger profitieren von geduldiger Anleitung und einer unterstützenden Chorleitung.
Was sind die Vorteile von Gospel-Chören oder neuen Formen des Chorsingens?
– Gospel- und moderne Chöre fördern Ausdruck, Rhythmusgefühl und Gemeinschaftserlebnis. Sie bieten oft niedrigschwelligen Einstieg und verbinden kulturelle Bildung mit Spaß und sozialer Interaktion.
Was bringt die Zukunft?
Der Chortag ist eine Einladung, die Faszination des gemeinsamen Singens neu zu entdecken – ob als aktives Mitglied eines Chors oder als Zuhörer bei einem Konzert.
👉 Tipp: Wer Lust bekommen hat, sollte sich über Chöre in seiner Region informieren – fast jede Stadt oder Gemeinde bietet Möglichkeiten zum Mitsingen.
Was bedeutet Chormusik für Sie persönlich – haben Sie vielleicht selbst schon einmal in einem Chor gesungen oder ein Konzert besucht, das Sie nachhaltig beeindruckt hat?
👉 Teilen Sie Ihre Gedanken oder entdecken Sie weitere unserer Artikel über Musik, Kultur und Traditionen.
Mach mehr aus diesem Tag! 💡
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Chortag im Kalender 2026, 2027
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Kuriose Feiertage.
Was wird zusammen mit dem Chortag gefeiert?
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