Beginn des orthodoxen Kirchenjahres
Am 1. September ist der Beginn des orthodoxen Kirchenjahres. Ein doppeltes Neujahr voller Bedeutung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats September statt.
Am 1. September ist der Beginn des orthodoxen Kirchenjahres. Ein doppeltes Neujahr voller Bedeutung. Diese Veranstaltung findet jährlich in der ersten Dekade des Monats September statt.

Die orthodoxen Kirchen, auch byzantinisch-orthodoxe Kirchen genannt, gehören zu den ältesten christlichen Traditionen. Mit rund 300 Millionen Gläubigen weltweit bilden sie nach der katholischen Kirche die zweitgrößte christliche Gemeinschaft.
Der 1. September markiert in der orthodoxen Welt den Beginn des Kirchenjahres. Historisch geht dieses Datum auf das byzantinische Reich zurück: An diesem Tag startete die sogenannte Indiktion, ein 15-jähriger Steuer- und Verwaltungszyklus. Gleichzeitig wurde der 1. September als Neujahr gefeiert – ein Doppelcharakter, der ihn bis heute besonders macht.
Der Start des Kirchenjahres wird in orthodoxen Gemeinden mit Gebeten für die Bewahrung der Schöpfung begangen. Diese Praxis betont die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur – ein Gedanke, der durch Papst Franziskus aufgegriffen und in der westlichen Kirche als „Weltgebetstag für die Schöpfung“ eingeführt wurde. Damit hat der Tag eine ökumenische Dimension gewonnen, die Christen unterschiedlicher Konfessionen verbindet.
Ein zentrales Element zu Beginn des orthodoxen Jahres ist der feierliche Akathistos-Hymnus, ein Lobgesang zu Ehren der Gottesmutter Maria. Viele Gläubige versammeln sich in Kirchen, um diesen Hymnus gemeinsam zu singen und sich auf ein neues geistliches Jahr einzustimmen. In manchen Regionen – etwa in Griechenland oder Russland – gibt es zudem spezielle Liturgien, die den Dank für die Ernte und die Bitte um Segen für die kommende Zeit einschließen.
Für orthodoxe Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der 1. September ein Anlass, die Verbindung von Tradition und Gegenwart zu erleben. Viele Kirchen nutzen diesen Tag, um Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung in den Mittelpunkt zu stellen. Damit erhält der Festtag auch für eine moderne Gesellschaft eine besondere Aktualität.
Der 1. September vereint Geschichte, Glaube und Verantwortung für die Zukunft. Er erinnert daran, dass Zeit nicht nur ein Kalender, sondern auch ein Geschenk ist – verbunden mit der Aufgabe, die Schöpfung zu bewahren.
Wie nehmen Sie den Beginn eines neuen Jahres wahr – eher als spirituellen Neubeginn, als kulturelles Ritual oder als Gelegenheit für einen bewussteren Umgang mit der Natur?
👉 Entdecken Sie weitere Artikel auf unserer Seite, die Ihnen Einblicke in kulturelle und religiöse Traditionen aus aller Welt bieten. Speichern Sie diese Seite in Ihren Favoriten, um keinen besonderen Feiertag zu verpassen!
Dieses jährlich wiederkehrende Ereignis ist in folgenden Kalendern enthalten: Bulgarien, Deutschland, Griechenland, Kirchenkalender, Rumänien, Russland, Silvester, Ukraine, Österreich.
Jeden ersten Dienstag im September, Dauer: bis zum Ende der Woche...
Geschichte, Bedeutung und aktuelle Relevanz...
Ein Tag mit Verantwortung...
Ein Tag, der die Welt veränderte...
Ein Fest der Lebensfreude und Resilienz am Schwarzen Meer...
Ukraine...
Geschichte, Alltag und Kritik...