Bundesweiter Vorlesetag
Am 20. November ist der Bundesweiter Vorlesetag. Das große Lesen verbindet. Diese Veranstaltung findet jährlich in der zweiten Dekade des Monats November statt.
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Was passiert, wenn ein ganzes Land gleichzeitig Geschichten teilt?
Der Bundesweite Vorlesetag zeigt jedes Jahr, welche Kraft im Vorlesen steckt – für Kinder, Erwachsene und ganze Gemeinschaften.
Was ist der Bundesweite Vorlesetag?
Der Bundesweite Vorlesetag findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt. Er wurde von der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung DIE ZEIT und der Deutschen Bahn Stiftung ins Leben gerufen. Heute ist er das größte Vorlesefest Deutschlands und ein fester Bestandteil des kulturellen Jahreskalenders.
An diesem Tag machen Menschen im ganzen Land gemeinsam sichtbar, wie wertvoll Vorlesen für Bildung, Fantasie und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.
Warum Vorlesen so wichtig ist
Vorlesen ist viel mehr als ein schönes Ritual. Es unterstützt Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche ihr Leben lang begleiten:
stärkt Konzentration und Zuhören
erweitert Wortschatz und Sprachgefühl
fördert Kreativität und Vorstellungskraft
erleichtert spätere Lesekompetenz
Viele Studien zeigen: Regelmäßiges Vorlesen wirkt wie ein Sprungbrett ins Lesenlernen.
Doch nicht nur Kinder profitieren. Auch Erwachsene genießen Momente, in denen Geschichten lebendig werden – ob im Wohnzimmer, in einer Bibliothek oder bei einer Lesung.
Wo und wie wird vorgelesen?
Am Vorlesetag wird fast überall gelesen. Die Vielfalt zeigt, wie lebendig die Lesekultur in Deutschland ist.
Typische Vorleseorte
Schulen und Kindergärten veranstalten besondere Lesestunden.
Bibliotheken schaffen gemütliche Vorlese-Ecken und kleine Programme.
Buchhandlungen laden Autorinnen und Autoren ein.
Privatmenschen lesen im Wohnzimmer, im Verein oder im Nachbarschaftstreff.
Mancherorts entstehen sogar kreative Aktionen: Vorlesen im Park, im Museum, in der Straßenbahn oder auf Märkten.
Ein Blick hinter die Kulissen: Warum der Tag so viel bewegt
Der Vorlesetag wirkt auf den ersten Blick wie ein reines Kulturereignis. Doch er berührt viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.
1. Bildungschancen & gesellschaftliche Teilhabe
Viele Schulen, Kommunen und Bildungsinitiativen unterstützen den Aktionstag. Er setzt ein öffentliches Zeichen für Leseförderung – besonders dort, wo Sprache die Grundlage für Bildungserfolg ist.
2. Engagement von Organisationen und Unternehmen
Stiftungen, Verbände und Unternehmen integrieren den Vorlesetag häufig in ihre Bildungs- oder Kulturprogramme. So entsteht ein breites Netzwerk, das Lesefreude stärkt und Projekte vor Ort sichtbar macht.
3. Lokale Netzwerke als Motor
Ob eine Region besonders aktiv ist, hängt oft von lokalen Partnerschaften ab: Schulen, Bibliotheken, Vereinen oder Ehrenamtlichen. Wo diese Strukturen stark sind, entstehen vielfältige Veranstaltungen.
4. Kulturelle Vielfalt als Chance
Viele Vorleseaktionen greifen unterschiedliche Sprachen und Traditionen auf – etwa zweisprachige Lesestunden oder Geschichten aus verschiedenen Herkunftskulturen. Das öffnet Türen für ein gemeinsames Erleben von Literatur.
Historischer Hintergrund: Leseförderung als Gemeinschaftsaufgabe
Lesen gilt seit dem 19. Jahrhundert als Schlüsselkompetenz. Bibliotheken, Vereine und Schulen haben Leseförderung daher früh als gesellschaftliche Aufgabe verstanden. Der Bundesweite Vorlesetag knüpft an diese Tradition an: Geschichten sollen Menschen erreichen – unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Umfeld.
Was bringt die Zukunft?
Der Vorlesetag entwickelt sich stetig weiter. Viele Initiativen setzen inzwischen auf digitale Lesungen, barrierearme Angebote oder mehrsprachige Aktionen. Damit wächst die Chance, Menschen anzusprechen, die bisher wenig Zugang zu Büchern hatten.
Welche Geschichten wollen wir künftig teilen? Und wie können wir noch mehr Menschen fürs Vorlesen begeistern?
FAQ – Häufige Fragen zum Bundesweiten Vorlesetag
Wann findet der Vorlesetag statt?
Immer am dritten Freitag im November.
Kann jeder mitmachen?
Ja. Einzelpersonen, Schulen, Vereine, Unternehmen – alle können eine eigene Vorleseaktion organisieren.
Muss man sich anmelden?
Viele Aktionen werden freiwillig auf der offiziellen Website eingetragen, damit andere sie finden können. Pflicht ist das nicht.
Welche Texte eignen sich?
Ob Klassiker, Märchen, moderne Kinderbücher oder kurze Geschichten für Erwachsene – erlaubt ist, was Freude macht und zum Publikum passt.
Gibt es Angebote in leichter Sprache oder mehreren Sprachen?
Zunehmend ja. Viele Städte, Bibliotheken und Initiativen arbeiten daran, barrierearme und mehrsprachige Lesungen auszubauen.
Mal sehen, was kommt
Der Bundesweite Vorlesetag bringt Menschen zusammen und macht sichtbar, wie sehr Geschichten verbinden können. Er stärkt Lesefreude, unterstützt Bildung und öffnet Räume für gemeinsames Erleben – ob in Schulen, Bibliotheken oder zu Hause.
Jetzt sind Sie dran!
Wie möchten Sie den nächsten Bundesweiten Vorlesetag erleben?
Als Vorleserin, Zuhörer oder Gastgeber einer kleinen Lesestunde?
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